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Maus [Taschenbuch]

Art Spiegelman
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

3. März 2008
Die Geschichte von Maus veränderte über Nacht die Geschichte des Comic Strips – aus Kult wurde Kunst. Berichtet wird die authentische Lebensgeschichte des polnischen Juden Wladek Spiegelman. In Queens, New York, schildert er seinem Sohn die Stationen seines Lebens: Polen und Auschwitz, Stockholm und New York, er erzählt von der Rettung und vom Fluch des Überlebens. Art Spiegelman hat diese Geschichte aufgezeichnet, indem er das Unaussprechliche Tieren in dem Mund legt: Die Juden sind Mäuse, die Deutschen Katzen.

»Ein Jahrhundertwerk!«
taz

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 300 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 8 (3. März 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596180945
  • ISBN-13: 978-3596180943
  • Originaltitel: The Complete Maus
  • Größe und/oder Gewicht: 23 x 15,6 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 7.071 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Art Spiegelman ist 1948 in Stockholm geboren. In seiner frühen Kindheit emigrierte er mit seinen Eltern, beide Überlebende der Shoah, in die Vereinigten Staaten von Amerika. Art Spiegelman arbeitet, neben seiner Tätigkeit als Comic-Zeichner, als Illustrator für diverse Magazine, gibt zusammen mit seiner Frau Francoise Mouly das avantgardistische Comic-Magazin »Raw« heraus, lehrt an der New York School of Visual Arts und ist als künstlerischer Berater mehrerer Firmen tätig. Spiegelman lebt in New York mit seiner Frau und seinen zwei Kindern.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grosse Literatur 1. Januar 2009
Von T. Roeder
Format:Taschenbuch
Als ich das erste Mal die DDR besucht habe, wurde an der Grenze meine kleine Sammlung "Micky Maus" als kapitalistische Propaganda beschlagnahmt. Das die DDR solche Angst vor bestimmten Comics hatte, habe ich damals nicht verstanden- denn ich war jung, und habe einfach nicht gewusst, welche Macht Bilder und Worte gegen Ideologien und Weltvorstellungen richten konnte. Wenn man sich Art Spiegelmans Graphic Novel "Maus - die Geschichte eines Überlebenden" ansieht, dann kann ich heute sehr gut verstehen, welche Kraft von einem Graphic Novel/Comic; Roman ausgehen kann- denn im eigentlichen Sinne bedient sich Art Spiegelmanns sowohl verschiedener Handwerkstechniken des Comics, als auch einigen literarischen/ postmodernen Techniken des Romans.

"Maus - die Geschichte eines Überlebenden" erzählt die Geschichte von Art Spiegelman und seinem Vater Wladek als eine Rahmenhandlung, in der es um das Verhältnis von Vater und Sohn geht (sowie um die Lebenssituation der beiden) und in der Art Spiegelman seinen Vater bittet ihm seine Lebensgeschichte aus der Zeit des Holocaust zu erzählen. In einer Binnenhandlung werden dann die Erzählungen des Vaters von Art Spiegelman in Zeichnungen und Texte umgesetzt und an zwei Stellen die Texterstellung selber problematisiert. Dabei sind beide Ebenen eng miteinander verbunden, einerseits über die Mutter, die 1968 Selbstmord begangen hat und die im Leben des Vaters in beiden Zeiten und im Verhältnis zum Sohn eine Rolle gespielt hat, und über viele Photos, über Schmuck und den Verhaltensweisen des Vaters, der immer noch spart und versucht auf alles vorbereitet zu sein. Diese Verhaltensweisen des Vaters, die eng mit seinen Erfahrungen aus dieser Zeit zusammenhängen, werden beim alten Wladek Spiegelman reflektiert und manchmal in Frage gestellt, als z.B. die Vorurteile Wladek Spiegelmans gegen Schwarze deutlich werden.
Gleichzeitig erzählt Spiegelman die Geschichte seines Vaters, indem er ihn erst seine Frau kennenlernen lässt (und vorher eine Geliebte), die Geschichte vor dem Angriff der Deutschen auf Polen, seinen Vater als polnischen Soldaten und dann die Geschichte der Verfolgung, der Versuche aus dem Land zu gelangen, der Beginn der Lager, die Deportationen und dann wie die Eltern getrennt nach Auschwitz kommen.

