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Mauergewinner. 30 DDR-Sättigungsbeilagen Broschiert – 18. Juni 2009

23 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Broschiert: 212 Seiten
  • Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (18. Juni 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839106044
  • ISBN-13: 978-3839106044
  • Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 2 x 19,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (23 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 829.774 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Mark Scheppert wurde 1971 geboren und lebt seither in Berlin-Friedrichshain.
Er war er Landschaftsgärtner, Möbelträger, Student, Sachbearbeiter, Küchenhilfe, Erntehelfer, Forstmitarbeiter, Fahrradcodierer, Vertreter, Postbearbeiter und Anzeigenverkäufer. Doch all das fand er kein bisschen aufregend. Deshalb begann er, ab 1989 die Welt zu erkunden und nebenher ein paar Zeilen zu schreiben.

Mit seinem Buch "Mauergewinner" gelang ihm sofort ein beachtlicher Erfolg. "Koalaland" ist sein erster Roman.

Weitere Infos zum Autor: www.markscheppert.de

Mark Scheppert ist Mitglied der Berliner Lesebühne "Die Unerhörten".

Produktbeschreibungen

Autorenkommentar

War ich also so ein Sonderfall?

Das konnte kaum sein. Wieder hatte ich dieses beunruhigende Gefühl, dass wir Ossis eigentlich bis heute keine eigene Stimme gefunden haben, um mit Würde und Selbstbewusstsein, humorvoll und gerade deshalb auch ernsthaft von unserer Vergangenheit zu erzählen. Jenseits von Verklärung, Verkitschung, Verniedlichung, Ostalgie und – natürlich – politischer Aufarbeitung. Ich fand, dass im neuen Deutschland langsam ein Bild der DDR heranreifte, das mit meiner DDR erstaunlich wenig gemein hatte.

War ein Teil von mir also wirklich mit der DDR verschwunden? Meine Erlebnisse und Erinnerungen lebten in mir fort – doch um sie aufzubewahren, musste ich sie zu Papier bringen. Ich ahnte dabei natürlich nicht, wie schwierig es sein würde, so wie ich es mir vorgenommen hatte - mit sprachlichem Witz, behutsam und ehrlich - diese Zeit zu reflektieren und dabei von gängigen Mustern abzuweichen. Ich gab mir Mühe, mich nicht nur zu erinnern, sondern auch Verbindungen zur heutigen Zeit herzustellen, zu verfolgen, wie das Erbe der DDR im neuen Deutschland weiterlebt. So wie auch ich es tue.

Ich wusste, was ich suchte: das Kleine, das Genaue, das Detail, in dem vielleicht gerade, weil es so nebensächlich schien, das große Ganze sichtbar wurde. Dazu gehörte meine Familie mit all ihren Ritualen, meine Freunde mit all ihren verrückten Ideen, die Schule, die Sportwettkämpfe – meine persönliche Umgebung. Und das schon in meiner Jugend immer deutlicher werdende Gefühl, den gnadenlosen Mechanismen eines totalitären Staates und Systems unterworfen zu sein.

Die richtige Form für mein Unterfangen waren kurze, temporeiche Geschichten. Ich wollte gerade keine literarischen Denkmäler errichten. Nichts Monumentales wollte ich schreiben, sondern etwas Leichtes, nichts Sprödes, sondern etwas, das auf die Leser einen gewissen Sogeffekt ausübt.

Entstanden sind 30 Geschichten. In jeder davon steht ein prägnantes Erlebnis im Mittelpunkt. Doch sie sind auch untereinander verwoben. So tauchen manche Motive immer wieder auf, werden hier nur beiläufig erwähnt, dort aber vertieft. Nebenfiguren aus einer Geschichte lernt man in einer anderen plötzlich besser kennen. So ergibt sich aus all den Einzelteilen letztendlich doch ein zusammengehöriges Ganzes, das aber assoziativ im Kopf des Lesers entsteht, das Freiräume lässt und lose verwoben ist.

