Es war nur eine Frage der Zeit bis unsere Kinder, ganz wie die Großen, die weite, virtuelle Welt der Online-Spiele entdecken würden. Mit den U.B. Funkeys haben die Kinder von Heute die Möglichkeit, WoW-Spielern (World of Warcraft) nachzueifern. Zwar ist die Welt der Funkeys weitaus weniger bedrohlich - wenn auch nicht ganz ungefährlich - doch Suchtpotential besteht auch hier. (An alle Eltern: Das gilt übrigens auch für Sie!)
Vor einigen Tagen erzählte mir eine Freundin, dass sie ein neues Spiel im Internet entdeckt habe. "Aber psssst, das ist ein Kinderspiel ab 8 Jahren." Da wurde ich natürlich neugierig und ließ mir die Welt der U.B. Funkeys von ihr erklären.
Auf der Website der U.B. Funkeys gibt es eine sehr nette kleine Geschichte über die Herkunft und die "Mission" der Funkeys. Dort ist dann auch von einer Funkeys Community die Rede - und tatsächlich: U.B. Funkeys ist nicht nur ein Spiel, sondern eine Community. Man kann z.B. seine Freunde in deren Wohnungen besuchen - in Terrapinia, der Welt der Funkeys. Allerdings ist es nicht möglich, wie bei anderen Online-Spielen, mit seinen Mitspielern zu kommunizieren oder zusammen zu spielen. Leider!
Andere Features auf der Website sind u. a. der Persönlichkeitstest - welchem Funkey ähnelst Du?, die verschiedenen Profile der Spielfiguren, Wettbewerbe und Gewinnspiele sowie Downloads (Hintergründe, Icons, Video, Images, Ausmalbild etc.). Insgesamt gibt es 14 Spielcharaktere, die sehr individuell gestaltet sind. So haben die verschiedenen Funkeys niedliche Namen, unterschiedliche Fähigkeiten und ihre eigenen Spiele, die nur von den jeweiligen Figuren gespielt werden können.
Mit dem Starter Pack (Inhalt: 2 Funkeys Figuren, ein Hub mit USB Kabel und eine Installations CD) geht der Spaß dann auch schon los. Egal, welche Figur gerade angeschlossen ist, beginnt das Spiel in Funkeystown. Mit Twinx (übrigens unser Favorit und der Star der Funkeys) erforschten wir, was die Stadt zu bieten hat. Es gibt Märkte, auf denen die Funkeys Sachen kaufen können, um ihre Häuser zu pimpen, ein Museum (hier konnte ich die Geschichte aller Funkeys Charaktere nachlesen, sehr interessant!) und sogar einen Hauptbahnhof (man springt in einen Zug und besucht Freunde) - alles natürlich sehr bunt! Außerdem gibt es in Funkeystown ein paar Spiele, die man mit jeder Funkey Figur spielen kann.
Portale, die überall in der Stadt verteilt sind, führen an andere Orte. Doch nicht jeder Funkey kann überall hin. So haben die Portale unterschiedliche Farben (lila, blau, grün und rot) und nur bestimmte Figuren können die jeweiligen unbekannten Welten betreten und dort ihre Spiele spielen. Die erspielten Coins habe ich natürlich gleich in Möbel für meine 3-Zimmer-Wohnung investiert und die erspielten Trophäen poliert in mein Trophäenzimmer gestellt.
Aber wozu das Ganze? Überall in Funkeystown gibt es zerstörte Portale, die durch eine Explosion nicht mehr funktionsfähig sind. Betrieben werden die Portale mit der Kraft von Diamanten, doch wurden einige bei der Explosion zerstört. "Rette den Diamanten. Rette die Stadt. Und besiege Master Lox ein für allemal", heißt es in der kleinen Einführungsgeschichte. Die Aufgabe der Funkeys besteht also darin, die Diamantensplitter zu sammeln, was der böse Master Lox mit seinen Henchmen zu verhindern versucht - ganz ehrlich: ich habe keine Ahnung, warum, weshalb, wieso... Er wird einfach irgendwann erwähnt, ohne Erklärung, was er für Beweggründe hat, die Funkeys in ihrer Idylle zu stören. Die Henchmen laufen in Terrapinia herum und stehlen den Funkeys ihre Coins und Diamantensplitter, die sie bei ihren Spielen gewinnen. Die Splitter müssen zu ganzen Diamanten zusammengefügt werden, um die Portale zu reparieren. Ziel ist es also, die Welt von den Bösewichten zu befreien, um wieder ein Leben in Frieden zu genießen.
Das Spiel ist sehr abenteuerlich und auch Erwachsene können ihren Spaß daran haben. Die Geschichte ist zwar eher für Kinder geeignet, aber wer spielt nicht gerne mal zum abschalten eine Runde Solitär auf dem heimischen Computer? In Terrapinia gibt es definitiv mehr Abwechslung: Neue Welten entdecken, verschiedene Spiele spielen, shoppen gehen, Zimmer einrichten und am Ende das Böse besiegen... Klingt doch nach einem netten Feierabend.