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Match Point
 
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Match Point

Scarlett Johansson , Emily Mortimer , Woody Allen    Freigegeben ab 6 Jahren   DVD
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (78 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Scarlett Johansson, Emily Mortimer, Jonathan Rhys Meyers
  • Regisseur(e): Woody Allen
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
  • Studio: Paramount Home Entertainment
  • Erscheinungstermin: 24. August 2006
  • Produktionsjahr: 2005
  • Spieldauer: 119 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (78 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B000G1TP2C
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.663 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Als Tennistrainer in einem englischen Nobelclub zählen zu Chris' Kunden nur die Reichsten der Reichen. Eine Welt, die dem jungen Iren bisher verwehrt geblieben ist. Da freundet er sich mit Tom Ewett an, seines Zeichens Sohn einer millionenschweren Upper-Class-Familie. Der stellt ihm seine Schwester Chloe vor, und kurze Zeit später sind die beiden schon ein Paar. Chloe liebt Chris, der aber hat inzwischen ein Auge auf Toms Verlobte, die erfolglose Schauspielerin Nola, geworfen. Die beiden beginnen eine heiße Affäre. Mit fatalen Folgen.

Produktbeschreibungen

Gerade ist Chris Wilson von einem Londoner Tennisclub als Tennislehrer eingestellt worden, da lernt er Tom Hewett kennen, der ihn in den Kreis seiner schwerreichen Familie einführt. Tom bahnt damit ein Verhältnis zwischen Chris und seiner Schwester Chloe an. Überraschend schnell wird der angenehme junge Mann von der Familie Hewett als künftiger Schwiegersohn gesehen.

Seit Chris jedoch Nola, Toms Verlobte, zum ersten Mal gesehen hat, fühlt er sich unwiderstehlich zu ihr hingezogen. Nola, ein erfolgloses amerikanisches Starlet, wird von Toms Eltern als nicht standesgemäß abgelehnt.

Nach der Heirat von Chloe und Chris wendet sich Tom von Nola ab und heiratet kurz darauf eine Frau aus seinen eigenen Kreisen. Nola scheint verschwunden. Als Chris ihr unverhofft wieder begegnet, beginnen beide eine heftige Affäre. Während Chloe bislang vergeblich auf eine Schwangerschaft hofft, ist es plötzlich Nola, die Chris mit der Nachricht überrascht, ein Kind zu erwarten.

Chris quält sich mit dem Gedanken an Trennung - doch von welcher der beiden Frauen? Gefangen in der Zwickmühle, zwischen Leidenschaft und Luxus wählen zu müssen, begeht er eine Tat, nach der nichts mehr so sein wird wie zuvor - auch wenn das meiste weitergehen wird

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mrs. Peel
Format:DVD
Match Point ist ein ganz atypisches Werk für Woody Allen, denn der Film beginnt als ironische Gesellschaftssatire, schweift dann raffiniert zur präzise und unsentimental inszenierten Milieustudie ab und endet schließlich in Form eines Mordes als griechische Tragödie. Er handelt von dem schnöden Egomanen Chris, der aus mittleren Verhältnissen stammt und mit eisigem Habitus beginnt, bei der elitären Oberschicht der Londoner City zu antichambrieren, weil er als Tennisspieler nicht mit ausreichend Talent ausgestattet ist, um es aus eigener Kraft bis ganz nach oben zu schaffen. Doch er hat Glück, denn er lernt zufällig die richtigen Leute kennen und gewinnt die Gunst von Chloe, einem spröden Sprössling der High Society, deren Zuneigung für Chris zur Eintrittskarte in eine entrückte Welt wird, die sich zwar materiell reizvoll gibt, aber von der schalen Hybris der Selbstverliebtheit durchsetzt ist und in ihrer eitlen Oberflächlichkeit den Blick auf die graue Lebensrealität verweigert. Auf fatale Weise begegnet er der verführerischen Nola, der Verlobten von Chloes Bruder Tom, der er hoffnungslos verfällt und sich so im Netz einer illusionären Affäre verfängt.

