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Mauergewinner oder ein Wessi des Ostens: 30 vergnügliche Geschichten aus dem Alltag der DDR
 
 
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Mauergewinner oder ein Wessi des Ostens: 30 vergnügliche Geschichten aus dem Alltag der DDR [Broschiert]

Mark Scheppert , Vito von Eichborn
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 228 Seiten
  • Verlag: Books on Demand; Auflage: 2. Auflage. (18. Dezember 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839192501
  • ISBN-13: 978-3839192504
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,6 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 96.851 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Mark Scheppert
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Faulig-feuchte Klamotten, eiskalte Füße und unzählige Sorten Alkohol: Die Erinnerungen an seine DDR-Kindheit in der Kleingarten-Parzelle sind düster. Komisch nur, dass die Fotos im Familienalbum eine ganz andere Geschichte erzählen. --Spiegel Online - Einestages, 17.07.2009

Scheppert suchte das Kleine, das Detail, in dem – vielleicht gerade weil es so nebensächlich schien – das große Ganze sichtbar wird. Die Geschichten geben Einblick in den Alltag eines jungen Mannes: dazu gehören die Familie, Ihre Rituale, Freunde, Mädchen, die Schule, Sport und „das immer deutlicher werdende Gefühl, den gnadenlosen Mechanismen eines totalitären Staates unterworfen zu sein. --Bick-Magazin, Dezember 2009

Entstanden ist ein unterhaltsames Buch mit 30 Kurzgeschichten. Den Leser erwarten unter anderem Geschichten mit originellen Titeln wie „Annikas Brüste“, „Altstoffmafia“ oder „Honeckerzombie“, die meist sehr humorvoll, aber auch nachdenklich vom Erwachsenwerden in der DDR berichten. --DDR-Museum Berlin, November 2009

Das Ost-Berlin der Vorwendezeit steht im Mittelpunkt von Mark Schepperts Buch "Mauergewinner". Schnoddrig und schonungslos offen schildert er in 30 Kurzgeschichten seine Jugend in der DDR. --Tours, das Abenteuermagazin, 5/2009

Es ist wirklich eine Bereicherung, den „Mauergewinner“ zu verschlingen und es macht großen Spaß, auch mal einen vergnügten Blick auf diese DDR zu werfen. --kadekMedien, 17.07.2009

Kurzbeschreibung

Als Mark Scheppert diese Geschichten 2008 zu schreiben begann, hatte er sich vorgenommen, stellvertretend für seine Generation etwas Neues und Einzigartiges über die DDR zu schreiben. Denn seltsam: In keinem der angeblich so „typischen“ literarischen Denkmälern für dieses verschwundene Land fand er sich wieder. Er gehörte auch nicht zu der Generation von „Zonenkindern“ und wohnte in keiner „Sonnenallee“ und in keinem „Turm“. Seine Jugend, seine Auseinandersetzung mit diesem seltsamen Ort namens DDR, seine Erfahrungen und seine Kämpfe, kamen nirgendwo vor. Und erst recht nicht das Gefühl, das er mit dieser Zeit verband. Komisch. War er so ein Sonderfall?

