Pressestimmen
"Margolicks schriftstellerische Arbeiten strahlen Kraft, Grazie und Würde aus." (New York Times Book Review)
Kurzbeschreibung
"Dass ich zum Idol wurde, verdanke ich mehr der Zeit als mir selbst." MAX SCHMELING
1936 und 1938 kämpfen zwei Boxchampions um den Weltmeistertitel im Schwergewicht. Durch technischen K.o. besiegt Schmeling 1936 den bislang ungeschlagenen Joe Louis. Die NS-Propaganda feiert den Sieg über den "braunen Bomber" als Beweis "arischer Überlegenheit". Zwei Jahre später schlägt Joe Louis seinen Gegner bereits in der ersten Runde k.o. - und die Nazis lassen den umjubelten Helden fallen. David Margolick gelingt eine meisterhafte Darstellung dieser sportlichen wie hochpolitischen Auseinandersetzung. Diese beiden Kämpfe begründeten den Ruhm des deutschen Sportidols, dessen Leben in den Nachkriegsjahren für viele Vorbildfunktion hatte.
Am 2. Februar 2005 stirbt Max Schmeling, eine Jahrhundertgestalt des deutschen Sports, in dessen langem Leben sich Epochen spiegeln: Weimarer Republik, Faschismus, Zweiter Weltkrieg sowie Wiederaufbau und Wirtschaftswunder. Schmeling war kein Faustkämpfer im üblichen Sinne, nur Sportfreunden vertraut, er wurde eine Person der Öffentlichkeit, eine politische Figur. David Margolick zeigt in seiner fesselnden Biographie, wie politisch brisant Schmelings Kämpfe gegen Joe Louis waren: 1936 schickte er den bislang ungeschlagenen "braunen Bomber" auf die Bretter. Die schwarze Öffentlichkeit in den USA war am Boden zerstört, Joseph Goebbels und die anderen Nazigrößen dagegen werteten freudig bewegt diesen Sieg als Beweis für die Überlegenheit der arischen Rasse. Margolicks Buch führt uns hinein in die elektrisierenden Tage kurz vor dem zweiten Kampf zwischen Weltmeister Max Schmeling und seinem Herausforderer Joe Louis. Die Revanche im Yankee-Stadion am 22. Juni 1938 endete für Schmeling mit einem Fiasko: Joe Louis schlug ihn nach zwei Minuten und vier Sekunden k.o. Diese Niederlage aber konnte seinen Ruhm nicht schmälern: Er blieb bis zu seinem Tod das unbestritten größte Sportidol der Deutschen. Auch in den USA blieb sein Name unvergessen. 1991 wurde er als erster Deutscher in die "Hall of Fame", die Ruhmeshalle des Boxsports, aufgenommen.