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Aus: Max und Mäxchen und Phocida - die kleine Robbe
Weit entfernt vom Festland liegt eine Insel. Winzig klein ist sie. Bäume, Sträucher oder Gras gibt es nicht. Leben gibt es aber doch. Eine große Robbenfamilie ist hier zuhause. Robben werden auch Seehunde genannt. Deshalb nennen die Küstenbewohner diese Sandinseln Seehundsbänke.
Mama, ich möchte noch mit meinem Freund Blubber im Wasser spielen, darf ich?, fragt das Seehundbaby Phocida.
Liebevoll streichelt Mutter Robbe mit ihrer großen Flosse dem Baby über das kurzhaarige, dichte Fell. Ja, aber nicht mehr lange! Der Himmel kündigt uns einen schweren Sturm an.
Phocida verspricht, vor Beginn des Sturms zurückzukommen und ruft zu ihrem Freund: He, Blubber, komm, wir wollen um die Wette schwimmen!
Der konnte auch nur Blubber heißen, überlegt eine der Robben halblaut. Bei dem ist die Unterhautfettschicht fast dreimal dicker als bei den anderen Babys in unserer Kolonie.
Pinipedia, die Mutter von Blubber, hat das gehört. Zornig watschelt sie zu ihrer Schwester. Hast du etwa gerade über meinen Sohn gelästert, Phoca?
Robbe Phoca schüttelt den Kopf. Gelästert? Nein! Mich beeindruckt immer wieder die Größe deines Jungen. Auch sein enormer Appetit. Er hat doch dauernd etwas zwischen den Zähnen. Hier gibt es Fische, Krabben und Krebse im Überfluss. Niemand muss sich Vorräte anlegen. Du solltest es Blubber abgewöhnen. Es sieht sehr gierig aus.
Ach, was gierig! Besser ein wenig pummelig als so ein mickriges Dingelchen wie deine Tochter. So etwas hat es seit 35 Millionen Jahren nicht mehr gegeben!, antwortet Pinipedia wütend und gesellt sich zu den anderen Robben.
Was meint sie mit 35 Millionen Jahren?, fragt Phoca verwundert.
Nun, so lange gibt es Seehunde auf dieser Welt, meine Liebe, erklärt Vater Robbe lächelnd.
Phocida und Blubber haben von diesem Wortgeplänkel nichts mitbekommen. Übermütig werfen sie sich in die hohen Wellen. Wie ein Pfeil sausen die beiden Freunde durch das Meer. Immer weiter entfernen sie sich von der Sandbank.
Phoci, komm hierher! Ich habe was Tolles gefunden. Eine riesige Holzplanke. Darauf lassen wir uns zur Sandbank zurücktrei¬ben. Einverstanden?
Aber es ist gar nicht so leicht, auf das Holz zu klettern. Immer wieder rutschen die Robbenbabys ab. Phocida schafft es. Stolz sitzt sie da, schaut auf Blubber hinab.
Ich glaube, du bist zu schwer. Am besten du bleibst im Wasser. Du kannst mein Boot gerne schieben. Möglichst bis nach Hause. Das Wassertoben hat mich sehr ermüdet. Du hast doch viel mehr Kraft als ich, Blubber. Tust du mir den Gefallen?
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