Die Mathematik ist sicher eines der Fächer innerhalb eines Chemiestudiums, an dem so manch ein Student/eine Studentin schir verzweifelt. Studiert man an einer Technischen Universität, so muß man sich zumeist mindestens drei Semester durch dieses anstrengende sogenannte "Nebenfach" quälen. Das hier vorliegende Buch soll bei der Bewältigung dieser Aufgabe helfen, was es auch macht. Der Vorteil des Werkes ist der, dass der Autor - im Gegensatz zu so manchem Mathematik-Dozenten an den Universitäten - nur geringfügige mathematische Grundkenntnisse seiner Leser voraussetzt. So ist beispielsweise dem Kapitel über Differential- und Integralrechnung ein ausführlicher Abschnitt über elementare Funktionen vorangestellt. Inhaltlich geht das Buch auf Mengelehre, Symmetriegruppen, Vektoralgebra, lineare Algebra, Funktionen einer und mehrerer Veränderlicher, Gewöhnliche Differentialgleichungen und Fehlerrechnung ein. Der Autor bezeichnet das Buch im Vorwort als "Begleiter zur Vorlesung", was man ohne weiteres unterschreiben kann. Was weniger zutreffend erscheint ist die Behauptung, das Buch gehe inhaltlich über den Vorlesungsstoff hinaus. Beispielsweise fehlt der gesamte Komplex der Statistik in diesem Buch. Lediglich ein kleines Kapitel am Ende über Fehlerrechnung streift diesen Bereich. Aber gerade die statistische Auswertung von Versuchsdaten oder die Validierung von Analysenverfahren ist doch eigentlich das Wichtigste, was ein Chemiker wirklich können sollte. Von daher ist das Buch nicht mehr als ein Begleiter der Vorlesung. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)