Wer die Musik Max Regers schätzt, ahnt schon, dass er mit einem genialen aber zutiefst problematischen Komponisten zu tun hat. Wie schön, dass Frau Reichelt diese missverstandene und fast (zu Unrecht) vergessene Persönlichkeit zum Gegenstand eines biographischen Romans gemacht hat. Was dabei herausgekommen ist, ist eine gut recherchierte Erzählung, die auch die Sympathie der Autorin für den Menschen und die Bewunderung für den Musiker, Ehemann und Sohn Reger, deutlich macht.
Es ist auch ein Buch für all jene, die sich für die europäische Musikszene des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts interessieren. Fazit: Sehr lesenswert und unbedingt zu empfehlen.