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
DER Nachwenderoman 23. Mai 2011
Format:Broschiert
"So ist es nicht gewesen", war in einigen Rezensionen über Mark Schepperts Erstwerk "Mauergewinner" zu lesen. Als ich zwanzigeinhalb Jahre nach der Wiedervereinigung dieses Buch in die Hände bekam, war ich deshalb zunächst etwas skeptisch, wenn auch offen. Scheppert beschreibt in seiner Paperback-Veröffentlichung auf etwa 220 Seiten in 30 miteinander verwobenen Kurzgeschichten die letzten Jahre der DDR aus der Sicht eines Ostberliner Heranwachsenden. Und schnell wird eins klar: All denen, die ich ganz am Anfang der Rezension zitiert habe, kann ich ein lautes und deutliches "Doch, so war es. Ganz genau so!!!" entgegen schleudern - "zumindest bei mir". Dass meine eigene Biografie zahlreiche Berührungspunkte mit der des Autoren hat, begünstigt diese Einschätzung natürlich. Hier werden längst vergangene Erinnerungen wieder wach, wie beispielsweise an die allgegenwärtige Teilung der Hauptstadt, Kaufhausklauereien, die erste Liebe, Oberligafußball, Schulsportfeste , Trabanten und Wartburgs, Ferienlager oder Westmusik im Ostjugendclub. Hier wird die DDR nicht idealisiert, hier wird aber auch nicht versucht, beschämend zu erklären oder gar zu entschuldigen. Es wird aus dem ganz normalen Leben eines Ostberliner Jugendlichen erzählt, oft aber auch ein Schlenker in die Gegenwart gemacht. Ins Berlin des neuen Jahrtausends, in die Gegenwart unserer heutigen Gesellschaft und auch der Persönlichkeit des Autoren. Doch was sich hier befremdlich liest, passt an jeder Stelle. Es findet z.B. eine interessante Unterhaltung mit einem Hannoveraner statt, der auf einer Party den Weltmann gibt, über die Entwicklung der Stalinallee erzählt und im Verlaufe des Gesprächs feststellen muss, dass sein Wissen aus Büchern und Zeitschriften eben doch nicht die ganze Wahrheit ist, weil das Erlebte und die "Geschichten hinter der Geschichte" schlichtweg fehlen. Hier gibt es aber auch immer wieder eine heutige Betrachtungsweise auf die geschilderten Ereignisse von damals, ohne das versucht wird zu relativieren. Wie bereits erwähnt, zahlreiche Leser werden sich aufgrund unterschiedlichster Biografien nicht unbedingt wieder finden. Zu verschieden waren die einzelnen Lebensentwürfe auch in der DDR, und nicht wenigen Leuten mag auch das künstlich Romantische und Verklärende fehlen, das die Nachwendeliteratur besonders in den ersten Jahren bestimmte. Ja, selbst ob man in einer Stadt oder auf dem Dorf bzw. in den 70ern oder 80ern aufgewachsen ist, wird hinsichtlich der Identifikation mit Mark Schepperts "Mauergewinner" eine große Rolle spielen. So wird beispielsweise ein Erzgebirgler des Jahrgangs 1962 womöglich kaum Parallelen zu seiner eigenen Jugend finden. Ein Berliner des Jahrgangs 1976 beispielsweise, wie ich es bin, dagegen ist Scheppert einfach nur dankbar für die zahlreichen Aha-Erlebnisse und die Erinnerung daran, dass man den Altersgenossen aus Sachsen oder Thüringen schon immer überlegen war. Nicht nur aufgrund seiner großen Schnauze, sondern auch wegen der hier erhältlichen Bananen, H-Milch und echten Jeans. Und wenn man zu genau dieser Gruppe gehört, hat man nach zahlreichen zweifelsohne guten Veröffentlichungen auch endlich den Nachwenderoman gefunden, der urst einfetzt, stets durch einen gesunden Humor besticht und mit dem man sich wirklich identifzieren kann. Was es damit zum besten Buch dieses Themas überhaupt macht...
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schwierig, schwierig 21. September 2011
Von Jörg R.
Format:Broschiert
Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch einen Eintrag aus dem Spiegel-Online "EinesTages"-Forum. Die dort hinterlegte Geschichte war schnell, spannend und humorvoll, gut geschrieben, gab das Lebensgefühl der Jahrgänge 1970 aufwärts gut wieder. Schnell wurde das dazugehörige Buch bestellt und gelesen.
Ich wollte dem Buchrücken glauben schenken, wo "Als Mark Scheppert diese Geschichten 2008 zu schreiben begann, hatte er sich vorgenommen, stellvertretend für seine Generation etwas Neues und Einzigartiges über die DDR zu schreiben." draufstand. Das war ein Grund dieses Buch zu lesen. Zuviel schlechtes, verherrlichendes und banales habe ich über die letzten 20 Jahre der DDR gelesen.
Gleich die ersten Geschichten hatten mich gefangen. Leichte Geschichten, welche ich genauso erlebt haben könnte. (Ich war sogar wie Herr Scheppert am Tag des einzigen Depeche Mode-Konzertes an der W.Seelenbinder-Halle, nur leider davor und nicht drin). Mit der Geschichte der "Stalinallee" konnte ich mich sehr gut identifizieren, die ich mit ähnlichen Partyerlebnissen und westsozialisierten Teilnehmern verbinde.

