Pressestimmen
Überraschend, selbst für alteingessene Berliner, ist die Fülle der vorhandenen Überreste des Eisernen Vorhangs fast 15 Jahre nach dem Mauerfall. Mit nahezu archäologischer Akribie macht der vorgestellte Reiseführer erhaltene Spuren der Grenzanlagen sichtbar. Nicht nur die etwa ein Dutzend unter Denkmalschutz stehenden Mauerstücke werden gezeigt, sondern vor allem die eher unscheinbaren Zeugen der Grenzsicherungsanlagen, die heute ganz selbstverständlich in den Alltag einbezogen werden. (Berliner Morgenpost)
Hunderte dieser Zeugnisse haben die Kunsthistoriker Axel Klausmeier und Leo Schmidt in ihrem Führer aufgespürt und dem Grenzgänger als solche erkannbar gemacht. Jede noch so kleine Farbmarkierung an der Hauswand ist im Foto festgehalten und genau auf einer Karte eingezeichnet. Der Großteil ist östlich des ehemaligen Grenzstreifens erhalten geblieben, denn während die West-Berliner direkt auf die Mauer stießen, gelangten die Ost-Berliner schon wegen der Sicherungen im Vorfeld kaum in die Nähe des dort so genannten Schutzwalls (Die Welt, Berlin)
Kurzbeschreibung
Nach dem Fall der Berliner Mauer un dem Ende der kommunistischen Herrschaft in Osteuropa versuchten viele Menschen verständlicherweise die vorangegangene, oft bedrückende Zeit zu vergessen. Der Kalte Krieg hat die Welt jedoch fast ein halbes Jahrhundert lang geprägt, und viele Aspekte des heutigen Lebens sind ohne intensive Kenntnis dieser Epoche nicht erklärbar. Daher dürfen auch die materiellen Zeugen in Form von militärischen Stätten nicht undokumentiert verschwinden: Zumindest die bedeutsamsten unter ihnen sollten identifiziert, erforscht und erhalten werden.