"Wie? Was? Talco?" - das war meine Antwort, als mir vor ungefähr einem Jahr von einem Freund die Band Talco empfohlen wurde. Neugierig wie ich nun mal bin bestellte ich mir umgehend die CD "Mazel Tov", und war bereits nach den ersten Nummern hellauf begeistert.
Talco spielen tollen Ska-Punk, der nur eine Richtung kennt: geradeaus nach vorne. In Verbindung mit den italienischen Texten ergibt sich somit eine Mischung, die vor Power und Spielfreude nur so strotzt. Aber auch denjenigen, die wie ich der italienischen Sprache nicht mächtig sind, wird hierbei geholfen: im Booklet dieser CD findet man sowohl die italienischen, als auch die ins Englische übersetzten Texte. Diese drehen sich meist um politische Dinge, als auch um das Arbeiterleben.
Als Bonustrack findet man auf diesem Album auch den Song "St. Pauli" (italienische Version).
Zur Musik:
Als Haupteinfluss geben Talco die Band Ska-P an - und ich finde, das hört man auch. Nur müssen sich die Italiener gegenüber ihren bekannteren Idolen auch keinesfalls verstecken. Als großer Unterschied ist jedoch zu erwähnen, dass bei Talco der Ska-Anteil in den Songs wesentlich geringer ist. Es dominiert der Punkrock, sowie die Melodien der Bläser. In vielen Liedern kommt auch noch ein Keyboard, mit dem Klang eines Akkordeon zum Einsatz.
Somit klingen Talco für mich, als würde man Less Than Jake und Ska-P in einer Band vereinen.
Was ebenso heraussticht ist die exzellente Produktion. Hier wurde beim Abmischen und Mastern hervorragend gearbeitet.
Einziger Kritikpunkt ist für mich, dass das Album durch den ähnlichen Sound der einzelnen Songs dazu neigt, eintönig zu werden. Deshalb mein Vorschlag: immer wieder mal zwischendurch eine andere CD einzulegen, danach kann man "Mazel Tov" wieder hören, ohne dabei jegliche Langeweile zu verspüren.
Aber alles in allem ein grenzgeniales Album!