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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gute und schlechte Seiten, 26. Oktober 2008
Ich bin ein Fan von Banks' Kultur-Romanen; sie bilden für mich gewisserweise den Maßstab für Science-Fiction, und die gebundenen Erstausgaben haben einen Ehrenplatz in meinem Bücherregal. 'Matter' finde ich leider relativ enttäuschend, zumindest im Vergleich zu den Vorgängern.
Dabei hat das Buch eine Menge positiver Aspekte: Die detailliert beschriebene 'Schalenwelt' bildet einen interessanten Hintergrund. Ihre vorindustriellen Bewohner sind zwar Laborratten der weiter entwickelten Zivilisationen, doch im Vergleich zu den ähnlich primitiven Völkern aus 'Inversions' sind sich die Sarl und Deldeyn aus 'Matter' ihrer Stellung als kleine Rädchen recht gut bewusst und benutzen ihrerseits ihre überlegenen(?) Mentoren für ihre eigenen Zwecke.
Wir begegnen uralten Artefakte von mysteriösen Sternenimperien früherer Zeitalter, deren Motivationen auch für die Kultur unverständlich sind und die eventuell noch immer eine Bedrohung darstellen - viele Fragen bleiben hier offen, und wem die Monolithen aus '2001' oder Lovecrafts Cthulhu-Mythos gefallen, der könnte auch an den Involucra und den Iln aus 'Matter' seine Freude haben.
Auch erfahren wir etwas über den Umgang der Kultur mit ihr ebenbürtigen Spezies, ein bislang wenig behandeltes Thema.
Letzteres sehe ich zugleich aber als großen Nachteil, denn 'Matter' wirkt oft revisionistisch gegenüber den früheren Kultur-Romanen. Bislang hatte man den Eindruck, dass der Konflikt mit den Idirern im ersten Roman 'Consider Phlebas' das letzte Mal war, dass die Kultur sich ernsthaft mit einem vergleichbar weit entwickelten Volk hatte befassen müssen, und sie seither relativ entspannt in ihrer technischen Überlegenheit gegenüber dem Rest der Welt vor sich hin lebten und sich hier und da einmischten, wenn es ihnen Spaß machte. Doch nun haben wir mit dem Morthanveld-Imperium eine Zivilisation, die viel älter und größer ist und sich auch gerne überall einmischt. Für die Zukunft der Kultur-Romane mag das nützlich sein, da sich nun die Möglichkeit für größere Konflikte eröffnet, doch man muss sich schon fragen, wo die Morthanveld in 'Consider Phlebas' waren. Oder was die alten Homomda (die angeblich gerne andere Völker gegeneinander ausspielen, bevor sie zu mächtig werden) von den Morthanveld halten. Oder warum die Kultur als ungewöhnlich gilt, weil sie nach zehntausend Jahren immer noch mit Raumschiffen herumfliegt und noch nicht wie frühere Zivilisationen irgendwann vom materiellen Universum in eine 'höhere Existenzebene' gewechselt ist, wenn die Morthanveld seit einer halben Million Jahren dasselbe machen.
Insofern zerrüttet 'Matter' meiner Meinung nach den Kultur-Zyklus, der bisher konsistent war und mit 'Look to Windward' einen guten Abschluss hätte finden können.
Dazu kommt, dass der Hintergrund im neuen Roman zwar interessant ist, die Handlung aber für meinen Geschmack oft nicht viel Spannung hergibt. Die lange und gemächliche Reise von Frodo und Sam... äh, Ferbin und Holse zieht sich ganz schön hin, und viele Zwischenstopps scheinen nur dazu zu dienen, eine weitere bizarre Umgebung illustrieren zu können. Der Tempowechsel auf den letzten 100 Seiten ist da sehr willkommen, auch wenn er etwas abrupt wirkt.
Das Buch hat einen lexikonartigen Appendix, der zum Verständnis der Handlung völlig unnötig ist und sich sehr langweilig liest, wenn man ihn sich zum Schluss der Reihe nach vornimmt. Ich habe fast den Eindruck, der Appendix dient nur dazu, das Ende des Romans überraschender zu machen, da es so 20 Seiten früher kommt, als man es von den Seitenzahlen her vermutet hätte. :-) Nicht überraschen sollte den Leser, dass wie wie bei fast allen Romamen von Banks eine ausführliche Charakterbeschreibung keine Lebensversicherung für die Romanfigur darstellt; das individuelle Ende kommt oft schnell und unerwartet - aber nicht immer.
Abschließend sehe ich 'Matter' als den schlechtesten Kultur-Roman, womit das Buch immer noch besser ist als viele andere. Man sollte beim Lesen der Reihe nicht unbedingt hiermit beginnen, da es nicht sehr repräsentativ für den Kultur-Zyklus ist, sondern eher eine Erweiterung und neue Richtung bildet.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
A relief after a long wait for the next culture novel, 6. April 2008
I am reviewing this book after the first read. Normally, I would wait until the second read. But it pains me to see it is now only rated 3.5 stars, which in my opinion does a great injustice to the book.
I can understand that Banks' fans have very high expectations, since he has already delivered gems like Consider Phlebas and Use of Weapons. And arguably this book doesn't quite live up to that standard. It lacks the jaw-dropping plot twists of those. However that is not to stay it doesn't keep some big surprises in store. While starting slow, the book moves up to a crescendo ending that is really exciting and surprising.
The book combines several of favourite elements of previous novels: The low-level culture high-level Culture interaction from Inversions, the Mega-Structures from Feersum Endjinn (some of the plot is located in a hollowed-out planet with different species living on the different "floors"), the Minds from Excession, the interesting aliens from The Algebraist lots of cool high-tech and so on.
So if you expect another Consider Phlebas you might get dissapointed, if you expect a great SF novel your expectation will be fullfilled. If you haven't read Banks at all you will be amazed.
All things considered it still far above par for todays SF. Still the best novel I've read this year.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Nice but somewhat meaningless, 21. Februar 2008
Sursamen is a Shellword, artificially created by the long vanished Involucra. Different species live in the different levels, and wars are fought for dominance both of the whole of Sursamen and of the levels themselves.
In a war between the human inhabitants of two levels, the victorious king is killed, leaving the field open for intrigue and uncertainty.
Additional interests from powers out of their experience throw the king's sons into dangers which only their sister, long departed to become an agent of the Culture's Special Circumstances, may be able to save them from.
Contrasting (again, after Inversions) a "barbarian" culture and the highly developed Culture, Banks has created an adventure novel which is interesting for its many exotic settings and makes you care for his well developed characters. However, at the end, it leaves you with the feeling of "So what?".
Probably I would give four stars for this book if it had been written by any other author. From Banks, I just expect more.
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