Die Compilation konzentriert sich auf die 70er Jahre, die MPS- und Polidor-Zeit der Rhythm Combination & Brass, und ein Powerhouse war Band ohne Zweifel! Peter Herbolzheimer's Idee, auf einen Saxophonsatz zu verzichten und mit Bläsern und (elektrischer) Rhythmusgruppe eine Rockjazz-Big Band aufzustellen, war zwar inspiriert von der Zeit (und Gruppen wie Chicago, Blood Sweat and Tears, Earth Wind and Fire), aber in dieser Konsequenz einmalig. Und im Gegensatz zu so manch anderer Musik dieser Jahre hat es zwar hin und wieder zeitgeistige Anklänge (da spielt eine Sitar auf "My Kind od Sunshine"!), aber da klingt überhaupt noch nix angestaubt. Die Band war hochkarätig besetzt mit Namen wie Palle Mikkelborg, Art Farmer, Dusko Goykovich, Benny Bailey, Ack van Rooyen, Kenny Wheeler, Jiggs Whigham, Ferdinand Povel, Herb Geller (als Solisten durften die Saxophone schon mitspielen), Dieter Reith, Niels-Henning Orsted Pedersen, Peter Trunk, und Alex Riel. Die Titel sind gut gemischt und beleuchten das breite Spektrum der Band, vorherrschend funkige Rockjazz-Stücke (das Wort "Fusion" gab es damals noch nicht) von Peter Herbolzheimer: "Hip Walk", "Wheeler's Choice" und "Neosho" (aus "Hip Walk", 1976), "Corean Chick", ein phantastischer Tribute to Chick Corea (aus "The Catfish/Live im Onkel Pö", 1975), "Waitaminute" (aus der gleichnamigen LP, 1973), "My Kind of Sunshine" und "Sunflower Chant" (aus "My Kind of Sunshine", 1970) und "The Mixolydian Highlander" (aus "Touchdown, 1977). 3 Jazzstandards - "Con Alma" (aus "Scenes", 1974), "Butterfly" und "Jive Samba" (aus "Hip Walk", 1976) - runden das Ganze ab.
Erinnerungen für die, die alt genug dazu sind, für die anderen gibt es genug Neues auf dieser CD zu entdecken - zeitlos.