Handwerklich zititert Spiegelman einerseits auf die rassistische Propaganda der Nazis zurück, indem er die Juden als Mäuse darstellt, ein Verweis auf die Ungezieferbezeichnungen der Nazis, und ihnen das Gesicht nimmt, indem er alle Juden das gleiche Gesicht gibt. Die unterschiedlichen Figuren sind nur an ihrer Kleidung zu erkennen und an dem was sie sagen.
Aber nicht nur den Juden wird ein Einheitsgesicht und ein Tier zugeordnet: Die Deutschen sind Katzen, die Franzosen Frösche, die Amerikaner Hunde, die Polen Schweine, die Schweden als Elche, die Roma/Sinti als Nachtfalter, die Engländer als Fische und die Russen Bären. Diese Darstellung der Polen hat dort für viele Probleme mit dem Roman gesorgt, obwohl Spiegelman mehrfach betont hat, dass diese Darstellung sich an großen Comicfiguren wie Miss Piggy anlehnt und darauf verweist, dass viele Polen sehr positiv dargestellt werden. Was er wohl unterschlägt, ist das er auch hier die Propaganda der Nazis zitiert, wie er das im Text für die Franzosen einmal klärt, indem er seiner fanzösisch Frau erklärt, warum Franzosen keine Kaninchen werden, sondern Frösche. (Kinder eines polnischen Judens mit einer Deutschen haben übrigens ein Mausgesicht mit Streifen, und wenn Wladek Spiegelmann sich verkleidet, dann setzt er eine Maske auf- entweder eine Schweine- oder eine andere Maske).

Insgesamt handelt es sich bei Art Spiegelmans Graphic Novel "Maus - Die Geschichte eines Überlebenden" um ein Porträt des Vaters und eine Familiengeschichte in Zeiten des Holocaust. Wie gelungen diese Graphic Novel ist, zeigt nicht nur die Verleihung des Pulitzer Preises, wenn auch in einer etwas seltsamen Kategorie, sondern das Unbehagen, wenn man sich langsam in diese Geschichte einliest, und dann nicht mehr von ihr lassen kann, während sich immer wieder eigene Fragen an die Geschichte anschließen, mal beantwortet werden, mal offen bleiben, wenn nach und nach immer mehr Haltungen, Positionen, Schicksale auftauchen und letztlich ein volles Panorama über diese Zeit auftaucht, und über Art Spiegelman und seinen Vater.
"Maus - Die Geschichte eines Überlebenden" ist aus vielen Gründen eine der gelungensten Werke über den Holocaust, und ich kann es immer wieder nur empfehlen. Zudem wird in dieser Graphic Novel, einem illustrierten Buch nach Definition, klar, welche Möglichkeiten dies bietet und das viel zu lange Comics und Graphic Novels der Kunstcharakter abgesprochen wurden.
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47 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbegreiflich und doch wahr... 8. März 2008
Von Nelke
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Unglaubliche Geschichte, primitiv gezeichnet. Doch genau so soll es sein und nicht anders. Ich habe noch nie einen packenderen Comic gelesen.

Art Spiegelman will die Geschichte eines jüdischen Opfers des NS-Regimes möglichst authentisch darstellen. Also fragt er seinen Vater, Wladek Spiegelman. Dieser erzählt ihm dann seine persönliche Geschichte.

Mehr kann ich nicht verraten.
Wüsste ich nicht, dass dies wirklich so geschehen ist, würde ich die Geschichte als "unglaublich" und "übertrieben" beschreiben.

Wladek Spiegelman geriet so oft in die Falle, in Lebensgefahr, kam ins KZ, erkrankte an Typhus, ging durch die Gaskammer... und er hatte so unglaubliches Glück(?) dass er all das irgendwie überlebt hat. Mutig und ungebrochen selbst in den finstersten Stunden.
Und am Ende steht ein komischer, alter Geizkragen mit Vorurteilen gegenüber Schwarzen, der seinem Sohn seine Leidens-Geschichte erzählt.

