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Mauerstücke: Erinnerungsgeschichten [Broschiert]

Bettina Buske , Patricia Koelle
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

13. Mai 2009
Geschichten zur Erinnerung an die Berliner Mauer und die deutsch-deutsche Grenze, die das Land von 1961 bis 1989 in zwei feindliche Lager teilten und bis heute tiefe Wunden hinterlassen haben. Mehr als zwei Dutzend Autoren aus Ost und West haben ihre Erinnerungen, Erlebnisse und Erfahrungen in Geschichten geformt. Autoren, die sich noch an den Bau der Mauer im Jahre 1961 erinnern können; und Autoren, die noch Kind waren, als im Jahre 1989 die Mauer fiel. Autoren, die in der DDR aufgewachsen sind; und Autoren, die gelernt haben, „DDR“ stets nur in Anführungszeichen zu schreiben. Autoren, die die Wirren der Friedlichen Revolution und die dramatischen Veränderungen im Gefolge der Wiedervereinigung hautnah miterlebt haben; und Autoren, die die historischen Umwälzungen nur als ferne Beobachter verfolgten.

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Produktinformation

  • Broschiert: 180 Seiten
  • Verlag: Henss, Ronald (13. Mai 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3939937088
  • ISBN-13: 978-3939937081
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 14,6 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Klappentext

Geschichten zur Erinnerung an die Berliner Mauer und die deutsch-deutsche Grenze, die das Land von 1961 bis 1989 in zwei feindliche Lager teilten und bis heute tiefe Wunden hinterlassen haben. Mehr als zwei Dutzend Autoren aus Ost und West haben ihre Erinnerungen, Erlebnisse und Erfahrungen in Geschichten geformt. Autoren, die sich noch an den Bau der Mauer im Jahre 1961 erinnern können; und Autoren, die noch Kind waren, als im Jahre 1989 die Mauer fiel. Autoren, die in der DDR aufgewachsen sind; und Autoren, die gelernt haben, "DDR" stets nur in Anführungszeichen zu schreiben. Autoren, die die Wirren der Friedlichen Revolution und die dramatischen Veränderungen im Gefolge der Wiedervereinigung hautnah miterlebt haben; und Autoren, die die historischen Umwälzungen nur als ferne Beobachter verfolgten.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Auszug aus dem Geleitwort von André Schmitz, Staatsekretär für Kultur beim Regierenden Bürgermeister von Berlin
Es ist sehr verdienstvoll, diese Erinnerungen einzufangen und für die Zukunft zu bewahren, gibt es doch heute schon Menschen, die nicht erinnert werden wollen oder gar leugnen, dass es so etwas überhaupt gegeben habe.
Solche Erinnerungen sind eine notwendige Ergänzung zu den vielen wichtigen zeitgeschichtlichen Analysen und wissenschaftlichen Abhandlungen zur Geschichte der DDR. Diese Geschichten sprechen die Menschen in anderer Weise an und machen das Lebensgefühl einer versunkenen Zeit nachempfindbar. Dieses Buch kann dabei helfen, Jugendlichen zu vermitteln, wie es damals war, weil es ganz andere Erzählperspektiven eröffnet, als sie gemeinhin jungen Menschen zum Thema präsentiert werden.

