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Matthäus-Passion
 
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Matthäus-Passion [Box-Set]

Peter Schreier , Sd , Johann Sebastian Bach Audio CD
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Komponist: Johann Sebastian Bach
  • Audio CD (11. März 1985)
  • SPARS-Code: DDD
  • Anzahl Disks/Tonträger: 3
  • Format: Box-Set
  • Label: Philips (Universal)
  • ASIN: B00000E2T6
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 234.934 in Musik (Siehe Top 100 in Musik)

Disk: 1
1. Kommt, ihr Töchter, helft mir klagen
2. Da Jesus diese Rede vollendet hatte
3. Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen
4. Da versammleten sich die Hohenpriester - Ja nicht auf das Fest
5. Du lieber Heiland du
6. Buß und Reu
Alle 25 Titel anzeigen.
Disk: 2
1. Und er kam und fand sie aber schlafend
2. So ist mein Jesus nun gefangen - Sind Blitze, sind Donner
3. Und siehe, einer aus denen, die mit Jesu waren
4. O Mensch, bewein dein Sünde groß
5. Ach, nun ist mein Jesus hin
6. Die aber Jesum gegriffen hatten
Alle 24 Titel anzeigen.
Disk: 3
1. Sie schrieen aber noch mehr - Laß ihn kreuzigen - Da aber Pilatus sahe - Sein Blut komme über uns
2. Erbarm es Gott
3. Können Tränen meiner Wangen
4. Da nahmen die Kriegsknechte - Gegrüßet seist du, Judenkönig - Und speieten ihn an
5. O Haupt voll Blut und Wunden
6. Und da sie ihn verspotten hatten
Alle 19 Titel anzeigen.

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Im Hause Bach hieß sie schlicht "die große Passion". Tatsächlich: Johann Sebastina Bachs "Passio Domini Nostri Jesu Christi secundum Matthäum" BWV 244 übertrifft in der Größe ihrer kompositorischen und zeitlichen Dimensionen alles bis zu ihrer Enstehung dagewesene und noch das allermeiste nachfolgende. Unerhört, (über?)fordernd ist diese Musik noch heute, rauschhaft, ekstatisch, energetisch-expressiv bis an die Grenze zum Hysterischen und Gewaltsamen. Den dionysischen Charakter der Bach'schen Musik hat man seit der "Wiederentdeckung" der Matthäus-Passion durch Felix Mendelsohn 1829 bis in unsere Zeit weitgehend außer acht gelassen. Erst die sogenannte historische Aufführungspraxis brach konsequent mit dem Missverständnis pietistisch-milder Behäbigkeit, machte Schluss mit der musikalischen Weichzeichnung, neigte dafür aber zum anderen Extrem, zu überhetzten Tempi, zu nun manifest hysterischer Überspanntheit und zum Fehlen jeglichen mystisch-meditativen Tiefgangs.

Peter Schreiers Aufnahme der Matthäus-Passion von 1984 vermeidet beide Extreme und setzt so Interpretationsmaßstäbe: Der Rundfunkchor Leipzig und die Staatskapelle Dresden bieten unter Schreiers Leitung Chöre und Instrumentalparts mit vollem, warmen Ton, gleichzeitig aber mit Präzision und Transparenz. Schreier wählt generell eher mittlere Tempi und arbeitet so die dramatische Innenspannung des Werkes ebenso heraus wie seine verinnerlicht-betrachtenden Momente.

In seiner zweiten Funktion in dieser Aufnahme ist Peter Schreier ohnehin nach wie vor unübertroffen: Kein zweiter Tenor unserer Tage singt die Partie des Evangelisten mit solch einer ungeheueren energetischen Expressivität, keiner ist dabei so überzeugend und natürlich im Idiom der deutschen Sprache zuhause. Auch Schreiers Solisten-Kollegen musizieren auf hohem Niveau: Theo Adam als eher hell timbrierter Christus, Lucia Popp mit dunkel gefärbtem, dramatischem Sopran, der warme Alt von Marjana Lipovsek, Eberhard Büchners schlanker, introvertierter Tenor und schließlich Robert Holl als kraftvoller, beweglicher Interpret der Bass-Arien.

