Dies Buch erschien zuerst 1955 und seitdem war es bei dem einen oder anderen Verlag immer lieferbar. Nichts daran ist damals neu gewesen, es ist eine Auswahl aus Panofskys Schriften, die er selbst vorgenommen hat "for variety rather than consistency". Das Buch bietet den besten Zugang zu Panofsky reichhaltigem Schaffen und enthält wirkliche Glanzstücke wie das Kapitel über Abt Suger von St. Denis oder den Poussin Essay ("Et in Arcadia Ego"). Wobei das jetzt subjektiv ist, andere Leser werden anderes mögen, und Glanzstücke bietet Panofsky ja eigentlich immer. Das persönlichste Kapitel in dem Buch ist der Epilog "Three Decades of Art History in the United States". Hier gibt Panofsky zu, dass als er zum ersten Mal in der neuen Sprache Englisch schreibt, er feststellen muss, dass die neue Sprache vieles nicht mitmacht. Alle dieses schweren deutsche Schwafelwörter, kriegt das Englische nicht hin. Also fängt er an, einfach und klar zu schreiben. Geht auch. NIcht dass das, was er vorher in Deutschland publiziert hat, unverständliches Geschwafel gewesen ist. Panofsky bleibt sicherlich der urbanste und eleganteste Kunstschriftsteller, den wir im 20. Jahrhundert haben. Und dieser Band gibt den besten Zugang zu seinem Werk.