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Max Weber: Die Leidenschaft des Denkens: Die Leidenschaft des Denkens. Mit Personenregister
 
 
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Max Weber: Die Leidenschaft des Denkens: Die Leidenschaft des Denkens. Mit Personenregister [Gebundene Ausgabe]

Joachim Radkau
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 1008 Seiten
  • Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG; Auflage: 3 (19. September 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3446206752
  • ISBN-13: 978-3446206755
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15 x 5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 428.138 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Joachim Radkau
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Der Historiker Joachim Radkau hat ein furioses Buch geschrieben - auch auf tausend Seiten nie ermüdend, überreich an spektakulären Einfällen und rasanten Gedankenkurven....Ein akademisches Naturereignis der besonders schönen Art." Stephan Schlak, Literaturen, 11/2005

"Nach fast achtzig Jahren die erste Weber-Biografie, die diesen Namen verdient. Eine umfassende Studie, die Leben und Werk des Titanen systematisch verknüpft und selbst Weber-Kennern neue Einsichten bietet." Andreas Anter, Neue Zürcher Zeitung, 18.10.05 "Eine verblüffende, atemberaubende Lektüre ... ein hochspannendes Buch, mit unvergeßlichen szenischen Schilderungen, wie in einem Roman, dank einer respektlosen, eigenwilligen wissenschaftlichen Zugangsweise und einem bemerkenswerten Einfühlungsvermögen in eine sehr kranke Psyche." Nils Minkmar, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.10.05 "Reich strömen die intimen Quellen: Joachim Radkaus große Biografie über Max Weber ist eine Glanzleistung mit Grenzen...In einer gar nicht hoch genug zu rühmenden Arbeitsleistung hat er sich nicht nur umfassende Übersicht über Webers gedrucktes Werk und das vieler seiner Zeitgenossen verschafft, sondern vor allem das riesige Nachlassmaterial minutiös ausgewertet." Gustav Seibt, Süddeutsche Zeitung, 10./11.12.05 "Joachim Radkau hat nun die erste sozusagen unabhängige Biografie vorgelegt, die den Quellenstand berücksichtigt. Und er setzt Maßstäbe. Mit beeindruckender Detailkenntnis, die sich vor allem auf die Auswertung einer Unmenge von Briefen stützt, präsentiert Radkau eine fesselnde Lebensgeschichte, die zudem die Epoche, in der sie sich abspielt, auf anschauliche Weise vergegenwärtigt und auch dem Werk, das ein Teil von ihr ist, zu größerer Tiefenschärfe verhilft." Magnus Schlette, Frankfurter Rundschau, 07.12.05 "Der Bielefelder Historiker Joachim Radkau hat eine ausgezeichnete, methodisch faszinierende Biographie des deutschen Soziologen Max Weber vorgelegt. [...] Joachim Radkau arbeitet brilliant heraus, in welchen Widersprüchen sich das Webersche Denken vollzog." Roger Köppel, Die Welt, 07.01.06

Kurzbeschreibung

Die erste umfassende Biographie Max Webers. Er erlebte an der Schwelle vom 19. zum 20. Jahrhundert die Rationalisierung aller Lebensbereiche und machte dies zum Thema seines Lebens. Er erforschte, wie sich der Mensch von der Natur entfernte und an ihre Stelle die Systeme der Politik und der Wirtschaft stellte. Nach seiner Heirat mit der Frauenrechtlerin Marianne Weber traf sich in seinem Heidelberger Salon die intellektuelle Elite seiner Zeit. Joachim Radkau verbindet Leben, Werk und Zeit Max Webers zu einem spannenden Panorama.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unfreiwillige Demontage? 8. Februar 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Überwältigt von der Flut der Einzelheiten und Details ist der Leser zunächst einmal damit beschäftigt, einen roten Faden zu erkennen, der den zahlreichen Angaben aus Briefen, Selbstzeugnissen und zeitgenössischen Schilderungen eine erkennbare Ordnung gibt. Dies ist eine anspruchsvolle Aufgabe, da diese 1000-seitige Biographie ausschließlich durch vom Autor mit unscharfen Begriffen bezeichnete Assoziationsfelder gegliedert ist.

