Ich bin ein Fan von Fitzhughs erstem Roman "Der Kammerjäger", einer turbulenten Verwechsklungskomödie. Auch in "McJesus" hat der Autor wieder eine schöne Verwechslung konstruiert, aber irgendwie sind ihm keine Gags dazu eingefallen. Ein Werbefachmann als Priester, der ein Obdachlosenasyl retten muss? Daraus ließe sich doch etwas machen! Leider agieren alle Figuren im Roman so, wie es vielleicht auch Menschen im wahren Leben tun würden - und das ist nett, aber nicht witzig. Schade, "McJesus" ist zwar ein Verwechslungsroman, aber keine Verwechslungskomödie. "Bruder Ty - Gott ist mein Broker" von Christopher Buckley und John Tierney, in dem ein ehemaliger Börsenmakler ein Kloster rettet, zeigt, in welch köstliche Situationen man die Helden einer solchen Geschichte bringen kann. "Bruder Ty" fehlen Fitzhughs raffiniert konstruierte Verwicklungen, es ist viel geradliniger, aber dafür ziemlich witzig.