Chris und Nola sind charismatische Blender, weil sie vortäuschen, wirklichkeitsresistente Menschen mit begrenzter Strahlkraft zu lieben, für die sie eigentlich nicht vorbestimmt sind. Nola bekommt schließlich den Laufpass, da ihre erfolglose Schauspielerei ein Dorn im Auge von Toms einflussreicher Familie ist. Chris macht sich dagegen immer mehr zum Abhängigen seiner Gönner und fängt an, mit dem eigenen moralischen Impetus zu brechen, denn er will alles, das Geld, den Status und die Geliebte, die letztendlich zu seinem Verhängnis wird, weil in die leidenschaftslose Beziehung zur verwöhnten Chloe schnell die erogene Ödnis einzieht und er partout nicht von Nola lassen kann. Als Nola schwanger wird und eheähnliche Besitzansprüche stellt, droht sein Scheindasein in sich zusammenzufallen. Aus Angst vor dem Rückfall in die Existenzlosigkeit greift Chris, der von seinem schlechten Gewissen geplagt Dostojewskis "Schuld und Sühne" liest, nun skrupellos zum allerletzten Mittel.

Gespielt werden Chris und Nola von Jonathan Rhys Meyers und Scarlett Johansson, beide jeweils mit verbrecherisch viel Sexappeal und sehr sinnlichen Lippen ausgestattet, die lüstern nach Luxus und Liebe lechzen und in intimen Nahaufnahmen die Leinwand in fiebrige Wallungen versetzen. Dabei baut Woody Allen die Bilder clever um die physische Präsenz von Rhys Meyers auf, dessen kühle Mimik stets die smarte Erscheinung einer kritischen Intelligenz suggeriert, die pedantisch genau und argwöhnisch ihre Umwelt taxiert. In seiner Augenpartie läuft ein strahlenförmiges Netz aus angestrengten Falten zusammen, das die ungestillte Obsession in ihm zu unterdrücken scheint. Das intensive Starren seines regungslosen Blicks ist ein Ausdruck für den animalischen Trieb, zum persönlichen Vorteil zu gelangen. Zusätzlich exponiert wird die bedrohliche Facette seiner umtriebigen Aura durch dramatische Arien aus Verdis Opern "La Traviata" und "Rigoletto". Nola und Chris sind Außenseiter, die Teil eines elitären Milieus werden wollen, das nicht nur Geld, sondern auch das Maß an Anerkennung verspricht, das ihnen sonst im Leben verwehrt bleiben würde. In dieser Konstellation liegt auch der Reiz verborgen, der Match Point so sehenswert macht, weil er zwei wesentliche Aspekte der heutigen Zeit aufzeigt: die ambitionierte Geltungssucht der Underdogs und das systematische Abkapseln der Oberschicht, die ohne Selbstreflexion in trügerischen Zerrbildern einer entfremdeten Realität versinkt. Dabei lässt Woody Allen den Zuschauer mit einer grausam ernüchternden Pointe zurück, weil Chris schwere Schuld auf sich lädt und sein Aufstieg unschuldige Opfer erfordert, die nur aufgrund unverschämten Glücks ungesühnt bleiben. Auf Allens typische Situationskomik muss man trotz der subtilen Inszenierung nicht gänzlich verzichten. So funktioniert Chloe die Beziehung mit Chris zum Befruchtungsprojekt um, wenn sie beim Frühstück mit einem Thermometer im Mund am Tisch sitzt, um die ideale Körpertemperatur für die Besamung des Eisprungs zu messen. Originell ist die Besetzung von James Nesbitt als Ermittler, der versucht Chris zu überführen, aber am unglücklichen Zufall scheitert. Keiner kann das so wunderschön lakonisch erzählen wie Woody Allen.

Als Bonusmaterial stehen bei dieser DVD-Edition lediglich zwei Kinotrailer zur Verfügung.
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31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Mit "Match Point" ist Woody Allen ein sehr ungewöhnlicher und ganz besonderer Film gelungen.

