Der 21jährigte Matthew Shepard lebt ein offen schwules Leben und sucht nach Wegen, wie es in seinem Leben weiter gehen soll, wie alle in seinem Alter. Doch sein Leben endet tragisch, festgebunden an einem Zaun wird er auf freiem Feld von zwei Gleichaltrigen, denen sein offen schwules Leben ein Dorn im Auge ist, bestialisch zu Tode gequält. Die beiden werden kurz darauf fest genommen; sie argumentieren, sie hätten sich durch Matthews Schwulsein bedroht gefühlt. Beide bekommen lebenslänglich ohne Aussicht auf vorzeitige Entlassung. Matthews Eltern entscheiden sich gegen die Todesstrafe, damit die Täter sich ihre Tat ein Leben lang vor Augen halten müssen. Ein von Bill Clinton initiiertes "Gesetz gegen Hassverbechen" wurde erst von Barack Obama 2009 unterzeichnet und ging als "Matthew Shepard Act" (das eine höhere Strafe vorsieht, wenn das Hassverbechen aus sexuellen Motiven begangen wurde) in die Gesetzgebung der USA ein.
"The Matthew Shepard Story" ist erfreulicher Weise deutsch synchronisiert worden, so dass man sich ganz auf das Geschehen konzentrieren kann. Ein hervorragend gemachter Film von einem großartigen Regisseur, Roger Spottiswoode, der ein Meister seines Fachs ist ("Under Fire" mit Nick Nolte und Jean-Louis Trintignant, der Bond-Film "Der Morgen stirbt nie"). Alle Schauspieler spielen ihre Rollen überzeugend, besonders Stockard Channing in der Rolle der "Mutter" wurde zu Recht mit einem 'Emmy' ausgezeichnet, aber auch Shane Meier als "Matthew" geht sehr zu Herzen. Der Film berührt zutiefst, er ein Meilenstein in der Geschichte schwulen Lebens, bei dem leider sehr oft die dunklen Seiten wie hier überwiegen. Ganz nebenbei ist der Film auch noch eine außergewöhnlich überzeugende Stimme gegen die Todesstrafe.
Ein Muss für jeden, den schwules Leben angeht!