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Mauergewinner. 30 DDR-Sättigungsbeilagen [Broschiert]

Liona Toussaint , Mark Scheppert
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

18. Juni 2009
Als Mark Scheppert diese Geschichten 2008 zu schreiben begann, hatte er sich vorgenommen, stellvertretend für seine Generation etwas Neues und Einzigartiges über die DDR zu schreiben. Denn seltsam: In keinem der angeblich so typischen literarischen Denkmälern für dieses verschwundene Land fand er sich wieder. Er gehörte auch nicht zu der Generation von Zonenkindern und wohnte in keiner Sonnenallee und in keinem Turm . Seine Jugend, seine Auseinandersetzung mit diesem seltsamen Ort namens DDR, seine Erfahrungen und seine Kämpfe, kamen nirgendwo vor. Und erst recht nicht das Gefühl, das er mit dieser Zeit verband. Komisch. War er so ein Sonderfall? Die Geschichten von Mark Scheppert sind temporeich und witzig geschrieben und dabei schonungslos ehrlich. Ein unterhaltsamer und radikal persönlicher Blick auf den Alltag in der DDR, der gerade deshalb für alle in diesem neuen Deutschland von Bedeutung sein sollte. Scheppert erzählt mit eigener Stimme von einer anderen DDR als der, die wir so oft verabreicht kriegen. Hannes Klug, Journalist und Drehbuchautor

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Produktinformation

  • Broschiert: 212 Seiten
  • Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (18. Juni 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839106044
  • ISBN-13: 978-3839106044
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 1,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 248.838 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Er hatte sich kein Stück bewegt - und wurde doch vom Ossi zum Wessi: Sein Leben lang wohnte Marko Schubert im Osten Berlins. Zu seinem 37. Geburtstag erlebte er seine persönliche Wende - 19 Jahre nach dem Mauerfall. -- Spiegel Online, August 20, 2008

Autorenkommentar

War ich also so ein Sonderfall?

Das konnte kaum sein. Wieder hatte ich dieses beunruhigende Gefühl, dass wir Ossis eigentlich bis heute keine eigene Stimme gefunden haben, um mit Würde und Selbstbewusstsein, humorvoll und gerade deshalb auch ernsthaft von unserer Vergangenheit zu erzählen. Jenseits von Verklärung, Verkitschung, Verniedlichung, Ostalgie und – natürlich – politischer Aufarbeitung. Ich fand, dass im neuen Deutschland langsam ein Bild der DDR heranreifte, das mit meiner DDR erstaunlich wenig gemein hatte.

War ein Teil von mir also wirklich mit der DDR verschwunden? Meine Erlebnisse und Erinnerungen lebten in mir fort – doch um sie aufzubewahren, musste ich sie zu Papier bringen. Ich ahnte dabei natürlich nicht, wie schwierig es sein würde, so wie ich es mir vorgenommen hatte - mit sprachlichem Witz, behutsam und ehrlich - diese Zeit zu reflektieren und dabei von gängigen Mustern abzuweichen. Ich gab mir Mühe, mich nicht nur zu erinnern, sondern auch Verbindungen zur heutigen Zeit herzustellen, zu verfolgen, wie das Erbe der DDR im neuen Deutschland weiterlebt. So wie auch ich es tue.

Ich wusste, was ich suchte: das Kleine, das Genaue, das Detail, in dem vielleicht gerade, weil es so nebensächlich schien, das große Ganze sichtbar wurde. Dazu gehörte meine Familie mit all ihren Ritualen, meine Freunde mit all ihren verrückten Ideen, die Schule, die Sportwettkämpfe – meine persönliche Umgebung. Und das schon in meiner Jugend immer deutlicher werdende Gefühl, den gnadenlosen Mechanismen eines totalitären Staates und Systems unterworfen zu sein.

Die richtige Form für mein Unterfangen waren kurze, temporeiche Geschichten. Ich wollte gerade keine literarischen Denkmäler errichten. Nichts Monumentales wollte ich schreiben, sondern etwas Leichtes, nichts Sprödes, sondern etwas, das auf die Leser einen gewissen Sogeffekt ausübt.

Entstanden sind 30 Geschichten. In jeder davon steht ein prägnantes Erlebnis im Mittelpunkt. Doch sie sind auch untereinander verwoben. So tauchen manche Motive immer wieder auf, werden hier nur beiläufig erwähnt, dort aber vertieft. Nebenfiguren aus einer Geschichte lernt man in einer anderen plötzlich besser kennen. So ergibt sich aus all den Einzelteilen letztendlich doch ein zusammengehöriges Ganzes, das aber assoziativ im Kopf des Lesers entsteht, das Freiräume lässt und lose verwoben ist.

