Und wiedereinmal kommt eine sagenhafte Köstlichkeit aus Asien zu uns.
Der bereits nicht mehr klar nummerierbare Gang - das Hauptgericht:
"Human Meat Noodles"
Dies war zumindest der ursprüngliche Titel von "Meat Grinder", allerdings entschied sich die thailändische Zensur dagegen.
Und dies sollte bloß der erste von einigen Zensur-zwischenstopps für diesen, in jeder Hinsicht durch den Fleischwolf gehenden Film werden.
Im Herstellungsland großflächig zensiert, um die Teilhandlung - Menschenfleisch wird gekocht und zu Tisch gebracht - unter den Tisch fallen zu lassen.
In Deutschland ist dies nun allerdings aber wieder das geringere Problem, hier wurden einfach wahllos Gewaltszenen geschnitten.
Einerseits fehlt die 'Massaker-Szene' komplett, andererseits sind aber trotzdem viele heftige Gewaltakte im Film geblieben.
So sprach man zuerst von über 12 Minuten an Zensuren( dieses gar nicht so unrealistisch gewesen wäre ), waren es schlussendlich "bloß" 3:42.
Was dabei erstaunlich ist: fast alle Gewalt der zweiten Filmhälfte ist vorhanden und diese ist keinen Falls harmlos. Der Film enthält so viele Brutalitäten, da blieb sogar für die deutsche Fassung einiges übrig.
Da "Meat Grinder" jedoch LANGE keinen stupiden, gewöhnlichen Splatterfilm darstellt, bleibt die fantastische, facettenreiche Handlung auf der deutschen Dvd, dies macht sie somit ansehbar.
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Kurz gehe ich noch auf die Gewalt der Uncut ein, dann komme ich zur Story selbst:
In der österreichischen, ungeschnittenen Version des Titels, offenbart sich das ganze, monströse Potential filmischer Gewalt. Härteres gibt es selten, selbst Asien, ehemals Kontinent der abartigsten Filme, bietet nur mit Müh' und Not Grausameres auf, als hier.
Man muss schon einiges gesehen haben um auf den "Fleischwolf" vorbereitet zu sein.
Für mich als Freund des Genres und asiatischer Filmkunst: die reinste Offenbarung,
und dies bringt mich zu den anderen grandiosen Glanzpunkten des Films:
- Die Geschichte an sich. Ein unfassbares Drama um eine Nudelköchen, ihr ganzes Leben war eine Qual, zahlreiche traumatische Erlebnisse verfolgen sie und lassen langsam aber sicher ihren Geist einbrechen.
In Rückblenden und oftmals nicht wenig verwirrend, wird erzählt wie es ihr erging.
Den ganzen Film über ist man geplagt von allgegenwärtigem Leid.
So trostlos und von vielerlei heftigen Ideen durchzogen.
Und dann das Ende, die letzte Szenerie...
Unglaublich! Ich war restlos begeistert, hätte mit vielem gerechnet, aber doch nicht DAMIT!!!
Endlich mal wieder ein blutiger Film mit Tiefgang, mit wahrer Geschichte, greifbaren Charaktären und großartigen Szenen. Sowas kommt eben oftmals nur aus der Asiaten Länder.
- Unterstützt wird das Ganze von meisterlicher Kameraführung und verstörenden Bildeffekten.
Wo andere alles falsch machen, macht "Meatgrinder" alles richtig.
Es wurde mit der Kamera gespielt, mit den Farben immer stimmig verschwommen, düster gearbeitet und auch mal Archivmaterial von Militäreinsätzen verwendet.
Wer sich diesen Film genau ansieht, muss einfach merken: hier hatte ein Könner seine Hände im Spiel, anders geht es gar nicht! Dieses Splatterdrama ist gewollt vom Arthouse-mantel umwoben.
- Dazu passend: die musikalische Untermalung. Was für herrliche Kompositionen! Schon von der ersten Minute an war ich angetan von der ruhigen, aber immer hervordringenden Musik. Kunst in Vollendung, genau diese Töne waren notwendig. Wie gesagt, ein Könner, der Regisseur.
Selten soetwas Perfektes gesehen.
Grausig, schaurig, delikat. Das Festmahl für Film-Gourmets.
Auswertung der deutschen Fassung:
2.5/5 Haken - ansehbar, aber Zensur ist eigentlich nicht zu befürworten!
Auswertung der Uncut:
5+/5 Suppenküchen - wie es schon auf der Rückseite meiner unzensierten Hartbox steht: ein Meilenstein!