Er erzählt die Geschichte des Tennisspielers Chris Wilton, dessen Talent nicht für die große Karriere ausreicht und der sein Geld in einem Londoner Eliteclub als Tennislehrer verdient. Einer seiner Schüler ist Tom, mit dem Chris gleichzeitig die Leidenschaft für die Oper verbindet. Tom führt Chris in seine Familie ein und in der Darstellung der Gewohnheiten dieser typisch-englischen Upperclass-Familie blitzt Woody Allens Ironie und Spottlust immer wieder durch.

Chris gefällt das Leben zwischen Dinnerparties und Wochenenden auf dem Land und er freundet sich mit Toms Schwester an, die er schließlich auch heiratet. Nicht so gut ergeht es Toms Freundin Nola, die von Toms Familie als nicht standesgemäß abgelehnt wird und die auch schließlich von Tom verlassen wird. Chris aber ist hingerissen und beginnt mit Nola eine heiße Affaire.

Chris macht Karriere im familieneigenen Konzern, genießt den unbekümmerten Reichtum und die pflegeleichte Frau an seiner Seite und vorallem die Schäferstunden mit Nola, die jedoch immer unbequemer wird und droht, Chris Lügengebäude zum Einsturz zu bringen.

So sieht Chris nur eine Möglichkeit...

Woody Allen hat sehr geschickt einen mittelmäßigen Menschen portraitiert, der seine Chancen geschickt nutzt aber irgendwann allzu gierig wird und meint, sich nehmen zu können, was immer er will! Er erzählt von der Tragik erfüllter Wünsche und von einem gnädigen Zufall der jedoch nichts mehr daran zu ändern vermag, dass die Schuld schwerer wiegt als das Davonkommen!

"Match Point" ist ein sehr kalter Film, der eine ganz andere Grundstimmung als Allens ältere Filme hat. Mit Nachdruck legt er den Finger in die Wunden der besseren und emotional leeren Gesellschaft. Auch dank der starken und noch völlig unverbrauchten Darsteller ist "Match Point" ein wirkliches Erlebnis!
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28 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Carl-heinrich Bock HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
Der Film beginnt mit dem Bild eines Tennisballs, der in Zeitlupe die Netzkante touchiert, dann nicht auf der einen oder anderen Seite zu Boden fällt, sondern gen Himmel springt. Der Ball lässt sich dann einen ganzen Film lang Zeit ehe er schließlich fällt. Auf dem Centre Court beginnt nun gleich das böse Märchen des Zusammentreffens von Lower und Upper Class, der Neuen und der Alten Welt. . Woody Allen hat den Schauplatz des Films komplett von New York nach London verlegt. Entstanden ist ein intelligentes Porträt der Londoner Gesellschaft. Und man merkt welchen Spaß es dem von seinen Neurosen befreiten Woody Allen bereitet, das langweilige Leben der Londoner Upperclass und das inkonsequente Recherchieren der Londoner Polizei detailgetreu zu sezieren.

Zum Plot: Der irische Tennislehrer Chris Wilton (Jonathan Rhys-Meyers), Kind aus einfachem Haus, ist einer jener Tennisspieler, bei denen es für eine Karriere als Profi nicht gereicht hat. Lieber Glück als Talent macht er zu seinem Lebensinhalt. So lernt der frisch gebackene Tennislehrer und Opernliebhaber, den aus einer englischen Oberschichtfamilie stammenden, steinreichen Tom (Matthew Goode) kennen. Der hat schnell einen Narren an ihm gefressen, und führt Chris in seine Familie ein. Auch Toms Schwester Chloe (Emily Mortimer), kann sich den Reizen des jungen Chris nicht entziehen. So bekommt Chris die Chance, in eine der reichsten Familien Englands einzuheiraten. Darüber hinaus erhält er einen Topjob in einer der Firmen des Schwiegervaters. Schnell hat er sich in der Oberschicht eingelebt, wo Jagdausflüge, Schloßwochenenden und Luxusautos zum täglichen Alltag gehören.