Mein Wunsch wäre, dass sich aus den einzelnen Elementen ein „Gesamtgefühl“, eine „Gesamterfahrung“ einstellt, die mein „DDR-Gefühl“ nachvollziehbar macht. Weil ich davon überzeugt bin, dass ich nicht der Einzige bin, dem hier etwas fehlt.

Ich möchte Erinnerungen und Ereignisse, die ich für persönlich bedeutsam, aber darüber hinaus auch für allgemeingültig halte, aufbewahren und teilen. Ich glaube, die Chancen stehen gut, dass sich dadurch auch viele andere Ossis in meinen Geschichten wiederfinden. Was das Interesse von „Wessis“ betrifft, so bieten ihnen meine Geschichten einen Einblick in den Alltag einer Welt, die sie so nie kennen gelernt haben. Ich hoffe, dass es mir gelungen ist, hier allen Lesern auf unterhaltsame Weise etwas nahe zu bringen, das auch 20 Jahre nach Mauerfall immer noch bedroht ist (und sich wahrscheinlich auch immer mehr dem Vergessen nähern wird). Anlässlich des 20. Jahrestages des Mauerfalls bieten die „Mauergewinner“-Geschichten meinen anderen Blick auf das verschwundene Land DDR.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Goldrichtig!" 16. August 2009
Von A. Starke
Format:Broschiert
Die "Sättigungsbeilagen" von Mark Scheppert beinhalten ziemlich alles, was man sich unter einem unterhaltsamen, mit einem Augenzwinkern geschriebenen Taschenbuch, vorstellen kann. 30 kernige Kurzgeschichten lassen ein verschwundenes Land wieder auferstehen, das es so dargestellt tatsächlich einmal gegeben hat. Mit spitzfindigem Humor unterlegt, erlebt der interessierte Leser, beinahe körperlich, Stationen einer zumeist unbeschwerten und behüteten Jugend. Mark Scheppert läßt die 70-ziger und 80-ziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts wieder lebendig werden. Erinnerungen, die einen anderen Blick auf eine DDR freilegen, welche man in dieser Form hätte durchaus akzeptieren können! Auf keinen Fall aber als den (real existierenden) Sozialismus, den die Führungsriege um Honecker und Co. versuchte, mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Druckmitteln, einer heranwachsenden Jugend aufzuzwingen. Der Autor zeichnet wahrhafte Bilder aus einem Alltag, der im Osten Deutschlands nicht immer ganz so einfach war, wie in seinen Geschichten, leicht nachvollziehbar, dargestellt ist.
Natürlich hatte es eine Vieleklassengesellschaft gegeben; privilegiert war aber nur die herrschende Klasse sowie einige Künstler und natürlich jede Menge Sportler -
und wer keinen Zugang zum überlebenswichtigen "Vitamin B" hatte, bekam auch keinen Fuß in irgendwelche Türen. Solche und andere Geschichten,finden sich in den "Sättigungsbeilagen" als witzige Episoden, mutig erzählt, gehäuft wieder. Sie treffen einmal mehr den Zeitgeist von damals!
Die in ihren Wurzeln oftmals (von der Obrigkeit des Landes und sog. Führungskadern) als renitent bezeichnete Ostjugend (die offiziell aber nicht in Erscheinung treten durfte!), vor allem im sozialistischen Berlin, frönte abseits der Blauhemd tragenden sowie der Partei - und Staatsführung zujubelnden Masse, ihren ausschweifenden "Hobbys".
In einigen der "Mauergeschichten" findet man sich darum zumeist auch selbst. Das macht Appetit auf mehr - ohne Ostalgie-Brille!
Dieses Büchlein ist ein unbedingt Lesens - und empfehlenswertes. Für jeden Ossi ein Muß. Für Wessis, die hinter dem eisernen Vorhang nicht nur arbeitsscheue Zombies vermutet haben, eine schwierige, aber lösbare Hausaufgabe! Vielleicht trägt das ja dazu bei, nach 20 Jahren Mauerfall endlich mal die unerträglich nutzlosen und phantasielosen Diskussionen über die "Hüben" und die "Drüben", zu beenden!?
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine rundum gelungene Erinnerungsreise 29. Juli 2009
Format:Broschiert
Der Autor - bloß ein paar Monate jünger als ich ;-) - spricht mir aus der Seele mit jeder einzelnen Geschichte. Als Ossi verstehe ich nun selbst die Dinge, die ich bis 1989 nicht überrissen habe, zum Beispiel, daß wir eine Vierklassengesellschaft hatten: Menschen mit Privilegien, Menschen mit Verwandtschaft im Westen, Menschen mit Privilegien UND Verwandtschaft im Westen sowie Menschen mit gar nichts von beidem. Da scheinen in unserer demokratischen Bundesrepublik ja geradezu paradiesische Zustände zu herrschen!
