Viele Erfolgsgeschichten kommen aus Baden-Württemberg, dem Bundesland mit einer der besten Küchen weltweit. Dass man hier auch an Tagen zu genießen verstand, wenn offiziell kein Fleisch erlaubt war, daraus entwickelt sich die schwäbische Teigfüllung. Es waren die Mönche von Maulbronn.
Lassen wir Thadäus Troll darüber philosophieren (S8):
"Beginnen wir mit den Maultaschen, sie sind für mich nicht nur ein Spitzenerzeugnis schwäbischer Küche, sie entsprechen auch dem Wesen der Schwaben. In einem unliebenswürdigen Gewand verbirgt sich ein delikater Kern. Sie schmecken hehlinge (versteckt) gut. Außen pfui und innen hui, überspitzt ausgedrückt. Eine lechenfarbene Hülle aus Nudelteig entsagt jedem optischen Reiz und wirkt appetitzügelnd. Aber wie köstlich ist die reiche Fülle..."
Dieses Buch ist optisch ein Genuss und bringt die Geschichte der Maultaschen auf den Punkt inkl. dem Maultaschenlied. Klar, es gibt Ravioli, Wantans, Manty oder Vareniki. Wer weltweit zuerst die Idee hatte, spielt heute keine Rolle mehr und irgendwie darf es jeder für sich beanspruchen.
Wie man die Hülle variantenreich zubereitet und die Fülle innen zelebrieren kann (von Fleisch bis vegetarisch und süß): auf 120 Seiten bleibt kein Geheimnis ausgespart, inkl. einem Register der Füllungen bzw. Rezepte. Maultaschen eignen sich als Vorspeise bzw. Suppe, Haupt- und Nachspeise!