Was völlig fehlt, ist eine zusammenhängende Darstellung der Kernaussagen in Webers Werk, eine nachvollziehbare Verknüpfung mit ihrem historischen und biographischen Hintergrund und vor allem eine einigermaßen klare Vermittlung ihrer Wirkungs- und Rezeptionsgeschichte.

So kommt es, dass der Leser nach 500 Seiten geduldiger Lektüre immer noch nicht erfahren hat, worin die gewaltige intellektuelle Leistung Max Webers denn bestanden hat und wie sich die Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaft vor seiner Zeit von der Soziologie nach seinem Wirken nun eigentlich unterscheidet. Webers originärer Beitrag zur Entwicklung seiner Fachgebiete bleibt völlig unklar.

Das Bild Max Webers verdichtet sich bis zu diesem Punkt zu einem zwar erfolgreichen Wissenschaftler, der aber in erster Linie durch sein überzeugendes Auftreten und sein legendäres Charisma wirkt und weniger durch den Inhalt seiner Arbeit. Er schreckt nicht davor zurück, meinungsstarke Behauptungen, steile Thesen und gefühlte (sic!) Erkenntnisse als wissenschaftlich belegt darzustellen und missbraucht damit seine Autorität (Freiburger Antrittsvorlesung).

Zudem stimmt er in schwer erträglicher Weise in die chauvinistische, kraftmeiernde Retorik der wilhelminischen Vorkriegszeit ein, vertritt sozialdarwinistische Thesen und protzt mit seiner angeblich unerschöpflichen (in Wirklichkeit bald zuneige gehenden) Vitalität. Mehr als einmal hat der Leser Anlass zu der Vermutung, es handle sich hier um einen untauglichen Versuch Webers, seine schwerwiegenden sexuellen Probleme zu kompensieren.

In der zweiten Hälfte der Biographie relativiert sich dieses Bild (falls der Leser so lange durchgehalten hat). Weber wendet sich nachdrücklich gegen die Einführung von Werturteilen in die wissenschaftliche Arbeit, tritt für die Frauenrechte ein und erschließt sich neue Fachgebiete, in denen er Pionierarbeit leistet (Stichwort Musiksoziologie).

Parallel dazu werden immer neue Details aus der familieninternen Kommunikation zutage gefördert. Dabei setzt der Autor anscheinend eine genaue Kenntnis vieler Personen in Webers sozialem Umfeld voraus, denn sie werden erwähnt und treten handelnd, Briefe schreibend und Meinungen verkündend auf, ohne dem Leser zuvor einmal vorgestellt worden zu sein. Vom Katheder herab höre ich nun den Einwand, dass der Autor dies wohl bei einem durchschnittlich gebildeten Leser voraussetzen zu können glaubte. - Pardon? Wo hätte der Leser diese Kenntnisse denn erlangen sollen, wenn nicht durch die Lektüre einer klar gegliederten und auf das Wesentliche konzentrierten Biographie.

Eine solche liegt hier leider nicht vor. In sofern kann ich die Meinung meines Vorredners, der Biograf sei seinem Thema nicht gewachsen, nun etwas besser verstehen, wenn ich sie auch nicht teile. Es fehlt hier wohl eher an der Bereitschaft, den Stoff wirklich zu durchdringen und eine eigenständige Arbeit vorzulegen anstatt an Zeitzeugnissen zu kleben.

