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Matthäus-Passion
 
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Matthäus-Passion [Doppel-CD]

Pregardien , Rhein.Kantorei , Max , Johann Sebastian Bach Audio CD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 22,06 Kostenlose Lieferung. Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Komponist: Johann Sebastian Bach
  • Audio CD (27. Dezember 2000)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Format: Doppel-CD
  • Label: Capriccio (Naxos Deutschland Musik & Video Vertriebs-)
  • ASIN: B000001WW0
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 248.236 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

Disk: 1
1. Kommt, ihr Töchter, helft mir klagen
2. Da Jesus diese Rede vollendet hatte
3. Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen
4. Da versammelten sich die Hohenpriester... Ja nicht auf das Fest... Da nun Jesus war zu Bethanien...
5. Du lieber Heiland du
6. Buß und Reu
7. Da ging hin der Zwölfen einer
8. Blute nur, du liebes Herz
9. Aber am ersten Tag der süßen Brot... Wo willst du, daß wir dir bereiten... Er sprach: Gehet hin...
10. Ich bin's, ich sollte büßen
Alle 35 Titel anzeigen.
Disk: 2
1. Und der Hohepriester antwortete und sprach... Er ist des Todes schuldig!... Da speieten sie aus...
2. Wer hat dich so geschlagen
3. Petrus aber saß draußen im Palast... Wahrlich, du bist auch einer von denen... Da hub er an, sich...
4. Erbarme dich, mein Gott
5. Bin ich gleich von dir gewichen
6. Des Morgens aber hielten alle Hohenpriester
7. Gebt mir meinen Jesum wieder
8. Sie hielten aber einen Rat
9. Befiehl du deine Wege
10. Auf das Fest aber hatte der Landpfleger eine Gewohnheit... Laß ihn kreuzigen
Alle 33 Titel anzeigen.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Johann Sebastian Bach (1685 - 1759): Matthäus-Passion BWV 244: Gesamtaufnahme. Ausführende: Christoph Prégardien, Tenor - Evangelist; Klaus Mertens, Bass - Jesus; Monika Frimmer, Sopran - Arien; Veronika Winter, Sopran - Arie: "Blute nur, du liebes Herz" und Ancilla II; Lena Susanne Norin, Alt - Arien; Wilfried Jochens, Tenor - Arien; Hans-Georg Wimmer, Bass - Arien und Hohepriester; Sabine Orthey, Sopran - Weib des Pilatus und Ancilla I; Akira Tachikawa, Alt - Erster Zeuge; Wilfried Rombach, Tenor - Zweiter Zeuge; Tobias Volz, Tenor - Pontifex I; Thomas Herberich, Bass - Pilatus; Ekkehard Abele, Bass - Petrus; Kai-Uwe Fahnert, Bass - Judas; Clementine Jusdinsky, Sabine Orthey, Angela Rudolph, Carmen Schüller - Ripieno-Sopranistinnen; Rheinische Kantorei (je 2 Chöre à 16 Stimmen), Das Kleine Konzert (Hartwig Groth, Viola da gamba; Lidewij Scheifes und Barbara Kernig, Violoncello; Christoph Lehmann und Menno van Delft, Orgel); Gesamtleitung: Hermann Max.
Aufnahme: Dendesaal des Deutschlandfunks, Köln, 20.-26. Februar 1995.
Veröffentlicht 1996 als 2-CD-Box unter der Katalognummer Capriccio 60 046-2. Gesamtspielzeit: 2 Std. 33 Min. 17 Sek.

