Ein durchaus gelungener und solide umgesetzter Familienfilm nach einem Jugendbuch von Holly-Jane Rahlens.
Die zwölfjährige Nelly-Sue Edelmeister ist eigentlich wie alle anderen Mädchen in ihrem Alter. Sie schwärmt für den fernen Prinz Edouard von Luxemburg, der wie sie ihr Interesse für die Astronomie teilt, hat Stress mit ihrer ständig nervenden Mutter und mit einigen ätzenden Mitschülern. Ein paar Dinge sind aber auch etwas anders. Auf Grund ihrer Begabung hat sie eine Klasse übersprungen. Für ihre Schulkameraden/-innen ist sie nur die Streberin, die "Einstein-Edelmeister". Auch körperlich ist sie den anderen um einiges hinterher. Richtige Freunde hat sie dort keine. Ihre jüdische Mutter bedrängt sie ständig, ihre Bat-Mizwa zu machen, obwohl weder sie noch Nelly wirklich relegiös sind. Widerwillig besucht Nelly nach der Schule deshalb auch noch den Hebräisch-Unterricht.
Da ergibt sich zufällig die Möglichkeit, in die Mädchenbasketball-Mannschaft aufgenommen zu werden. Nicht das Nelly an Basketball etwas liegen würde. Die Mannschaft ist aber zu einem Tunier nach Luxemburg eingeladen, bei dem "ihr" Prinz Edouard Schirmherr ist. Da muss sie einfach dabei sein.
Dumm nur, dass sie viel zu klein und ganz Wissenschaftler total unsportlich ist. Aber für Nelly gibt es kein Problem, dass sich nicht durch Verstand lösen lässt. So engangiert sie Max, einen Jungen aus ihrer Nachbarschaft, ihr Basketball beizubringen. Im Gegenzug erledigt sie seine Hausaufgaben und gibt ihm obendrein das Geld, dass sie von seiner Mutter für die Nachhilfestunden bekommt, die sie eigentlich Max geben soll. Dafür schwänzt sie sogar Hebräisch. Max ist anfangs allerdings wenig begeistert von Nelly. Aber Geschäft ist Geschäft.
Das führt zu allerlei vergnüglichen Verwicklungen, die nett anzusehen sind. Besonders als die Sache dann auffliegt. Aber auch ernste Töne werden angeschlagen, so die Trennung der Eltern oder Nelly's gespanntes Verhältnis zu ihrer Mutter.
Aber obwohl die schauspielerischen Leistungen der Darsteller gut und glaubwürdig sind und auch die technische Umsetzung im Film gut gelungen ist, fehlt mir doch ein bisschen der gewisse Zauber, der einen Film zu etwas besonderem macht. Deshalb von mir auch nur gute drei Sterne. Doch besser selbst ansehen und eigenes Urteil bilden. Sicherlich nicht der schlechteste Jugend-/Familienfilm.