Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Leben zwischen Wahn und Wirklichkeit., 28. Juli 2009
Für eine Halbwüchsige ist das Leben voller Geheimnisse und verborgener Genüsse. Mit vagen Erwartungen und stiller Neugierde beäugt man die Erwachsenen, deren Handeln man nicht immer begreift. Mathilda Savitch ist ein eigenwilliges, leicht widerborstiges und mit wachem Verstand ausgestattetes junges Mädchen. Sie ist fünfzehn Jahre alt, frech und aufmüpfig und hat eine empfindsame Beobachtungsgabe.
Monoton und witzig plaudert sie vor sich hin, und man erfährt so allerlei aus ihrem jungen Leben. So hört man, dass die Schwester Helene tot ist, und die Eltern seither sprachlos und stumm sind. Geheimnisumwittert bleibt der frühe Tod der Schwester, die eines Morgens vor einen Zug gestoßen wurde. Aus dem Schatten der naiv neugierig parlierenden Göre tritt ganz allmählich eine Familie in den Fokus, in der nicht alles so einfach, problemlos und taufrisch ist, wie es aussieht.
Victor Lodato hat seine einmalig sensible Erzählung mit vielen feinen Psychodetails ausgestattet!
Der Ton seiner Protagonistin Mathilda ist verwundert, fragend und naiv auf eine Weise, die anziehend und bestrickend ist. Düstere Wolken ziehen am Himmel auf, je tiefer man in die Familiengeschichte eintaucht. Man wähnt sich zuletzt zwischen einer möglichen wahren Geschichte und einem Psychothriller. Leicht verrückt und zuweilen von anrührender Komik bleibt der Autor die ganze Zeit bei der Hauptprotagonistin, aus deren Augen, Sinnen und Trachten man das skurrile und traurige Leben der kleinen Familie betrachtet.
Dass man sich so genau in die Gedanken - und Gefühlswelt einer Fünfzehnjährigen hineinversetzen kann, ist erstaunlich genug. Hinzu kommt die witzige und in skurrile Einfälle verpackte Sozialstudie einer Familie, die durch den unfassbaren Tod einer ums Leben gekommenen Tochter in Schockstarre geraten ist. Nur Mathilda scheint lebendig und neugierig in ihrer ungetrübten Unschuld und begibt sich unscheinbar und unaufdringlich auf die Suche nach dem Täter. Sie geht es ruhig und schlau an. Schon der Schattenriss des jungen Mädchens auf dem Buchumschlag zeigt sie auf der Suche: nicht nur nach einem Mörder, sondern auch nach ihrem eigenen Woher und Wohin. Der preisgekrönte Autor wird mit seinem Debütroman die Bestellerlisten erklettern!
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Mathilda, ein ganz besonderes Mädchen, 4. Oktober 2009
Wenn man "Mathilda Savitch" von Victor Lodato liest, dann springt einem sofort der herrlich direkte und offen ehrliche Sprachstil ins Auge. Hauptsächlich enthält dieses Buch nämlich die Gedanken und Gefühle der jugendlichen Mathilda, und diese müssen selbstverständlich aufrichtig sein.
Mathilda Savitch scheint in ihrer ganz eigenen Welt zu leben. Sie träumt viel vor sich hin, nimmt sich vor, immer gemein zu sein und macht die skurrilsten Dinge. Nahezu alles an Mathilda ist überraschend. Nach und nach wird dem Leser jedoch klar, dass Mathildas Verhalten wohl auf ein einjähriges Trauma zurückzuführen ist. Vor etwa einem Jahr starb nämlich ihre ältere Schwester und seit dem ist nichts mehr wie zuvor.
Fast gleicht das Buch einem langen Monolog, in dem nach und nach immer mehr Mathildas Schmerz und Einsamkeit zum Vorschein kommen. Ihre Eltern stehen - verständlicherweise - seit dem Tod von Helene unter Schock. Ihnen fällt es zudem schwer, sich um Mathilda zu kümmern und zugleich lässt diese es auch nicht mehr wirklich zu.
Was Mathilda wirklich wichtig ist, ist das Andenken an ihre Schwester zu bewahren. So kommt ihr auch die Idee von Helenes Email-Account, Mails an die verschiedensten ehemaligen Bekannten von Helene zu schreiben. Denn eins ist Mathilda klar: Irgendwie muss sie sich selbst und ihre Familie aus diesem trostlosen Leben retten. Möglicherweise bringen sie dabei ihre Nachforschungen in den Mails ihrer Schwester voran.
Das Buch überrascht durch seine Andersartigkeit - der eigentümliche Schreibstil und Mathilda als Protagonistin der Geschichte schaffen es den Leser, trotz eines sonderbaren Gefühls im Bauch, zu fesseln. Erwartungsvoll folgt man Mathildas bizarren Gedankengängen und lernt sie mit der Zeit immer besser zu verstehen. Nach und nach entwickelt sich aus der anfänglichen Skurrilität eine immer größere Klarheit. Mathildas Figur bekommt mehr Tiefe!
Obwohl "Mathilda Savitch" auch ein paar langatmige Abschnitte hat, durch die man sich ein wenig hindurchschlängeln muss, überzeugt es durch seine Tiefgründigkeit und die eindrucksvolle und bildhafte Sprache. Es lohnt sich definitiv, sich auf dieses ganz spezielle Buch einzulassen.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein außergewöhnliches Mädchen - ein außergewöhnliches Debüt, 17. August 2009
In seinem ersten Roman erzählt Victor Lodato die Geschichte der Mathilda Savitch, wobei man die ganze Geschichte aus Mathildas Sicht erfährt.
Mathilda, mit ihren 13 Jahren mitten in der Pubertät, hat einen schweren Schicksalsschlag erlitten. Knapp ein Jahr zuvor wurde ihre 16-jährige Schwester Helene vor einen Zug gestoßen.
Seitdem ist in der Familie Savitch nichts mehr so, wie es war. Während Mathildas Eltern sprachlos geworden sind, Helene nicht mehr erwähnen, ja sich das Trauern verbieten, begehrt Mathilda gegen das Schicksal auf. Sie will den Täter finden, der nie geschnappt wurde.
Aber erst nachdem sie endlich das Passwort zum E-Mail-Fach ihrer Schwester knackt, kommt sie auf eine Spur. Zahlreiche Freunde hatte ihre Schwester und Mathilda setzt sich mit Helenes letztem Freund Louis in Verbindung, immer dem Leben ihrer Schwester nachspürend.
Victor Lodato hat einen hervorragenden Roman geschrieben. Durch seinen Schreibstil schlüpft man quasi in Mathilda. Mathilda ist eine aufgeweckte, eigenwillige, neugierige und kluge 13-Jährige, die, neben dem traurigen Tod ihrer Schwester und der Teilnahmslosigkeit ihrer Eltern, auch die typischen Probleme junger Mädchen hat: Aussehen, Freunde, Sex. Nur zieht Mathilda bisweilen ungewöhnliche Schlüsse aus ihren Fragen und Problemen.
Ein lesenswerter, zuweilen rührend komischer Roman, das sensible Psychogramm einer aufsässigen und lebhaften Jugendlichen, auf der Suche nach der Wahrheit, aber auch auf der Suche nach sich selbst - auch und gerade für Erwachsenen empfehlenswert.
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