Gesamturteil: Ausgezeichnete Aufnahme, die vor allem jene begeistern wird, die auf Klangfülle und -schönheit ebenso Wert legen wie auf strukturelle Durchhörbarkeit und Transparenz. --Andreas Grabner

Stereoplay

Querschnitt der besprochenen Gesamtaufnahme, die es auch auf CD gibt. LP Kritik: Stereoolay 8/85

© Stereoplay


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts war die Matthäuspassion ein gern gespieltes, schön klingendes und konventionelles Standardwerk. Große Dirigenten nahmen sich auch damals schon der Partitur an. Doch nie konnte eine Aufführung oder eine Aufnahme diesen monumentalen Brocken als das kenntlich machen, was er ist: Ein radikales Protestwerk, das schonungslos die Bereitschaft des Menschen zum Töten aufdeckt und dessen Choräle eigentlich nur eine trauernde Anklage gegen ihn darstellen. Schreier hat hierfür genau den richtigen Interpretationston gefunden. Dies ist unter den vielen Aufnahmen der Matthäuspassion die Referenz!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Herrlicher Bach der Mitte! 27. Februar 2009
Kompromisse müssen nicht faul klingen. Ich bin im Besitz von 10 einschlägigen Gesamtaufnahmen der Matthäuspassion. Diese beinhaltet einen Bach alter Schule-im besten Sinne mit viel Gefühl und Verstand! Diese Leipziger/Dresdener Aufnahme lässt an jeder Stelle erkennen, dass Bach hier zu Hause war und die Aufführenden in einer außergewöhnlichen Bachtradition stehen. Sie besticht durch ihre Ausgeglichenheit auf höchstem Niveau: Die Tempi sind jederzeit der inhaltlchen Aussage angemessen. Luftig und schlank der erstklassige Rundfunkchor bei "Sind Blitze, sind Donner", wunderbar intensiv bei "Kommt ihr Töchter" o. "O Mensch bewein dein Sünden groß".

Schreier ignoriert die Anfang der 80er stark aufkommende historisierende Aufführungspraxis nicht, lässt sich aber glücklicherweise nicht zu einem Parforceritt durch die Partitur a la Gardiner verleiten. Gleichzeitig vermeidet er auch die schon sehr schwerfällige Langsamkeit eines Karl Richter (vgl. "Kommt ihr Töchter"). Die Streicher der Staatskapelle Dresden klingen schlank, aber warm: perfekt.

Wunderbar das Solistenensemble Popp, Lipovsek, Büchner, Holl: Besser kann man Bach nicht singen: Hohe Textverständlichkeit bei stets gefühlvoller Anteilnahme und Intensität, keine Manierismen! Die Tenorarie "Ich will bei meinem Jesu wachen" wurde niemals auf Tonträger schöner und ergreifender gesungen als von Eberhard Büchner. "Gebt mir meinen Jesu wieder" von Robert Holl: Überirdisch! (Man vergleiche dazu die unsäglich teilnahmslose Interpreation dieser Bassarie durch Thomas Quasthoff in der Rilling-Aufnahme).

Insgesamt ist dies meine Lieblingsaufnahme der Matthäuspassion, dicht gefolgt von Solti/Chicago, die sich übrigens durch ganz ähnliche Stärken auszeichnet, bei der aber der Baß (Krause) im Sängerensemble abfällt und mich persönlich der wenn auch nur leichte Dialekt von Rolfe Johnson doch etwas stört.

Einziger kleiner Kritikpunkt an der Philips-CD: Klang/Brillianz (Aufnahmetechnik) sind noch als gut zu bezeichnen, aber nach heutigem Maßstab eben nicht sehr gut.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Da ist wirklich der Genius Perter Schreiers zu hören, wie er sich nur nach langer Auseinandersetzung und mit großer persönlicher Reife ausdrücken kann.
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