Der Nutzen dieses durch seinen Umfang beeindruckenden Werkes liegt vor allem in der Fülle des Stoffes, die es möglicherweise zu einem schätzenswerten Kompendium für Sammler und Spezialisten macht. Für eine Annäherung an die Person und das Werk Max Webers eignet es sich nicht.
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17 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von FrizzText HALL OF FAME REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Max Weber, akzeptabler in den Augen des Kapitalismus als ein Karl Marx, hat versucht den empirisch begründeten denkerischen Realismus in Philosophie und Wissenschaftstheorie konsensfähig einzuführen - und wurde somit zu einem weltberühmten Urmeter der Soziologie - von großen Teilen der Sozialdemokratie genauso verehrt wie auch von Philosophen wie Karl Popper. Besonders den scharf und zynisch herausgeschnitzten Zusammenhang zwischen bigotter Frömmigkeit, puritanistischer Sexualenthaltung und Verschiebung psychischer Energien hin zum Arbeitswahn des überfleißigen Menschen, der dem idiotischen Glauben nachrennt, Gott würde im Himmel für die wirtschaftlich Erfolgreichen besonders schöne Plüschsessel bereithalten - dieser psychischen Vernetzung hat Max Weber eine unauslöschlich evidente und bissige Beschreibung an den Leib geheftet. Dies ist kein verstaubtes Wissen: Betrachtet man die gegenwärtige Macht des "Bible Belt" im Süden der USA, der sich selbstgefällig suhlt in dem Gefühl, von Gott gesandter Weltpolizist und erfolgreicher Öl-Industrieller gleichzeitig sein zu müssen (am besten umgeben von einer mormonisch-friedlichen Schar von Frauen, die einem einzigen Familienvater zu Diensten sind) - diese evangelistisch-größenwahnsinnige Politik, die uns derzeit womöglich in einen Kreuzzug der Neuzeit zerrt: dies zeigt, wie ungeheuer bedenkenswert eine Wissenschaftler-Persönlichkeit wie Max Weber war und immer noch ist - solange, bis es der letzte Amerika-Korrespondent begriffen hat zumindest. Weber war es zum Verdruss, dass dem Calvinismus derart gut gelungen war, Religiosität und wirtschaftliches Erfolgsstreben miteinander ideologisch zu verquirlen, so dass niemand mehr in der Lage schien, es wieder voneinander zu trennen. Die Schweiz (der Plattform des Herrn Calvin) fährt mit diesem Verschmelzungszustand (wirtschaftlich) bis in die heutigen Tage beneidenswert gut. Jean Ziegler leidet darunter heute wie damals ein Weber. Etwas verwirrend ist, dass der Weber-Biograph Radkau eine Parallelsetzung vollzieht zwischen Webers Religions- und Kapitalismus-Kritik einerseits und Webers Sexualleben andererseits. Es mag sein, dass ihm seine Ehefrau puritanisch, verklemmt, calvinistisch, sexualfeindlich vorgekommen ist. Es mag auch sein, dass die Geliebten, die er sich später zulegte, ihn ein Paradies nicht nur erahnen sondern gar irdisch bereits erleben ließen, auf welches moderne Frömmler erst im Jenseits hoffen dürfen; dort sind es zwar sogar sieben Jungfrauen und nicht bloß zwei, aber dafür muss man die Leistung erbracht haben, sich aus Frömmigkeit in die Luft gesprengt zu haben. Ganz so viel an Unterwürfigkeit verlangt der Kapitalismus ja nicht von seinen Gefolgsleuten. Aber Radkaus Methode, sexualpsychologisch den Max Weber auf dem Seziertisch der überraschten Öffentlichkeit auszubreiten, hat den Verdacht an sich, dass hier von der eigentlich wissenschaftlichen und überaus nutzvollen Thesen Webers abgelenkt werden soll. Deshalb sei sie des Widerspruchsgeistes wegen noch einmal deutlich wiederholt: Die Verquickung der mächtigen Megaphilosophien Religion und Kapitalismus ist eine historische Katastrophe. Danke Max Weber. Radkau sollte lieber für die Boulevardpresse schreiben. Er begreift den Gegenstand seiner Betrachtung nicht.
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