Auch die zweite Folge enthält eine Reihe an Raritäten. Unangenehm fällt auf, dass einige Titel hörbar von Schallplatten übernommen wurden. In manchen Fällen gibt es in der Tat kein Mastband mehr, sodass auf Vinyl zurückgegriffen werden muss. Leider wurde die Digitalisierung der Schallplatten allerdings nicht sonderlich professionell ausgeführt. Zum einen hat man einen Rausch bzw. Knisterfilter eingeschaltet, der allerdings so hart eingestellt ist, dass die Höhen unsauber und metallisch klingen. Gegen die zischenden S-Laute konnte man anscheinend nichts unternehmen, denn die stechen nach wie vor aus der Klangplörre heraus und verraten ihre Herkunft von der Schallplatte. Darüber hinaus wurde über sämtliches Material ein Kompressor/Limitereffekt gelegt, sodass alles extrem laut und wuchtig klingt. Das mag heute bei Ballermannproduktionen üblich sein, hier fehlt aber schlichtweg die Authenzität, da die Songs so nie veröffentlicht wurden. Völlig unverständlich ist das auf der Rückseite angegebene Kürzel "DDD", dass vollständig digitale Produktion von der Aufnahme über das Mastering hin zur CD suggerieren soll. Dieses war in den 80ern noch gar nicht üblich. Die Produktion ist bestenfalls als AAD zu werten. Das mangelhafte Mastering und diverse Klangverbesserer Plug-Ins machen diese CD nicht gerade zum Hörerlebnis. Im Gegenteil. Schade.