Als erstes, wenn man die ansprechend eingebundenen Bücher in den Händen hat, schaut man hinein und blättert diese durch.
Max und Micha. Die Junior-Detektive vom Wolfgangsee. Band 2: Das unbekannte Flugobjekt und
Max und Micha. Die Junior-Detektive vom Wolfgangsee. Band 1: Die Trickdiebe von Bad IschlMan erfährt etwas über den Autor und fragt sich als unbedarfter Leser, na nun, wie kommt er als Norddeutscher dazu, Geschichten über die Umgebung des Wolfgangsees in Österreich zu schreiben.
Es muß als jemand sein, der seine Liebe zu diesem schönen Fleckchen Erde im Urlaub einmal entdeckt hat und den es immer wieder dort hin zieht. Es muß ein Mensch sei, der naturverbunden ist und der den Leser anregen möchte, auch einmal dorthin zu fahren, was durch die Photografien, die einen Einblick in die liebliche Landschaft geben, dokumentiert wird.
Aber später beim Lesen erfährt man, daß diese Bilder ja mehr aussagen sollen. Sie sollen dem Leser nämlich vermitteln, wo sich alles abgespielt hat und welche Wege die beiden Detektive gegangen sind, um zur Lösung ihres Falles zu kommen. Das alles ist sehr schön aufgemacht und erleichtert dem jugendlichen Leser das Lesen.
Aber nun zu den Geschichten selbst. Das alles hat der Autor sehr lebendig, fesselnd und wirklichkeitsnah beschrieben. So bleibt es nicht aus, daß man diese Bücher ungern aus der Hand legt, bevor man nicht die Lösung erfährt.
Mir gefällt mir, daß der jugendliche Leser alles gut versteht und gleichzeitig seinen Wortschatz erweitern kann.
Beispielhaft sei hier die Beschreibung der Wohnküche im Herrenhaus herausgegriffen. So heißt es hier
.... ein von der Decke herab hängender schmiedeiserner Leuchter
.... Einrichtungsgegenstände aus massivem, gebürsteten Zirbelholz
.... eine kunstvoll verzierte Anrichte
.... ein wieder restaurierter, dreigliedriger eiserner Küchenherd.
Aber es sind auch die Dialoge, die beeindrucken. Werden sie zwischen den beiden jungen Dektektiven, Max und Micha, geführt, so sind sie auf jugendliche Leser zugeschnitten. Der Autor ist aber auch zuhause in dem österreichischen Landesdialekt, den wir auch oft in den Dialogen wiederfinden.
Aber nicht nur die schöne Landschaft, die freundlichen Menschen und der wohlklingende österreichische Dialekt haben es dem Autoren angetan. So bezieht er den landesptypischen Marillengeist in seine Detektivgeschichte "Das unbekannte Flugobjekt" mit ein, wobei er selbst auch auf die Herstellung dieses köstlichen Getränks eingeht.
Die beiden Bücher "Die Trickdiebe von Bad Ischl" und "Das unbekannte Flugobjekt" sind also zwei gelungene Detektivgeschichten, die nur zu empfehlen sind.