Familie Delta macht einen Sonntagsausflug, und wir kommen mit. Aber die Familie Delta ist keine "normale" Familie, und die Deltakinder garantiert nicht Durchschnitt (Grundrechenarten mit sechs Jahren und Termenrechnungen mit 10 Jahren konnten/können meine Kinder sicher nicht). Trotzdem verdanken wir ihnen einen guten Auffrischungs- bzw. Einstiegskurs in die Mathematik um uns herum. Nach Lektüre dieses Buches ändern sich auch unsere Sonntagsausflüge. Bis jetzt haben wir gefundene Erdbeeren mehr gerecht als paradox geteilt, Bierdeckelhäuser ohne das Wissen um Pentagonalzahlen gebaut, keine Zufallsexperimente mit Mikadostäbchen gemacht und ganz harmlos Schere-Stein-Papier im Zugabteil gespielt. Das geht jetzt nicht mehr! So locker und humorvoll lässt sich dieses aufgefrischte Wissen leicht ins Alltagsleben integrieren. Und schon sprechen wir mathematisch und basteln Möbiusbänder und Sinuskurven. So nebenbei werden wir auch noch im Traum von bedeutenden Mathematikern verfolgt, deren Geburtsdatum bekannt, unbekannt oder gar geheim ist (verdammt....).
Ein paar sonderbare Kapitel überblättern wir ganz leicht (Zählen mit Händen und Füßen in Papua Neuguinea, und unmöglich den Graphen in "von Mönchen und Kannibalen" zu folgen), um uns wieder den wirklich wichtigen Dingen zuzuwenden, nämlich Pascalschen Dreiecken und den allgegenwärtigen Fibonacci-Zahlen. Und - ganz ehrlich, diese seltsame Leidenschaft der Mathematiker für Fibonacci-Zahlen, bitten wir Sie, werter Herr Benesch, uns im nächsten Buch zu erklären! Versprochen?
Nachtrag: zu den ursprünglich 4 Sternen kommt doch noch ein fünfter dazu, weil dieses Buch erst nach einiger Zeit seine ganze Wirkung entfaltet. Es lässt sich nämlich mit diesem Wissen unheimlich leicht Eindruck schinden, wenn das bloß immer so einfach ginge, wow!