Birgit Jennerjahn-Hakenes: Tonträger im Turnschuh
"Der Führer ist schon lange tot!", sagte die Volkspolizistin zu meiner Mutter. "Das heißt Fahrerlaubnis", setzte sie erklärend hinzu, als sie erkannte, dass meine Mutter ihre Sprache nicht verstand. Beinahe wäre sie ob ihrer eigenen spontanen Freundlichkeit aus dem Konzept gekommen. Schnell versteinerte sich ihre Miene wieder. Mauerblick.
Pfingsten 1973 besuchte mein Vater das erste Mal seit seiner Flucht am 23. August 1961 die Heimat in der Mark Brandenburg. Der sogenannte Grundlagenvertrag, den Egon Bahr und Michael Kohl am 21. 12. 1972 unterzeichnet hatten, machte das möglich. Keine Zigarette war stark genug gewesen, Papas Nervenkostüm flatterte. Er ließ meine Mutter ans Steuer.
"Hier, bitte, mein Führerschein", sagte sie mit einem Lächeln, hinter dem sie ihre Angst verstecken wollte. German Angst. Ein deutsches Wort.
"Der Führer ist schon lange tot, das heißt Fahrerlaubnis!"
Ich war fünf Jahre alt und quengelte auf der Rückbank. Heute, mit vierzig, ist mir die Szene aus Erzählungen so präsent, ich könnte schwören, ich erinnerte mich. Erinnerte mich an die Volkspolizistin, erinnerte mich an Grau, an eine Figur aus Stein. Für ein Lächeln, ein warmherziges, hatte der Bildhauer keinen Anlass gesehen.
Jedes Jahr fuhren dann meine Eltern mit mir und meinem Bruder in die DDR, jedes Jahr in die Heimat meines Vaters. Ich wurde älter, veränderte mich. Meine Haare wuchsen, wurden abgeschnitten, wuchsen wieder, wurden zu Zöpfen geflochten.
"Der Führer ist schon lange tot, das heißt Fahrerlaubnis!" ...

Katja Bär: Gute Freunde
Bei uns gab es ein wunderschönes Kinderlied, genau genommen handelte es sich um ein Pionierlied, das kommt in diesem Fall auf dasselbe heraus. Dieses Lied hatte für mich, die ich im Berliner Grenzgebiet lebte, eine große Bedeutung. Ja, es kam mir lebensnah, geradezu lebenserhaltend vor: "Soldaten sind vorbeimarschiert mit lautem Schritt und Tritt ..." Gut, bei uns marschierten sie nicht, sie liefen zu zweit Streife durch das Wohngebiet oder ich sah sie von unserer Küche aus in ihrem Wachturm stehen. Wir standen sozusagen auf gleicher Höhe, mit etwas Abstand dazwischen, aber sie waren mir sehr nah und ich fühlte mich beschützt. "... Wir Pioniere lieben sie und laufen fröhlich mit ..." - mitgelaufen bin ich schon, in mehrfacher Hinsicht. Zum Beispiel, wenn sie einem bei ihrem Patrouillegang zu zweit begegneten.
Mein Vater kam mir über die Jahre hinweg abhanden. Diese Soldatenfreunde gaben mir die Gelegenheit, mich mit richtigen Männern zu unterhalten. Ich himmelte sie an, ich glaube, es waren die ersten Männer, die ich liebte. "Gute Freunde, gute Freunde, gute Freunde ... die Volksarmee, sie beschützen unsere Heimat, zu Land, zur Luft und auch zur See ..." Wie schon erwähnt, fühlte ich mich beschützt.
Ich als Jungpionier wollte etwas für meine guten Freunde tun. Ich meinte, das war man guten Freunden schließlich schuldig. Oder? Zumal sie bei jedem, auch schrecklichen Wetter für mich da waren und ich großes Mitleid für sie empfand ...

