Mathilde ist mit dem neunzehn Jahre jungen Manech verlobt, der für Frankreich im ersten Weltkrieg dienen muss. Er und 4 weitere seiner Kameraden begehen Selbstverstümmelung, um den alltäglichen Grauen und Schrecken des Krieges, zu entgehen. Dafür werden sie alle zum Tode verurteilt. Nach Ende des Krieges macht sich Mathilde auf die Suche nach ihrer großen Liebe, denn sie glaubt einfach nicht daran, dass Manech tot ist...
Der Film ist ganz im Stil von "Die fabelhafte Welt der Amélie", dank Jeunet als Regisseur, der auch hier sehr viele bunte Bilder, besondere Kameraeinstellungen und stilistische Griffe einfügt, die den Film so besonders französisch und markant auszeichnen. "Mathilde - Eine große Liebe", klingt als Titel möglicherweise etwas kitschig und dies verdirbt dem ein oder anderen vielleicht die Lust ihn anzusehen, doch er ist allemal sehenswert, er besitzt: Gefühl, Humor, Action und auch Anspruch. Es ist also kein reiner Kriegsfilm, denn der Streifen hat noch komödiantische Elemente, verbunden mit der Veranschaulichung der unendlichen Unbegreiflichkeit der Qualen des ersten Weltkriegs und schöne Drehorte, die das ganze Flair tief unterstreichen. Wenn man Jeunets Stil in etwa kennt und mag, sollte man diesen Film ansehen, und selbst wenn nicht: man wird die Figur Mathilde irgendwie liebgewinnen und nicht enttäuscht sein nach einmaligem Sehen. Insofern kann man "Mathilde" allemal sehen und großzügige Empathie mit der Protagonistin entwickeln, deren Handeln und Denken man bestimmt schon von sich selber kennt, wenn sie z.B. im Zug sitzt und hofft: "Manech ist tot wenn in 7 Sekunden nicht der Kontrolleur vorbeikommt. Eins, zwei, drei, vier (die Augen füllen sich bereits mit Tränen), fünf..." Und plötzlich kommt ein Mensch, der sagt: "Die Fahrkarten bitte, April, april!"
Die Besetzung ist natürlich dementsprechend hochkarätig: Audrey Tautou (Die fabelhafte Welt der Amélie), Marion Cotillard (La Vie en Rose) und sogar die amerikanische Jodie Foster spielen hier mit! 5 Sterne für einen durchaus sehenswerten Film in dieser Kategorie!
Dieser Text wurde von einer 18-jährigen verfasst.