Aber in vielen weiteren Geschichten konnte ich zunehmend weniger lachen oder schmunzeln. Zuviel wurde dort getrunken, gefeiert und auf andere Leute Scherze gemacht. Ok, Herr Scheppert kam aus einer gediegenden und bevorzugten Familie, dann noch aus Berlin (der Nabel der DDR, wo es alles gab und wo alles an Waren hingefahren wurde), aber sowas geht nun gar nicht. Ok, vielleicht war ich in der Provinz ca. 120 Km südöstlich von Berlin großgeworden, aber viele Dinge haben sich so nicht in der DDR abgespielt. Oder nur in der Rest-DDR und in Berlin sah es eben anders aus. Ärgerlich ist auch, dass Herr Scheppert scheinbar in der heutigen Zeit auch nicht glücklich ist und der alten Zeit dann doch nachtrauert. Ich bin glücklich die "alte" Zeit miterlebt zu haben, aber genauso überglücklich, dass es vorbei war und es heute so ist wie es ist. Etwas Melancholie sei erlaubt, aber man muss nach vorne schauen!

Das Buch ist also mit einigen Geschichten empfehlenswert, man sollte es aber nicht für bare Münze nehmen, dass der DDR-Alltag so aussah , wie bei Herrn Scheppert.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Sarahs Bücherwelt TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
Als 83er Jahrgang habe ich noch einige Erinnerungen an die getrennte Zeit und die Zeit nach der Wende. Durch Familie und Freunde, welche aus den neuen Bundesländern kommen, bin ich zudem mit dem Leben in der ehemaligen DDR vertraut. Ich war echt gespannt, wie diese alltäglichen Geschichten von Mark Scheppert geworden sind. Gerade bei eigenen Geschichten, hatte ich Bedenken, dass der Autor ins Jammernde verfällt. Gerade 20 Jahre nach der Wende hört man schließlich oft, wie viele ehemalige Ostdeutsche entweder noch jammern, wie schwer sie es im Vergleich hatten oder wie viel besser es noch war, als die Mauer vorhanden war.

In 30 Geschichten erzählt der Autor aus seiner Kindheit in der DDR. Alltag, Schule, sportliche Aktivitäten, Urlaube, Ferienlager, Konzerte, Familie und vieles mehr wird von ihm aufgegriffen. In einer hübschen Übersicht am Anfang des Buches konnte ich genau sehen, welche witzigen Themen mich während des Buches erwarten.

Wie jede Leseratte habe auch ich Bereiche, die ich gerne lese und welche die ich nicht so gerne lese. Biographien liebe ich, Kurzgeschichten können mich jedoch nur schwerlich erwärmen. Dieses Buch ist eine interessante Kombination dieser beiden Kategorien.