Die Sättigungsbeilagen" sind unterhaltsam und mitreißend geschrieben und werden wohl vor allem bei der letzten gerade erwachsen gewordenen Generation der DDR viele Lacher und auch ein paar Wehmutstränchen hervorrufen. Na klar hatten die meisten von uns eine fetzige, aufregende und vergleichsweise unbeschwerte Jugend! Es ist an der Zeit, daß dieser Fakt - jenseits aller Ostalgie übrigens - ins Bewußtsein der Meinungsmacher (vielmehr: Stimmungsmacher und merkwürdigerweise immer Wessis) in unserem Land vordringt. Wir wollen uns ganz einfach an die guten alten Zeiten und an unsere Wurzeln erinnern dürfen, ohne ständig über den Unrechtsstaat debattieren zu müssen. Daß viele Ansätze, die der DDR bzw. generell dem Gedanken des Sozialismus entsprangen, mittlerweile durch die Hintertür als endgeile neue Ideen verkauft werden, etwa im Bildungswesen, sollte doch zu denken geben.
Also: Wer die Möglichkeit hat, sollte das leichtgängige Aufklärungsbüchlein "Mauergewinner" jedem Westdeutschen in die Hand drücken. Es macht nämlich vor allem eins: Spaß zu lesen.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Mark Scheppert erzählt in rasantem Schreibstil vom ganz normalen Leben in der ehemaligen DDR. Unterhaltsam und kurzweilig zeichnet er sein Bild vom Heranwachsen in einem verschwundenen Land - nicht im sozialistischen Staat. Es geht ihm ums Menschliche, Persönliche, das er vollkommen ideologiefrei erzählt. Nicht larmoyant, nicht ostalgisch, und mit viel Humor macht er seine "Sättigungsbeilagen" zu einem außerordentlich angenehmen Lesevergnügen. Den "Mauergewinner" zu verschlingen, ist eine echte Bereicherung, denn es macht wirklich großen Spaß, auch mal einen vergnügten Blick auf diese DDR zu werfen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
1.0 von 5 Sternen Nicht die ganze Wahrheit, leider.
Meine Erwartungen an das Buch waren dieses ganz bestimmte Gefühl wieder hervorzurufen, dass ich mit meiner Kindheit in der DDR verbinde. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. April 2011 von Lyce
2.0 von 5 Sternen schön zu lesen, aber keine Realität in der DDR
Ich hatte an dieses Buch hohe Erwartungen gestellt.
Es liest sich sehr gut und viele Erinnerungen werden wieder zum leben erweckt...
Aber, aber, aber ... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. September 2010 von ringel
1.0 von 5 Sternen Untypisch
Ich habe das Buch schon vor der Veröffentlichung als Testleser gelesen, und da ich über manche Rezensionen eher verwundert bin, will ich nun doch meine etwas andere Sicht... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. März 2010 von Bücherhexe
4.0 von 5 Sternen die DDR meine Kinderzeit
Ja , ja die schöne DDR-Kinderzeit . Als erstes geht gar nicht das man wie auf dem Cover ein Jungpionierhemd und ein Thälmannpionierhalstuch trägt !! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. Dezember 2009 von Anke Petke
5.0 von 5 Sternen Durchgängig spöttisch ...
"Man kann sich leicht eine Sprache vorstellen, die nur aus Befehlen und Meldungen in der Schlacht besteht, oder eine Sprache, die nur aus Fragen besteht und einem Ausdruck der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. November 2009 von FrizzText
5.0 von 5 Sternen Spannende Anekdötchen eines Ostberliners
Ich habe das Buch fast am Stück durchgelesen.
Einfach nur Klasse ein wenig "Gute Ostalgie" zu lesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 21. Oktober 2009 von aumi1976
5.0 von 5 Sternen Urlaubslektüre
Sehr kurzweilig, zum schmunzeln und wiedererkennen, ideal für den Nachmittag auf der Couch oder am Ostseestrand. Ich habs gleich an Freunde weiterempfohlen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. September 2009 von G. Häusler
5.0 von 5 Sternen Glaubwürdig, voller Humor und vor allem ohne zu verklären!
Endlich mal ein Buch dass die (glücklicherweise) untergegangene DDR nicht verklärt, sondern einfach das Alltagsleben, die Gefühle und Empfindungen aus der Sicht... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. August 2009 von taravao
5.0 von 5 Sternen man findet sich selbst wieder...
Wirkliche (glaubhafte und ehrliche) Geschichten und Erlebnisse eines damaligen DDR-Schuelers und Jugendlichen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. August 2009 von cokamaka
5.0 von 5 Sternen Erinnerungen
Ich finde das Buch super. Es werden Erinnerungen wach, die man so gar nicht mehr vor Augen hatte.

Ich kann jedem nur empfehlen, dieses Buch zu lesen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. August 2009 von Anna Kunze
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