Mein Wunsch wäre, dass sich aus den einzelnen Elementen ein „Gesamtgefühl“, eine „Gesamterfahrung“ einstellt, die mein „DDR-Gefühl“ nachvollziehbar macht. Weil ich davon überzeugt bin, dass ich nicht der Einzige bin, dem hier etwas fehlt.

Ich möchte Erinnerungen und Ereignisse, die ich für persönlich bedeutsam, aber darüber hinaus auch für allgemeingültig halte, aufbewahren und teilen. Ich glaube, die Chancen stehen gut, dass sich dadurch auch viele andere Ossis in meinen Geschichten wiederfinden. Was das Interesse von „Wessis“ betrifft, so bieten ihnen meine Geschichten einen Einblick in den Alltag einer Welt, die sie so nie kennen gelernt haben. Ich hoffe, dass es mir gelungen ist, hier allen Lesern auf unterhaltsame Weise etwas nahe zu bringen, das auch 20 Jahre nach Mauerfall immer noch bedroht ist (und sich wahrscheinlich auch immer mehr dem Vergessen nähern wird). Anlässlich des 20. Jahrestages des Mauerfalls bieten die „Mauergewinner“-Geschichten meinen anderen Blick auf das verschwundene Land DDR.

Klappentext

„Die Geschichten von Mark Scheppert sind temporeich und witzig geschrieben und dabei schonungslos ehrlich. Ein unterhaltsamer und radikal persönlicher Blick auf den Alltag in der DDR, der gerade deshalb für alle in diesem neuen Deutschland von Bedeutung sein sollte. Scheppert erzählt mit eigener Stimme von einer anderen DDR als der, die wir so oft verabreicht kriegen.“ Hannes Klug, Journalist und Drehbuchautor

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Anke Petke am 28. Dezember 2009
Format: Broschiert
Ja , ja die schöne DDR-Kinderzeit . Als erstes geht gar nicht das man wie auf dem Cover ein Jungpionierhemd und ein Thälmannpionierhalstuch trägt !! Also , wenn man sich schon über seine Kindheit in der DDR ausquatschen will , sollte man das auch richtig machen . Ich bin selber ein DDR-Kind und ich war es gerne !! Ein paar Dinge waren sicher nicht sehr lustig , aber im großen und ganzen war es eine sehr unbeschwerte Zeit . Ich denke , die Kinder von heute haben es viel schwerer . Wir konnten wirklich noch Kinder oder auch Jungendliche sein . Die Pioniernachmittage oder auch die Discos in den viel zu kleinen Jugendclubs waren doch Dinge an die ich mich sehr gerne zurück erinnere . Klassenfahrten und auch das Ferienlager waren super . Das wird in diesen Buch auch ganz gut beschrieben , wenn es auch für mich andere Erlebnisse gibt , so gleichen sie sich in manchen doch sehr . Wer seine Erlebnisse in der DDR vergessen hat und sich mal wieder daran erinnern will , oder wer im Westen aufgewachsen ist und sich mal wundern will sollte sich dieses Buch unbedingt kaufen .
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von A. Starke am 16. August 2009
Format: Broschiert
Die "Sättigungsbeilagen" von Mark Scheppert beinhalten ziemlich alles, was man sich unter einem unterhaltsamen, mit einem Augenzwinkern geschriebenen Taschenbuch, vorstellen kann. 30 kernige Kurzgeschichten lassen ein verschwundenes Land wieder auferstehen, das es so dargestellt tatsächlich einmal gegeben hat. Mit spitzfindigem Humor unterlegt, erlebt der interessierte Leser, beinahe körperlich, Stationen einer zumeist unbeschwerten und behüteten Jugend. Mark Scheppert läßt die 70-ziger und 80-ziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts wieder lebendig werden. Erinnerungen, die einen anderen Blick auf eine DDR freilegen, welche man in dieser Form hätte durchaus akzeptieren können! Auf keinen Fall aber als den (real existierenden) Sozialismus, den die Führungsriege um Honecker und Co. versuchte, mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Druckmitteln, einer heranwachsenden Jugend aufzuzwingen. Der Autor zeichnet wahrhafte Bilder aus einem Alltag, der im Osten Deutschlands nicht immer ganz so einfach war, wie in seinen Geschichten, leicht nachvollziehbar, dargestellt ist.
Natürlich hatte es eine Vieleklassengesellschaft gegeben; privilegiert war aber nur die herrschende Klasse sowie einige Künstler und natürlich jede Menge Sportler -
und wer keinen Zugang zum überlebenswichtigen "Vitamin B" hatte, bekam auch keinen Fuß in irgendwelche Türen. Solche und andere Geschichten,finden sich in den "Sättigungsbeilagen" als witzige Episoden, mutig erzählt, gehäuft wieder. Sie treffen einmal mehr den Zeitgeist von damals!
Die in ihren Wurzeln oftmals (von der Obrigkeit des Landes und sog. Führungskadern) als renitent bezeichnete Ostjugend (die offiziell aber nicht in Erscheinung treten durfte!
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11 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Klaus-Peter Eschert am 30. Juni 2009
Format: Broschiert
30 Sättigungsbeilagen lautet der Untertitel dieses Buches. 30 kleine Geschichten warteten auf mich beim abendlichen Lesen.