Michael Dullau: Das Lächeln des Generals
Das Gesicht des Generals hatte während der vielen Prozesstage kaum eine Regung gezeigt. Mit versteinerter Miene war er der Verhandlung gefolgt, und weder die Berichte der Zeugen noch die aufmunternden Zurufe einstiger Kampfgefährten konnten seinen gefrorenen Zügen etwas anhaben. Als dann noch ein ehemaliger Untergebener des Generals, von Presseleuten darauf angesprochen, erzählte, dass sein Vorgesetzter auch früher kaum je eine Gefühlsregung gezeigt hatte, verliehen ihm einige Prozessbeobachter den Beinamen "der steinerne General".
Zum Ende der Beweisaufnahme sollte ein letzter Zeuge gehört werden. Zuvor wandte sich der Vorsitzende Richter noch einmal an den ehemaligen General der DDR-Grenztruppen: "Angeklagter, bitte erläutern Sie dem Gericht den Aufbau des Grenzgebietes an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze."
"Das habe ich bereits mehrfach getan!", antwortete der General mit Kommandostimme. "Überdies liegen Ihnen meine Aussagen schriftlich vor!"
Aus den Reihen seiner einstigen Kampfgefährten kam raunend Zustimmung.
"Ich möchte es trotzdem von Ihnen hören", entgegnete der Richter unbeeindruckt. "Also, seien Sie bitte so nett."
Der General blätterte eine Weile in seinen Unterlagen, nahm dann ein Blatt zur Hand, setzte die Lesebrille auf und begann demonstrativ abzulesen ohne aufzusehen: "Das Grenzgebiet unserer Deutschen Demokratischen Republik begann mit einer fünf Kilometer breiten Sperrzone, in der sich ausschließlich Angehörige der Grenztruppen, Zivilpersonen mit Passierschein oder Personen mit Sondergenehmigung aufhalten durften ...

Thomas Stefan: Zettelwirtschaft
Die beiden Weißkittel standen schon eine Weile nebeneinander und starrten interessiert durch die große Scheibe. Sie beobachteten den Neuankömmling. Er saß auf dem Bett und wiegte seinen Oberkörper hin und her wie ein buddhistischer Mönch. Ein kleines handgeschriebenes Schild an der Tür ohne Klinke gab dem Menschen einen Namen: Werner Specht.
"Wann wurde er eingeliefert, Masur?"
"Gestern Abend, Herr Professor."
"Einweisung durch richterlichen Beschluss?"
Der Oberarzt sah kurz auf die Unterlagen. "Nein, die Ehefrau besitzt schon lange die Vormundschaft. Sie hat den Notarzt gerufen und uns einige Informationen gegeben."
Etwas mitleidig schaute er wieder zu dem Neuen.
"Und weiter, Mensch, Masur, lassen Sie sich doch nicht immer alles aus der Nase ziehen."
Der beeilte sich, der Aufforderung nachzukommen. "Eigentlich ist er ein alter Kunde. Ursprünglich ein Politischer, saß acht Jahre in Bautzen ein, ist seitdem psychisch völlig aus der Bahn. Genaues wissen wir noch nicht. Er befand sich schon einmal bei uns in der Charité, 1969, für mehrere Monate. Lebte danach zu Hause, betreut durch seine Frau. Über zwanzig Jahre keine Besonderheiten. Und nun kam es beim täglichen Spaziergang zu einem Vorfall. Er ist über einen Mann brutal hergefallen. Es ist noch nicht klar, ob es sich um einen Bekannten handelte oder ob es Zufall war. Jedenfalls will der Betroffene auf eine Anzeige verzichten."
"Hmm", meinte Professor Fischer nachdenklich, "das klingt alles sehr merkwürdig. Haben wir von damals noch Unterlagen?" ...


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Kundenrezensionen

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4.8 von 5 Sternen
4.8 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen vielfältig 15. Juli 2009
Von Buchelfe
Format:Broschiert
Sehr schöne Geschichten, sehr abwechslungsreich. Ich habe mich beim Lesen gut unterhalten und kann das Buch jedem empfehlen, der sich für die Thematik interessiert
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Pünklich zum Jubiläum des Mauerfalls versammelt dieses Buch Texte von verschiedensten AutorInnen, die ihre ganz ureigenen Sicht- und Geschichtsweisen auf den Lauf der Dinge präsentieren.
Und während landauf, landab anlässlich der erstaunlich runden Zahl ins politische Horn gestoßen wird, bietet dieses Buch die Gelegenheit, sich ganz persönlich diesem Ereignis zu nähern.
Den Herausgeberinnen ist es dabei gelungen, die unterschiedlichsten Stimmen zu versammeln, Frauen und Männer, jung und alt aus Ost und West. So erfährt man bei der Lektüre nicht nur etwas über Geschichte und sich selbst, sondern kann nebenbei noch auf Textperlen stoßen, die einem lange im Gedächtnis bleiben werden.

