9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Sehenswerter Film mit dem jungen Shah Rukh über die einsame Träumerin Maya, 10. April 2010
"Maya Memsaab" (1993) basiert auf Gustave Flauberts Madame Bovary und wird international diskutiert, weil hier die einzige jemals gedrehte Kuss- und Erotikszene von Shah Rukh Khan zu finden sein soll. Tja - die Kuss-Szene wurde leider herausgeschnitten - und der Rest bleibt Geschmackssache. - Ehrlich gesagt finde ich die kurzen Erotikszenen klasse. Ich mag das Intensive, Verrückte und Hingegebene daran. Und die Geliebte mit Kissenfedern zu bewerfen hat was. - Perfekt gespielte Hollywood-Liebesszenen habe ich satt und den jungen Shah Rukh im Lover-Modus zu erleben lohnt den Film allemal.
Maya Memsaab hat aber mehr zu bieten. Ein modernerer und mutiger Film für indische Verhältnisse. Seinerzeit war das Thema Ehebruch dort noch hochbrisant und es gab Auseinandersetzungen mit der Presse. - Die Geschichte: Zwei Kriminalisten untersuchen den Tod der schönen Maya (Deepa Sahi). Im Rückblick wird ihre Vergangenheit beleuchtet. - Die verträumte Maya lebt seit dem Tod der Mutter allein mit ihrem Vater (Shreeram Lagoo), der sich Sorgen macht, wie er seine geistreiche Tochter verheiraten soll. Durch einen Unfall des Vaters lernt Maya den Arzt Charu Das (Farooq Shaikh) kennen. Beide verlieben sich und heiraten.
Die phantasiebegabte Frau wird jedoch durch den Ehealltag nicht zufriedengestellt. Der einfach gestrickte Mann versteht sie nicht und Maya erfindet merkwürdige Spielchen, um seine Aufmerksamkeit zu erlangen.
Auch Wohnungsumgestaltung und Geburt einer Tochter hinterlassen nur Leere. Maya sucht Erfüllung bei dem abgebrühten Rudra (Raj Babbar) und später bei dem jungen Lalit (Shah Rukh Khan). Rudra nutzt sie nur aus und nachdem er sich von ihr trennt, wendet sie sich Lalit zu, der sie früher schüchtern umwarb und mit dem sie nun leidenschaftliche Treffen teilt.
Maya zwingt sich zu einem Leben in der Realität, das anscheinend nicht ihrer Natur entspricht. Und als schließlich Schuldenlasten drücken, fühlt sie sich von allen im Stich gelassen.
Der Schluss: mystisch - und ganz "Maya" (Illusion). Überhaupt ist einiges verwirrend. Ich weiss nicht, ob es in der Absicht Ketan Mehtas lag, Maya teilweise als psychotisch oder unreif-naiv darzustellen. Vielleicht sollen eher Probleme träumerisch-sensibler Menschen aufgezeigt werden. - Jedenfalls ein Film mit schöner Ausstattung und Musik und teilweise gelungener Fotographie.
Deepa Sahi spielt mit ihrem sensiblen und schönen Gesicht ganz wunderbar die Maya - auch die versuchte Wandlung, die sich in der Kleidung zeigt - von Sari zu Leder.
Der Ehemann bleibt eher blass. Ein hilfloser Typ, der seine Frau nicht schützt. Aber die beschämende Szene, als der gedemütigte Charu seine Frau bei Lalit sucht, geht mir nahe.
Der junge Shah Rukh spielt bezaubernd den Schüchternen und den Leidenschaftlichen. Kein Film, den er heute verstecken müsste. Die Umarmung im Feuerkreis, der Kaktus als Geschenk (später Plastikblumen), die "Schneefrau", seine unbeholfenen und später besitzergreifenden Annäherungsversuche an die reifere Maya berühren mich.
Die DVD bietet für das Alter des Films noch eine relativ gute Bild- und Tonqualität. Aber ich finde im Hindi-Original weder englische noch deutsche Untertitel. Sehr ärgerlich für Leute, die darauf angewiesen sind. Die deutsche Synchronisation erscheint mir nicht so gut gelungen, zumal Mayas Stimme manchmal von der Musik überlagert wird. Aber zum ersten Verstehen des Films ganz o.k.
Zum Cover: Das Shah Rukh-Foto wurde seitenverkehrt abgebildet und das Mädel scheint mir eher Kashmira Shah statt die wunderbare Deepa Sahi zu sein. Ziemlich wenig Mühe für die Wiederherausgabe dieses erstaunlichen Films. Dennoch bin ich froh, dass er überhaupt wieder einem breiteren Publikum zur Verfügung steht. - Ein Film, der bei mir länger nachgewirkt hat. Auch ohne Kuss-Szene. Obwohl - schade.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Maya Memsaab, 19. Dezember 2010
Ich persönlich finde es sehr schwer, "Maya Memsaab" zu rezensieren. Ich kann nicht sagen,
dass ich diesem Film gar nichts abgewinnen konnte, allerdings finde ich gerade den Schluss
sehr verwirrend ... er lässt den Zuschauer meiner Meinung nach ein wenig im Regen stehen.
Die Thematik ist für damalige und eigentlich auch noch heutige indische Verhältnisse sehr
mutig (z. B. der Ehebruch und die viel diskutierte einzige "Sex-Szene", die Shah Rukh Khan
jemals gedreht hat...über die Umsetzung sollte sich jeder sein eigenes Bild machen).
Deepa Sahi spielt die unglückliche Maya, die aus der Monotonie ihrer Ehe in eine Fantasiewelt
und einige außereheliche Affären flüchtet, bis sie die Realität einholt.
Durch das ansprechende Schauspiel Deepa's und die filmische Umsetzung gelingt es sehr gut, den
Zuschauer in Maya's Welt einzubeziehen.
Farooq Shaikh als Maya's Ehemann konnte mich nicht so überzeugen (was vielleicht auch
ein wenig an seiner Rolle lag), während Shah Rukh Khan und Raj Babbar als Liebhaber ziemlich
überzeugend spielen.
Zu bemängeln habe ich den fehlenden deutschen Untertitel (auch wenn Pascal Breuer Shah Rukh
wieder seine Stimme leiht) und die Lieder. Diese waren teilweise sehr schrill in der Akkustik
(was bei älteren Filmen leider häufiger der Fall ist), so dass ich den Ton des öfteren auf ein
Minimum reduzierte.
Fazit: In meiner Shah Rukh Khan - Sammlung hat dieser Film sicher seine Berechtigung...für Neulinge
aber eher nicht zu empfehlen.
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1.0 von 5 Sternen
ähhh.. NEIN!, 10. Januar 2012
Ich erspare mir an dieser Stelle die Nacherzählung der Story. Für meine Bedürfnisse fehlt hier alles, was eigentlich einen Bollywoodfilm ausmacht. Die Synchronisation bei den Gesangsszenen ist schon fast unterirdisch, es fehlen die Untertitel, nix mit bunt und fröhliche Szenen. Alles ist grau und düster. Das Ende ist auch eher wirr, sodass man mit Fragezeichen zurück gelassen wird. Ich bin mir nicht sicher, wie ich auf die Idee kam diese DVD zu kaufen. Wahrscheinlich habe ich vergessen die Rezensionen zu lesen... Aber bei 5¤ kann man es überleben. Sonst ist er nicht empfehlenswert für jemand, der die gewohnten SRK-Filme mag.
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