Gleich zu Beginn fällt der lockere Stil von Mark Scheppert auf. Freundlich, offen und modern fängt er mit seinem ersten Erlebnis an. Es geht um eine Bahnfahrt zum Kleingarten und wie diese Bahnfahrt verkürzt wurde. Ich selbst habe als Kind auch Dinge während der Bahnfahrt gezählt, aber Wachhunde fand ich an dieser Stelle traurig, aber auch witzig. Diese Geschichte beinhaltete ein Erlebnis, welches erzählt wurde. Diese Umsetzung finde ich sehr gelungen. Ich habe einen Eindruck von der Situation, der Person, aber auch der Gefühlswelt bekommen. Leider behält der Autor diesen Aufbau nicht bei.
Zum Beispiel sucht er sich ein Thema wie Konzerte, die ersten Brüste, FKK-Strand oder Ferienlager als Oberbegriff. Mark Scheppert erzählt nun eine kleine Anekdote zum Beispiel über sein erstes Mal im Ferienlager. Wenige Sätze später ist er schon deutlich älter und so geht es bis zum letzten Ferienlager durch. Da sämtliche Sprünge durch Absätze gekennzeichnet werden, kam ich zwar nie durcheinander, aber ich konnte kaum eine Verbindung zu ihm und den Situationen aufbauen. Sein Erzählungen kratzen in meinen Augen sehr an der Oberfläche. Zwar lernte ich ihn und auch die DDR damit kennen, aber irgendwie fehlte der Tiefgang. Kaum ein Erlebnis wird farbenfroh und detailliert geschildert. Genauso wurden Fakten der DDR, wie zum Beispiel das Einkaufen nur in ein zwei Wörtern, wie zum Beispiel Einheitspreis, beschrieben. Klar, dass ich als 'Wessi' mehr über die damalige Zeit erfahren wollte. Hier wäre es einfach besser gewesen, wenn er sich wirklich nur auf ein prägendes Erlebnis konzentriert hätte und dieses lebendiger geschildert hätte. So erfahre ich zwar sehr viel, aber manchmal ist weniger besser.

Zudem wiederholt sich der Autor in verschiedenen Kapiteln wieder. Man merkt, wie stolz er ist, dass sein Vater sozusagen Jan Ullrich und Franzi entdeckt hat, aber eine einmalige Erwähnung hätte in meinen Augen gereicht. Das Problem ist einfach, dass er sich schon von Anfang an als Feigling, Schwächling und Sohn mit besonderen Beziehungen. Dadurch wirkt er stellenweise unsympathisch. Es sind dann solche Kapitel, wo er zum Beispiel an Konzertkarten kommt, die auf dem Schwarzmarkt 800DM wert wären, was zeigt, wie gut schon seine Kontakte sind. Aber auf der anderen Seite, wenn er etwas über seine Familie erzählt, wirkt er wieder als lieber Sohn, dass ich ihn sympathisch finde.

Trotz dieser Sprünge und der gemischten Gefühle beim Lesen, konnte ich dieses Buch an einem Stück durchlesen. Wenn die oberflächlichen DDR-Aspekte mal nicht berücksichtigt würden, wäre es eine ganz normale Biographie über alltägliche Dinge, einer Kindheit,wie es weltweit sein könnte. Die ersten Erfahrungen mit Alkohol, Zigaretten, Mädchen, Schulalltag, Familiengeschichten, Aufbesserung des Taschengeldes und vieles mehr. Es ist nett zu lesen, unterhaltsam, aber kein Bestseller. Die DDR-Aspekte sind wie gesagt, leider sehr oberflächlich. Er geht auf Kontaktsperre, Diplomatenstatus, Öffnung der Grenzen, Raritäten der DDR, Jobsituation, Schule und vieles ein. Darüber schwebt aber stets der Status der Eltern. Neubausiedlung, TV, Trabbi, bessere Jobs und Geld.

Nachdem ich diese Lektüre aus der Hand gelegt hatte, war ich echt lange darüber am Nachdenken. Ich kenne durch Verwandte live die abgenutzten Plattenbausiedlungen, weiß wie schwer es Leute ohne Status hatten. Diese Aspekte werden zwar angesprochen, aber manchmal klingt es abfällig, wie zum Beispiel die Ferien bei seiner Oma. Plattenbau, Plumpsklo und gleich ist es schlecht. Für viele war dies jedoch normal. Aber ist es jetzt wegen dieser Argumente ein schlechtes Buch? Definitiv nein. Es ist eben sein Leben und mit jeder Zeile merkt der Leser, dass Mark Scheppert so mit seiner Kindheit und Jugend in der DDR auffrischen, aber irgendwie auch abschließen will. Genauso ist der Vorteil an diesem Werk, dass es an dem eingangs erwähnten Gejammer mangelt. Für mich ein klarer Pluspunkt. Deswegen kann ich das Buch auch empfehlen.
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