Dieses Buch des besten deutschen Schachspielers seit Emanuel Lasker (Weltmeister 1894-1921) ueber Partien des legendaeren Amerikaners Robert James Fischer (Weltmeister 1972-1975) traegt einen etwas missverstaendlichen Titel. Tatsaechlich handelt es sich hauptsaechlich um eine kritische Beleuchtung der Analysen des Amerikaners, welche jener in seinem Standardwerk "My 60 memorable games" vor mehr als 35 Jahren publizierte. Insofern koennte man das Buch als eine Art Sekundaerliteratur bezeichnen, welche der Einzigartigkeit von Fischers Buch Rechnung traegt. Robert Huebner, fuer gruendliche Analysen und eine selbstkritische Haltung bekannt, hat m. E. den wichtigsten Beitrag zur Rezensionsgeschichte geliefert. Dieses Buch setzt sich jedenfalls wohltuend von der wichtigtuerischen Attituede G. Kasparows in seinem Buch ueber Fischer ab.
Anzumerken bleibt hinsichtlich des Inhalts, dass Robert Huebner bei seinen Analysen Computerunterstuetzung in Anspruch genommen hat sowie hinsichtlich der Form, dass die sehr sinnvoll eingesetzten Diagramme den Lesefluss optimal unterstuetzen.