Zur Produktinformation gehört auch einmal das ambiente, in dem die Aufnahme stattfand. Ist es das Studio, spielt dies keine Rolle. Ein akustisch zuverlässiger Ort wird vorausgesetzt.
Anders bei live-Aufnahmen. Loriot karikierte es einst, beim Festkonzert für die Berliner Philharmoniker: Husten, Rascheln,Nießen,alles fein getimt zum pp-Stück,Ases Tod.
Dieser Umstand ist erwähnenswert, weil der Genuss der Musik deutlich gemindert wird durch zahlreiche Huster. Zur "Träumerei" kommt es nicht, weil die Eruptionen von Zuhörern keine Träumerei zulassen.
Wäre man technisch in der Lage, diese Geräusche herauszufiltern ? Wenn ja, wäre die Veröffentlichung dieses Konzert eine Unverschämtheit.
Ist man nicht in der Lage, stellt sich die Frage,ob das Konzert die Veröffentlichung lohnt ? Für den Horowitz-Fan sicher, für andere eher nicht. Vergleiche ich die Interpretation von Horowitz mit derjenigen der Argerich, die diese Stücke auch mehrfach eingespielt hat, bleibt diese meine Favoritin. Nicht nur vom Anschlag her, auch von der Interpretation, die nicht so bizarre Ausbrüche kennt, wie es Horowitz immer wieder einfällt,etwa bei "Haschemann". Mit einer so überragenden Wiedergabe wie derjenigen von der Pires ist diese überhaupt nicht vergleichbar interessant.
Wer zu dieser Aufnahme greifen will, sollte sich der Hintergrundgeräusche bewusst bleiben- die werden kostenfrei mitgeliefert.