Aber die 30 Beilagen sättigten nicht, sondern machten immer mehr Appetit auf die nächste Beilage. Und nach der letzten Beilage stellte ich erstaunt fest, dass es 4:30 Uhr morgens war und ich das Buch "gefressen" hatte. Alle Geschichten lassen sich locker flockig lesen und bieten Bilder aus dem Alltag einer DDR, die ganz anders ist als jene, die ich als Wessi bisher geboten bekam.

Von solchen Geschichten wünsche ich mir mehr. Weiter so.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von A. Engel am 30. Juni 2009
Format: Broschiert
Vielen Dank für diese köstliche Milieustudie! Ja, die Story könnte sich fast so oder ähnlich auf einem Dorf in Westdeutschland zugetragen haben. Ich habe mich köstlich amüsiert, mich gaaanz oft an meine eigene Jugend erinnert gefühlt und noch öfter beim Lesen erkannt, daß der Westen und der Osten , wenn man mal die Lupe nimmt und auf die Dorfjugend schaut, so unterschiedlich gar nicht sind /waren.

Unbedingt kaufen! Alle sollten das Buch kaufen, die Urlaub in Deutschland machen wollen (egal ob Ost oder West!): als Urlaubslektüre.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von FrizzText HALL OF FAME REZENSENT am 21. November 2009
Format: Broschiert
"Man kann sich leicht eine Sprache vorstellen, die nur aus Befehlen und Meldungen in der Schlacht besteht, oder eine Sprache, die nur aus Fragen besteht und einem Ausdruck der Bejahung und Verneinung. Und unzählige andere. Eine Sprache vorstellen heißt, sich eine Lebensform vorstellen..." schrieb der Philosoph Ludwig Wittgenstein (1889-1951). Ein auffälliges Phänomen bezüglich der zusammen wachsenden Teile Deutschlands (für Sprachphilosophen) ist das Abdriften der Beschreibungssysteme in kuriose Gewässer mit Untiefen. Von den Selbstbeweihräucherungen des Kanzlers der Einheit und den Parolen auf den Straßen in Leipzig 1989, von den Merkel'schen Tricks, "Deutungshoheit" zu erlangen bis zu den Tandem-Tänzen von Gysi und Lafontaine, vom Lamentieren der "Zonenkinder" bis hin zur Kaltschnäuzigkeit der Ex-Treuhand-Chefin: mancher Leser (und Denker) muss sich (Ideologie-argwöhnisch) fragen, wo denn eigentlich die Wirklichkeit nun festzumachen sei. Mark Scheppert demonstriert mit seinem Buch MAUERGEWINNER eine Eulenspiegelhafte Variante dieses scheinbar närrischen deutsch-deutschen Wetteiferns.Lesen Sie weiter... ›
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