Aus der Amazon.de-Redaktion
In
May endet die verzweifelte Sehnsucht einer jungen Frau schließlich in der Katastrophe. Ein ungewöhnlicher Horrorfilm zwischen Genreknaller und anspruchsvollem Arthaus-Kino.
Wegen einer Augenkrankheit schielt die kleine May seit frühester Kindheit. Anstatt mit der Abweichung umzugehen, bringt ihre Mutter sie dazu, eine auffällige Augenklappe zu tragen, die das sensible Mädchen schließlich in die Isolation treibt. Einziger Spielgefährte bleibt eine unheimlich aussehende Puppe, die unnahbar in einer Glasbox eingefasst, mit Argusaugen über das Kind wacht. Jahre später: May (Angela Bettis) ist äußerlich zu einer attraktiven jungen Frau herangereift, ansonsten hat sich erschreckend wenig verändert. Das scheue Mauerblümchen lebt zurückgezogen, und lediglich in der Tierklinik, in der sie als OP-Assistentin arbeitet, findet sie in Polly (Anna Faris) so etwas wie eine Freundin. Eines Tages läuft ihr der Filmstudent Adam (Jeremy Sisto) über den Weg, dessen Faszination für "schräge" Filme in May seine Entsprechung findet. Zwischen den beiden entspinnt sich eine behutsame Romanze, bis...
Erstlingsregisseur Lucky McKee, der auch das Drehbuch schrieb, gelingt mit May ein erstaunlich stilsicheres Debüt. Die Geschichte erinnert zwar in ihren Grundzügen an Genreklassiker wie Brian de Palmas Carrie, James Whales Frankenstein oder sogar Herschell Gordon Lewis' Blood Feast. Was auf der Plot-Ebene vielleicht wenig originell erscheinen mag, macht der Film jedoch durch eine bemerkenswerte künstlerische Reife wett. Der stilisierte Horror erinnert in seiner Präzision an Dario Argento, die einfühlsame Psychologisierung der Figuren an Todd Solondz' Happiness.
Dazu kommt die überragende schauspielerische Leistung von Angela Bettis in der titelgebenden Rolle. Ihre May ist sowohl verletzlich als auch beängstigend gefährlich. Die Szenen mit Jeremy Sisto schließlich, in denen sich ihre Sehnsucht nach Liebe auf beunruhigende Weise ausdrückt, sind schlichtweg grandios. Dass McKee den Film durchweg mit subtilem Humor inszeniert hat und am Ende vieles der Vorstellungskraft des Zuschauers überlässt, zeigt seine hohe filmische Intelligenz. May ist eine echte Entdeckung und nicht nur Genrefreunden ans Herz gelegt. --Thomas Reuthebuch
Kurzbeschreibung
"Die junge May ist das, was man ein stilles Wasser nennt. Von dunklen Kindheitstagen an ohne Kontakt zu anderen Menschen aufgewachsen, diente ihr eine unheimliche Puppe als einzig wahrer Freund in Jugendtagen. Nun, zur jungen Frau und OP-Helferin in einer Tierklinik herangereift, beginnt sie das andere Geschlecht zu faszinieren. Besonders der attraktive Adam hat es dem scheuen Mauerblümchen angetan. Als Adam nach anfänglichen Erfolgen ihre Annäherungsversuche brüsk zurückweist, zieht das stille Mädchen andere Saiten auf. Schließlich hat sie nicht umsonst Schneiden und Nähen gelernt."
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Die seit frühester Kindheit wegen einer kleinen Verunstaltung von mitleidlosen Zeitgenossen ausgegrenzte May fristet ihr Dasein als verkannte Chirurgieassistenz einer Tierklinik, wo sie als Fußabstreiferin dient. Einzige Konstante ihres einsamen Lebens bildet eine hinter Glas ruhende Puppe ihrer verschiedenen Mutter. Als die verschüchterte Außenseiterin vom anfangs interessierten Adam abgewiesen wird und ihre lesbischen Kollegin in ihr nur ein Lustobjekt sieht, brennen ihr die Sicherungen durch.
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Morbides psychologisches Seelengemälde in den düstersten Farben um eine bebrillte Neurotikerin ohne jede soziale Chance. Angela Bettis ("Die Prophezeiung") liefert eine furiose Show in einer mit blutigen "Frankenstein"-Motiven durchsetzten, tiefschneidenden Studie, die sich im wahrsten Wortsinn zum drastischen Finale hin von der Liebe verzehrt. Mit dabei sind Jeremy Sisto ("Angel Eyes") und Anna Faris ("Scary Movie"). Ein mit wenig Feingefühl gewählter Untertitel schreckt unnötig ab - "May" ist ein Juwel.
Blickpunkt: Film
Mauerblümchen May mutiert zur blutrünstigen Psychopathin, als ihre erwachenden Gefühle von einem Freund in spe unerwidert bleiben. Brillant-verstörende Studie über die Komplizenschaft von Liebe und Schmerz, die sich zum modernen "Frankenstein" aufschwingt.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Psycho-Horrorfilm über eine pathologisch-gestörte Außenseiterin, die sich ihren Traummann im Wortsinne selber bastelt.
Kurzbeschreibung
Die junge May ist das, was man ein stilles Wasser nennt. Von dunklen Kindheitstagen an ohne Kontakt zu anderen Menschen aufgewachsen, diente ihr eine unheimliche Puppe als einzig wahrer Freund in Jugendtagen. Nun, zur jungen Frau und OP-Helferin in einer Tierklinik herangereift, beginnt sie das andere Geschlecht zu faszinieren. Besonders der attraktive Adam hat es dem scheuen Mauerblümchen angetan. Als Adam nach anfänglichen Erfolgen ihre Annäherungsversuche brüsk zurückweist, zieht das stille Mädchen andere Saiten auf. Schließlich hat sie nicht umsonst Schneiden und Nähen gelernt.
Produktbeschreibungen
MCOne May - Die Schneiderin des Todes (neuer Preis!), USK/FSK: 18+ VÃ--Datum: 23.09.03