Das Debüt "Urban Hang Suite" von Maxwell muß man ebenso wie D`Angelo zu den ganz großen Überraschungen zählen, die inmitten der Masse von Swingbeat Produktionen und billigem R&B Geträller, der alles besitzt nur keine "Soul", wie Diamanten funkeln. 11 Tracks vereinen sich auf dem Werk zu einem Feuerwerk aus Gefühlen und Intimitäten, die sich ganz wundervoll und dezent ins Ohr setzen. Die Vokal Arbeit schafft Maxwell mit einer unheimlichen Leichtigkeit, die wirklich alles andere in den Schatten stellt. Fast möchte man dem Mann einen unheimlichen Swing attestieren (auf "Ascension: Don`t Ever Wonder"), wenn man dann nicht wieder Balladen wie "...Till The Cops Come Knockin`" oder "Lonely`s The Only Company" zu hören bekommt, die Maxwell ein gehöriges Maß an Intuition und Einfühlungsvermögen bestätigen. Es ist herrlich zuzuhören, wie die Musik, die immer Soul ist und bleibt, einmal kraftvoll und locker groovt, teils funky, teils jazzig und dann wieder in sich ruht, sanft durch die Boxen fließt und eine dichte Atmosphäre schafft. "Urban Hang Suite" ist ein großartiges Debüt und bewegt sich ganz sicher auf dem dünnen Eis, das Soul sein kann. Die unheimliche Süße des Albums fällt nie ganz in den Kitsch ab sondern beweist eine außerordentliche Reife und Entspanntheit, die man bei vielen anderen neuen Soul- Acts nicht im geringsten findet. Ebenso wie D`Angelo Album "Brown Sugar", wobei die beiden Alben sich auf ganz verschiedenen Ebenen bewegen, katapultiert sich Maxwell mit seinem Debüt in die oberste Soul Liga und erinnert an Größen wie Prince, Marvin Gaye oder Curtis Mayfield.