Für eingefleischte McLeods-Töchter-Fans (wie mich) ist diese Staffel natürlich ein Muss, schon um zu sehen, wie es mit Stevie und Alex weiter geht. Drovers und alles was dazugehört macht einfach süchtig. Man kann einfach nicht anders, man will einfach wissen, wie es weiter geht.
In diesem Fall steht zunächst Jodie, die Halbschwester der nach wie vor in Argentinien weilenden Tess, im Mittelpunkt. Nach deren Weggang, tritt die Geschichte Stevies und Alex' wieder in den Vordergrund, dazu kommen einige neue Personen auf Drovers und Killarney und damit die ein oder andere Intrige bzw. Spannung. Mehr wird nicht verraten.
Der Fairness halber muss man aber auch sagen, dass diese Staffel mit der ursprünglichen Serie kaum noch etwas zu tun hat: Drover als Handlungsplatz ist geblieben, aber die Hauptdarsteller haben inzwischen so ziemlich komplett gewechselt und damit natürlich auch die Geschichten.
Insgesamt ist die gesamte Handlung etwas schnelllebiger geworden, es gibt mehr Handlungsstränge, die dann aber auch plötzlich wieder zu Ende sind. Die ursprüngliche Gelassenheit des Outback und das langsame Aufbauen der Handlung ist ein bisschen der Komplexität und Intrigität einer DailySoap gewichen, auch wenn das Ganze immer noch im Nirgendwo spielt. Da wird dem Zuschauer bisweilen recht viel zugemutet und aufgrund der Vielzahl der Personen, kann man die einzelnen gar nicht mehr so lieb gewinnen wie in den ersten Staffeln.
Schöne Bilder, tolle Musik und die Atmosphäre des australischen Outback gibt es trotzdem noch zu sehen und wer Fan ist, der bleibt es auch hier (weshalb ich auch vier Sterne gebe, auch wenn diese Staffel sie vielleicht nicht ganz verdient hätte).
Wer vorhat einer zu werden, sollte vielleicht besser mit einer der vorangegangenen (und besseren Staffeln) starten und sich dann langsam zu dieser hier vorarbeiten.