Als damals der Spielfilm zum Mattel-Merchandise angekündigt wurde, waren die Erwartungen gewaltig. Mit Dolph Lundgren, dem kühlen Blonden aus dem hohen Norden hatte man scheinbar die ideale Besetzung für He-Man, den Stärksten der Starken, gefunden und auch Man-At-Arms war wirklich gut besetzt. Frank Langella, ein schauspielerisches Schwergewicht für die Rolle des Skeletor zu gewinnen, war dann schlicht der Coup des Films, denn Skeletor wird Wirklichkeit auf der Leinwand.
Leider war es das auch schon. Die Filmfirma, die mit der Produktion betraut worden war, hatte noch nie eine so großes (für Hollywood-Verhältnisse trotzdem noch recht überschaubare) Projekt zu stemmen und um die Kosten nicht weiter explodieren zu lassen durch Dinge wie Eternias phantastische Umwelt, Skeletors Kreaturen, He-Mans Freunde oder ähnliches, machte man aus dem Streifen einen Teeny-Thrash-Film mit entsprechender seicht-dümmlicher Liebesgeschichte.
He-Man kämpft nicht mehr im Vine Jungle oder in den Mystic Mountains oder gar in der Hauptstadt Eternis, sondern in der Sporthalle einer Highschool und einem Musikalienfachhandel, er reitet nicht auf Battle Cat oder fliegt mit dem Windrider, sondern fährt einen rosafarbenen Cadillac.
Hätten die Macher den Film bierernst gemacht, es wäre eine Katastrophe geworden. Doch dank einiger humorvoller Einlagen ("Ich glaub ich brauch Verstärkung oder schlimmeres!" oder "Ich brauche einen Bericht, und schreib nicht wieder alles in einem Wort, der Chef wird sonst sauer!") kann der Film als kleines Trash-Juwel für Fans bestehen.
Die Ansätze des Films zeigen, was hätte draus werden können. Skeletor und der Thronsaal von Grayskull sowie He-Man sind wirklich liebevoll gestaltet und eingesetzt, aber die romantische Teeny-Komödie hätte es nun wirklich nicht gebraucht.