Und genau das wird auch durch die Zeichnungen transportiert. Vielleicht nicht einmal halb so schlimm wie es in Wahrheit war, aber trotzdem schrecklich genug.
Katzen sind Deutsche, Polen Schweine, Juden Mäuse. Sie sehen alle recht gleich aus, Gefühle interpretiert man selbst in ihre Knopfaugen hinein. Text und Zeichnungen ergeben erst zusammen das eindrucksvolle und bedrückende Gesamtbild.
Wie elendig tausende und abertausende abgemagerte Menschenleichen mit Mausegesichtern übereinander liegen. Der Leser begleitet Wladek durch all diese albtraumhaften Stationen.

Nichts wird beschönigt.
Und immer fragt man sich, wie all das denn nur so kommen konnte. Wie Menschen zu sowas im Stande waren... Und vor allem: wie man selbst reagiert hätte in den Situationen.

Naja... was soll ich noch groß sagen, außer (kaufen und) lesen!
Wie geschrieben, man kann dieses Werk einfach nicht in Worte fassen, ohne ihm einen Abbruch zu tun.

Mir hat "Maus" sehr, sehr gut gefallen.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungewöhnlich 12. Juni 2009
Von Benjamin Klein TOP 100 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Maus ist der unglaublichste und ungewöhnlichste Comic der mir bisher unter die Augen gekommen ist und darf in seiner Wirkung durchaus mit Schindlers Liste oder Das Leben ist schön genannt werden. Einmal angefangen, gerät man in einen Sog, dem man sich schwerlich entziehen kann. Selbst meine Freundin, die glaube ich noch nie einen Comic gelesen hat, hat dieses Werk gut gefallen. Das es mit Preisen überhäuft wurde, verwundert mich nicht.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Ein wahnsinnig bewegendes Buch
Ich habe es verschlungen und danach meinen Eltern und ein paar Freunden geschenkt - alle sind begeistert von der bewegenden Geschichte des Herrn Spiegelmann.
Vor 1 Monat von Sarah Weiß veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Schockierend niedlich
Ich habe dieses Buch eigentlich nur auf Gutdünken gekauft da mich der Einband neugierig machte und nach einigen Forschen interessiert zurück ließ. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Thomas Rudolph veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ich konnte es nicht mehr weglegen, es hat mich in diese Holocaust-Welt...
Würde ich jedem empfehlen, eine Pflichtlektüre. Die Comics-Form hat mich interessiert und bringt doch vieles kurz und präziese auf den Punkt.
Vor 2 Monaten von Ingbert Bittel veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen starkes Buch!
Mit sehr einfachen Bildern gelingt es Spiegelman große Emotionen zu übermitteln und auf eine besondere Art und Weise die Vergangenheit aufleben zu lassen!
Vor 2 Monaten von ZF veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Es hat mich völlig gepackt und hineingezogen
Da ich weder ein Fan noch eine Kennerin von Comics bin und es darüber hinaus eigentlich nicht leiden kann, wenn Tiere vermenschlicht oder Menschen als Tiere dargestellt... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von U. Wolter veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein ganz anderer Zugang zur Geschichte des Holocaust, der Jugendliche...
Durch das Zusammenwirken von Text und Bild gelingt es Spiegelman, einen emotionalen Zugang zum Thema zu eröffnen. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Adler veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen ...auf jedenfall ein muss für unsere kinder....
...wenn diese sich mit dem genozid an den juden beschäftigen wollen,aber nicht nur eine sehr ehrliche und reflektierte arbeit,an sich selbst ,auch an dem gegenüber und... Lesen Sie weiter...
Vor 11 Monaten von Norbert Röhse veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Die greifbare Dimension des Schreckens
Als Geschichtslehrer hat man in Klasse 8 bzw. Klasse 9 immer wieder mit einem entscheidenden Problem zu kämpfen: Der Lehrplan verlangt, zumindest hier in Sachsen, aber ich bin... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Alexander Gebhardt veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen ein musz.
ich wollte das buch verschenken... nachdem ich es in der post bekam wollte ich mal kurz reinschauen und habs dann in einem rutsch durchgelesen. Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von helen veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Unaufgeregt und eindringlich
Eins vorweg : Auch ich würde empfehlen den Comic im englischen original zu lesen, aber wer das nicht kann/möchte sollte diesen Comic trotzdem auch auf Deutsch lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von npc veröffentlicht
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