Ein rundum gelungener Band
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mauerstücke: Menschen statt Politik 14. Mai 2009
Von Kellex
Format:Broschiert
"Mauerstücke" ist wirklich ein buchstäblich wundervolles Buch. Es berührt, macht nachdenklich und transportiert die unbeschreiblich freudigen Emotionen rund um den 9. November 1989 in die Gegenwart.
In dieser Sammlung von Kurzgeschichten ist es wirklich gelungen die Geschehnisse des Mauerfalls nicht wie so oft von der historisch-politischen Seite aus darzustellen, sondern die ganz individuell erlebten menschlichen Geschichten zu erzählen.
Außerdem ist dieses Buch auch ein Symbol für das immer weiter voran schreitende Einreißen der Mauer in den Köpfen der Menschen aus beiden teilen Deutschlands. Denn sowohl die beiden Herausgeberinnen als auch die anderen Autoren sind bunt gemischt, "Ossis und Wessis".
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mauerstücke-Erinnerungsgeschichten 20. Mai 2009
Format:Broschiert
Mauerstücke-Erinnerungsgeschichten

Ein Band mit 28 Geschichten von 28 Autoren, einem Vorwort, eigentlich schon selbst eine Erinnerungsgeschichte, von Walter Momper und einem Geleitwort von Andre Schmitz und interessanten Fototafeln im Anhang.
Im Buch eine Widmung die schon auf den Inhalt hinweist. Es ist alle gewidmet, die daran glaubten, dass die deutsche Teilung als Folge des 2. Weltkrieges eines Tages überwunden sein würde. Allen, die mit und trotz der Mauer gelebt haben, allen, die wegen der Mauer eine Liebe, eine Freundschaft, einen Teil der Familie, ihre Freiheit oder sogar ihr Leben verloren und allen, die sie am Ende friedlich zum Einsturz brachten. Ebenso jenen, die nachfolgenden Generationen von dem Leben mit der Mauer erzählen und damit Unbegreifliches begreifbar machen und vor dem Vergessen bewahren wollen.
Interessant auch die Zitate auf der Innenseite, von Ulbrichts "Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten."Bis zu Schabowskis. "Das tritt nach meiner Kenntnis...ist das sofort, unverzüglich."

Das Buch selbst macht für mein Empfinden einen optimistischen Eindruck durch die Gestaltung. Die deutschen Nationalfarben aufgeteilt im Wort Mauerstücke wirken frisch, nicht konservativ, der Druck ist augenfreundlich groß, das Papier angenehm weiß.
Die Geschichten im Buch wurden von Autoren aus "Ost" und "West" geschrieben, am Ende des Buches gibt es zu jedem Autoren eine kurze Vita.
Die Erzählungen sind sehr unterschiedlich und doch behandeln sie alle das eine, diese absurde Teilung des Landes durch eine tödliche Mauer und die Folgen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viele schöne Eindrücke 15. Juni 2009
Von Frucht777
Format:Broschiert
Das Buch als Gesamtwerk hat mir wirklich sehr gut gefallen. Als relativ junge Bewohnerin (Jahrgang 1982) des ehemaligen Westen, war das Thema "Mauer" für mich immer sehr weit weg und theoretisch. Da kamen mir die "Mauerstücke" gerade recht. Denn hier werden persönliche Geschichten von Betroffenen erzählt, die mir die Teilung Deutschlands in einer Vielzahl von Variationen nachvollziehbar gemacht haben. Das ist keine trockene Historie wie in Schulbüchern. In diesem Buch werden die Geschichten aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln erzählt.
Übrigens, die "Mauerstücke" eignen sich super als Geschenk, besonders in diesem Jahr.
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