Der Thriller "McCreadys Doppelspiel" von Frederick Forsyth ist in mancherlei Hinsicht ein für diesen Autor typisches Buch, sowohl in positiver als auch in negativer Hinsicht. Zum einen ist da natürlich einmal mehr die Tatsache, daß die Geschichten von Frederick Forsyth immer spannend und unterhaltsam sind; dies ist auch hier einmal mehr der Fall; man kann sich bei Forsyth eigentlich mit gutem Gewissen darauf verlassen, gut unterhalten zu werden und im Laufe des Buches immer mehr an die Handlung gefesselt zu werden; "McCreadys Doppelspiel" ist hier natürlich keine Ausnahme. Der zweite Punkt, der für Frederick Forsyth typisch ist, ist die genaue Recherche der wichtigen Details; dies macht die gesamte Handlung sehr plausibel und es damit dem Leser einfacher, sich in die Geschichte einzuleben, da sie wirklcih aus dem tatsächlichen Leben gegriffen zu sein scheint; außerdem ist man natürlich immer eher gewillt, einem Autor zu folgen, der seine Kompetenz deutlich unter Beweis stellt. Aber leider ist es auch typisch für die Bücher von Frederick Forsyth, daß der Autor sich, oder viel mehr seine politischen Überzeugungen nicht aus der Handlung seiner Romane heraushalten kann; bei ihm gibt es immer einen Kampf Gut gegen Böse, dabei sind die Guten immer die Amerikaner oder Briten, und die Bösen sind je nach Lage der Dinge russische Kommuniste, deutsche Nazis oder arabische Terroristen; dieses Muster geht einem mit der Zeit doch ein wenig auf die Nerven, und leider verschont uns Forsyth auch in "McCreadys Doppelspiel" nicht davor. Außerdem bietet dieser Roman dem Leser vieler Bücher Forsyths auch nicht mehr viel Neues, so daß der Unterhaltungswert ein wenig sinkt; es kehrt eine gewisse Routine ein. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)