Der öffentlich-rechtliche Rundfunk gilt nicht zu Unrecht als eines der Geschenke der Nachkriegszeit. Durch Erfahrungen des Missbrauchs in der Nazizeit und des Wissens um übermächtige, staatliche Einflussnahme in einigen unserer Nachbarländer so gegründet, stellt sich das System immer noch gern als völlig unabhängig dar, mahnt aber gleichzeitig sich selbst zur Orientierung am Zuschauerinteresse, das sich durch Quoten beweisen lasse. Dabei hat es sich verfangen im Netz von Quotenabhängigkeit, Werbefinanzierung und Parteienvetternwirtschaft, eine insgesamt schwierig zu entzerrende , die Programmqualität herunterziehende Gemengelage.
Weder Politik, Kultur noch Sport oder Infotainment werden in den Einzeldarstellungen ausgelassen. Am Schluß fehlt auch nicht ein Ansatz zur Lösung des Problems, sollte es solche barocken Machtmenschen, wie es Medienpolitiker gelegentlich zu sein scheinen, überhaupt interessieren .
Spannend und informativ geschrieben, Pflichtlektüre für Gebührenzahler, Intendanten und Politiker !