Doch die Beziehung der beiden Neuvermählten wird akut gefährdet durch Toms Verlobte, die gescheiterte amerikanische Schauspielerin Nola (Scarlett Johansson). Schon bei der ersten Begegnung der beiden erkennt man, dass zwischen Nola und Chris ein Feuer brennt, denn der Blick den Nola ihm zugeworfen hat, lässt keine Zweifel offen. Zur Freude der Mutter beendet Tom die Beziehung mit Nola.

Weder Hochzeit, noch Geld, noch Karriere hindern Chris daran eine schicksalsträchtige Affäre mit Nola zu beginnen. Und ausgerechnet in einem nassen Kornfeld auf dem Landsitz seines Schwiegervaters fällt Chris über Nola her. Eine Sexszene der besonderen Art, wie man sie von Scarlett Johansson bisher nicht kannte. Sie ist Hollywoods neues Sexsymbol und lässt Woody Allen zu neuer Höchstform auflaufen.

Es entsteht eine regelmäßige Affäre, bei der Chris nur Sex sucht, Nola aber, nach anfänglicher Zurückhaltung, will mehr und gefährdet zunehmend die finanzielle und gesellschaftliche Position ihres Liebhabers. Und während Chloes Kinderwunsch unerfüllt bleibt, wird Nola schwanger. Spätestens jetzt zwingt sie ihn zu konsequentem Handeln. So wird aus lodernder Liebe plötzlich ein verglühender Lebenstraum.

Der Film ist nicht als Melodram, sondern als Film Noir inszeniert. Denn der geniale Woody Allen, hat eher die Anatomie eines Mordes im Auge, denn die Leidenschaften der Protagonisten haben eine absolute Schieflage entstehen lassen, die schließlich eskalierend auf eine Katastrophe zusteuert.

Zwar liest der Held in einer frühen Szene des Films Schuld und Sühne" von Dostojewski, doch wir haben es hier wahrlich nicht mit einem Nachfolger von Raskolnikow zu tun. Denn Chris ist nicht ein zu Unrecht unterprivilegierter Übermensch", der eine Prätention hat, sich über die engstirnige Moral hinweg zu setzten, sondern er ist einfach nur ein Emporkömmling, der die Bequemlichkeiten seiner neuen gehobenen Existenzsymbole nicht aufgeben möchte. Er hat nur die Wahl zwischen einem goldenen Käfig und einem einfachen Gefängnis.

Viele Vorkommnisse und vor allem auch das überraschende Ende der Liebesaffäre sind gespiegelt durch Opernarien und Opernauftritte. Woody Allen führt, wie man es von ihm gewohnt ist, als Meister des Kriminalfilms, immer wieder auf falsche Spuren. Und so lässt er dann am Ende des Films einen goldenen Ring am Geländer der Themse hängen, der, wie am Anfang der Tennisball, in Zeitlupe in die Höhe springt. Damit will der Regisseur dem Zufall die Entscheidung überlassen.

Es ist irgendwie ein kalter, herzloser Film ohne entbehrliche Dialoge, eine finstere Weltsicht, getarnt durch humorvollen Pessimismus. Der Mörder entkommt vielleicht der Sühne, nicht aber der Schuld, denn Verbrechen sind keine Bagatellen. So findet denn auch die mysteriöseste Szene des ganzen Films kurz vor Ende statt. Da begegnet Chris den Geistern seiner beiden Opfer, doch das was sie ihm sagen, dass schließlich die Gerechtigkeit siegen wird und die Opfer gerächt werden, dieses Präsent hält uns Woody Allen, in einem seiner besten Filme, vor.

Am Ende des Films zitiert Chris, über sein Leben reflektierend, den Griechen Sophokles: Niemals geboren worden zu sein, mag der größte Segen von allen sein."
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