Jetzt muss ich aber unbedingt mal für dieses Spiel Partei ergreifen! Ich habe mir die anderen Rezensionen durchgelesen und verstehe ehrlich gesagt nicht, warum viele so an der angeblich langen Aufbauzeit herumnörgeln. Bei uns ist das Spiel immer ratzfatz aufgebaut. Es ist dafür auch nicht unbedingt ein Erwachsener vonnöten, auch wenn das sogar auf der Schachtel steht. Unsere 6-jährigen Zwillinge kriegen das jedenfalls auch allein prima hin.
Die kurze Spieldauer finde ich sehr positiv, weil man das Spiel auch mal eben zwischendurch spielen kann, wenn nicht soviel Zeit ist. Allerdings kommt es bei uns auch oft vor, dass es dann meistens so viel Spaß macht, dass wir eine Runde nach der anderen spielen und die Zeit darüber ganz vergessen!
Die Regeln sind leicht zu verstehen, daher halte ich es auch für jüngere Kinder schon geeignet. Die Kinder können es auch mal allein spielen, weil es nicht - wie leider bei vielen anderen Spielen - einen Haufen komplizierte Regeln und Regelverstöße gibt, die unbedingt von einem erwachsenen Mitspieler überwacht werden müssen, um Streitereien zu vermeiden. Meiner Meinung nach kann man es sogar mit mehr als vier Spielern spielen. Wir haben es neulich zu sechst gespielt, das hat auch prima funktioniert.
Nun zum pädagogischen Wert: Auf jeden Fall gibt es pädagogisch wertvollere Spiele, ganz klar. Aber es ist allemal ein gute Übung fürs Fingerspitzengefühl und wenn das Spiel vorbei ist, üben die Kinder automatisch das Zählen, wenn sie ihre Äffchen abzählen müssen, um herauszufinden, wer gewonnen hat. Und was ich am wichtigsten finde: Es ist ein richtiges Familienspiel, d.h. es können von klein bis groß wirklich alle mitspielen. Und es ist auch für gestresste Eltern eine super Möglichkeit, etwas Zeit sinnvoll mit ihren Kindern zu verbringen. Die Viertelstunde, die das Spiel höchstens dauert, hat man fast immer übrig und hinterher hat man das gute Gefühl, trotz knapp bemessenen Zeitplans etwas Schönes mit seinen Kindern gemacht zu haben.