Hermann Max' Matthäus-Passion passt auf 2 CDs statt der ansonsten üblichen drei. Dabei hat er nicht gekürzt, höchstens auf die eine oder andere Wiederholung verzichtet. Der eigentliche Grund liegt in seinem radikalen Interpretationsansatz. Er setzt sämtliche Vorzüge der Alte-Musik-Bewegung hier um und produziert eine Passion, die sich sowohl vom "monumentalen" Aufführungsstil früherer Generationen als auch von sämtlichen Kompromissen seiner Originalklangvorgänger absetzt. Hier hört man einen völlig verschlankten, von jeglichem Beiwerk befreiten Bach mit schnellen, teilweise richtig tänzerischen Tempi, Solisten, die, mit der möglichen Ausnahme von Wilfried Jochens, auf jegliche Zurschaustellung ihres großartigen stimmlichen Könnens verzichten und den Text so direkt und verständlich wie möglich wiedergeben, einen zwar nicht solistisch besetzten, aber äußerst durchhörbaren Chor und ein Orchester, dessen tänzerisch-beschwingtes Vorwärtsdrängen hin und wieder zwar als dem Thema nicht ganz angemessen empfunden werden kann, einem jedoch neue Perspektiven auf Bachs ungemein vielschichtige Musik zu eröffnen vermag. Dabei ist eine "Warnung" auszusprechen: Falls Sie die Matthäus-Passion mit Hilfe dieser Aufnahme kennen lernen, wird sie Ihnen vermutlich den Geschmack an den meisten anderen Aufführungen gründlich verderben. Und falls Sie andere Matthäus-Passion-Einspielungen bereits kennen und lieben: Stellen Sie sich darauf ein, dass diese hier Sie im ersten Augenblick überraschen, vielleicht sogar schockieren wird. Die einzige Aufnahme der letzten Jahre, mit der ich diese vergleichen könnte, wäre Siegbert Rampes radikale Interpretation der Brandenburgischen Konzerte (auf Virgin Classics: Brandenburgische Konzerte). Wobei Max allerdings kein "Radikalinski" ist und auch nicht auf irgendeine fingierte Authentizität setzt: Hier gibt es weder Knaben noch krähende Countertenöre zu hören; die Alt-Arien werden herrlich klar und warm vorgetragen von der wunderbaren schwedischen Alte-Musik-Expertin Lena Susanne Norin, während die üblicherweise von Knaben gesungenen Ripieno-Abschnitte von vier schönen Frauenstimmen übernommen werden. Im übrigen: Auch die anderen Solisten gehören zu den besten ihres (Alte-Musik-)Faches: Christoph Prégardien als Evangelist ist mit seinem geschmeidigen Vortrag einmalig gut, und über Klaus Mertens, hier als Jesus, muss man nichts mehr sagen - er hat sich völlig zu Recht den allerbesten Ruf erarbeitet, sein Timbre gehört zu den angenehmsten Bass-Stimmen, die die Alte-Musik-Szene hervorgebracht hat. Höchstens der Tenor Wilfried Jochens scheint ein wenig aus dem Rahmen zu fallen: seine Stimme wirkt zeitweise etwas nervös und extravertiert, jedoch nicht so, dass er den hervorragenden Gesamteindruck schmälert.

Die 2-CD-Box wird mit einem ausführlichen Booklet ausgeliefert, das drei Aufsätze in je drei Sprachen, ausgiebige Künstlerbiographien und das komplette Libretto auf deutsch und in einer teils recht bemüht wirkenden englischen Übersetzung enthält.

Hermann Max schließt seine Überlegungen zum Verhältnis Rhetorik, Affekt und Harmonik bei Bach mit den Worten ab: "Bachs Musik muss gehört und nicht beschrieben werden." Das gleiche gilt für diese Interpretation. Traditionalisten werden sie vermutlich hassen; offene Ohren und Herzen werden möglicherweise das genaue Gegenteil empfinden.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kantorat 12. März 2008
Hermann Max ist ein kundiger. Das booklet weist ihn als solchen aus und seine zahlreichen Aufnahmen zeugen davon. Sein Chor singt tadellos, seine Solisten gehören zu den besten in Deutschland.
Warum springt kein Funke über ?
Die Tempi sind gemässigt. Nicht so schleppend wie bei Münchinger oder Richter, aber auch weit entfernt von einem Gardiner.
Schon der Eingangschor löst mir einen gewissen Widerwillen aus. Nicht pathetisch, keine Klangrede wie bei Herreweghe. Einfach durchschnittliches Kantorat auf hohem Niveau.
So zieht es durch die ganze Passion.Korrekt, aber nicht spannend. Wenn ich das Duett Nr. 27 höre- so ist mein Jesus nun gefangen- assoziiere ich, da schlurfen aber zwei. Die Chor-Einwürfe ,einfach zahm, da höre man mal Solti, was er an Dramatik daraus holt ( die Betonungen in diesem Duett verstehe ich überhaupt nicht, warum ein Akzent auf " Licht" gesetzt wird, verbirgt sich mir).
Der anschliessende Chor, Sind Blitze und Donner, entbehrt auch weitgehend der Dramatik, es klingt auch ein wenig undifferenziert.
Diese Aufnahme ist eine Aufführung, wie man sie von guten Kantoreien zu Karfreitag hören würde.
Max hat einen sehr guten Evangelisten, Mertens als Jesus passt gut zu dieser Aufnahme. Er ist ein überaus erfahrener Sänger, aber seine Interpretation berührt mich nicht sondernlich, wie etwa Fischer-Dieskau oder Görne.
Wenn man eine Aufnahme sucht, die nicht ein Extrem verkörpert, sondern eher " Normalität" kann man zu dieser greifen, aber vielleicht doch eher zu der zweiten von Rilling, fast aus der gleichen Zeit, 1994.
Angesichts der Überfülle von Aufnahmen dieses Werks kann man diese vernachlässigen.
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