Pressestimmen
»Zeichnet Diskretion diese Biografie aus, so gehört Schütt auch nicht zu den Autoren, die ihre Erkenntnisse wie Trophäen präsentieren. Und weil er nicht nur die Spuren dieses Lebens erforscht hat wie noch keiner zuvor, sondern auch das historische Umfeld mit grosser Kenntnis ausleuchtet, ist seine Biografie eines Aufstiegs überdies das Zeitbild einer bisweilen sehr fern und sehr fremd anmutendenen Epoche.«
(Roman Bucheli
Neue Zürcher Zeitung )
»Unangestrengt verbindet Schütt Leben und Werk, ohne dass der Eindruck unvermeidlicher Determinierungen entsteht. … Diese Biographie ist die wichtigste Neuerscheinung zum Frisch-Jubiläum.«
(Wolfgang Schneider
Frankfurter Allgemeine Zeitung )
»Aber Schütt legt nicht einfach eine Materialsammlung vor: Er verknüpft und verbindet das entstehende dichterische Werk stets mit konkreten Ereignissen und Episoden, das Private mit dem Politischen, alles in einer sehr lebendigen, packenden Sprache. Ein exemplarisches Stück Biografie.«
(Roger Anderegg
SonntagsZeitung, Zürich )
»Der gewichtigste Beitrag zum Frisch-Jahr ist zweifellos die Biografie von Julian Schütt. … Schütt presst seinen Mann nicht auf das Prokrustesbett einer These, sondern folgt geduldig und sorgfältig dem, was die Dokumente hergeben. … so genau wie hier hat man den Autor noch nie kennenlernen dürfen.«
(Martin Ebel
Deutschlandfunk )
»Bis dahin (Veröffentlichung von Stiller) reicht auch diese Biografie, die in ausdrucksvoller Weise, die Zerrissenheit und Mühen eines schreibenden Menschen schildert, den die Leser bis dahin meist nur als Autoren kannten.«
(
Gnostika )
»Das wichtigste Buch zum Frisch-Jubiläum ist ohne Zweifel Julian Schütts Max Frisch, Biographie eines Aufstiegs, 1911 – 1954. Seite für Seite ist dieser Band getrüffelt mit unpublizierten Frisch-Zitaten. Schütt kennt die Archive, die Briefe, die Zeugen, und er setzt vieles in neues Licht. … Er schreibt elegant, fassbar, diskret.«
(Andreas Isenschmid
Die Zeit )
»Was macht Schütts 500-Seiten-Opus zu etwas Besonderem? Die gründliche Auswertung aller Quellen, auch der schwer zugänglichen. Die Erinnerungen von Weggefährten. Die neue, höhere Bewertung von Frischs Frühwerk. Und die leichte Lesbarkeit, der angenehme Stil.«
(Uwe Stolzmann )
Kurzbeschreibung
Max Frisch ist der meistgelesene Schriftsteller der Schweiz, in Deutschland verkaufen sich seine Bücher in Millionenauflage. Nun zeichnet die bisher gründlichste Biographie Frischs Aufstieg bis in die Mitte der fünfziger Jahre seines Jahrhunderts nach. Julian Schütt, einer der besten Kenner von Leben und Werk des Schweizer Autors, wertet dafür erstmals alle zugänglichen Quellen aus, darunter zahlreiche bislang unbekannte Briefe, Notate und Dokumente, und er hat mit vielen Zeitgenossen und Weggefährten des Dichters gesprochen. Lebendig und anschaulich erzählt er, wie Max Frisch zum Weltautor wurde. Beide Weltkriege suchen ihn heim, auch wenn seine Heimat, die Schweiz, verschont bleibt. Der erste Krieg trübt die eigene Kindheit, beschädigt das Familienleben, der zweite zertrümmert sein schriftstellerisches Selbstverständnis. Fortan setzt er sich verschiedensten Realitäten aus, solange sie noch »glühende Objekte« sind: den Ruinen der kriegsversehrten Länder genauso wie der Liebe. Er holt das exakte Beobachten nach, sodaß er bald auffällt und die Beobachteten irritiert. Es entstehen längst zu Klassikern gewordene Werke wie "Graf Öderland", das "Tagebuch 1946-1949" und "Stiller". In ihnen zeigt Max Frisch auf einzigartige Weise, daß Politik und Literatur keine Gegensätze sein müssen – dabei geht er, der große Identitätssucher, stets vom Ich und oft vom eigenen Ich aus, obwohl er es jedesmal als Glück empfindet, wenn er sich fremd ist.