Erzählt wird die Geschichte vom neunjährigen Max, der seinen Weg zur Leichtathletik findet. Dabei geht nicht alles so glatt, wie er sich das vorstellt. Ohnehin stellt er sich ziemlich viel vor: Feen und Wölfe auf der Laufbahn, Bäume in der Weitsprunggrube. Gerade diese fantasievollen Kindergedanken machen das Buch zu einer vergnüglichen Lektüre, in der sich fast alles um Leichtathletik dreht, die aber keineswegs ein Sachbuch ist. Leser und Zuhörer begleiten Max: von seinem ersten Training bis hin zu seinem ersten Wettkampf- mit allen seinen Träumen, Ängsten, Hoffnungen, Niederlagen und Erfolgserlebnissen und wie er damit umgeht. Bis der Wettkampf wirklich kommt, muss Max noch einige Hindernisse überwinden.
Erzählt werden aber auch die Geschichten von den anderen Kindern im Leichtathletik-Training: von der ehrgeizigen Lena, für die Max schwärmt, von der zickigen Rike, die immer im Schatten ihrer Freundin steht und Max ärgert, vom sympathischen Besserwisser Nico, von Jakob, der sich nie traut und von Paul, der von den Eltern zum Sport geschickt wird, obwohl er keine Lust hat. Kinder, wie sie in realen Sportgruppen zu finden sind. Und deshalb sollen und können sich Kinder mit dem Buch und vor allem mit der Sportart Leichtathletik identifizieren. Einfach schön und passend sind die Zeichnungen von Fred Gemballa. Davon hätte es gerne noch mehr im Buch geben können. Trotzdem ist Max` erster Wettkampf" eine Abwechslung im Bücherregal neben allen fußball-, ballett- oder pferdelastigen Kinderbüchern.