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An geheimem Münchner Ort brütet eine mysteriöse Loge aus hochrangigen Politikern und Konzernherren über der Liquidierung eines Finnen, der den Mastercode eines hochbrisanten Computersystems entschlüsselt hat. Arvi arbeitet im Dienste des geheimnisvollen Lars Pedersen, Herr über ein globales Computernetzwerk mit dem heimeligen Namen Mother. Dieses liebende Muttertier hat die schöne Aufgabe, alle Weltenbürger zu erfassen und nach ihrem Nützlichkeitsgrad einzustufen. Schöne neue Welt! Bevor Arvi im Kugelhagel der deutschen Special forces von uns geht, gilt sein letzter Gedanke Pia, seiner Schwester. Nur sie konnte die Welt vor der Gier der Globalcoms noch retten!
Starker Tobak, der schon auf den ersten zehn Seiten auf uns niederprasselt. Scott McBain, schon im Judasfluch ein ausgewiesener Liebhaber dickbalkiger Verschwörungsthemen, ist erneut von keinerlei Zaghaftigkeit getrübt. Unter der Weltherrschaft tut ers nicht. Die schöne Finnin Pia, eine sogenannte Gespielin, die ihr mieses Kredit-Rating regelmäßig als Mätresse von A 1-A 3-Bonzen aufwertet, gerät in ein finsteres Verschwörungsszenario, in das die schwarze US-Präsidentin Dankwert (!), der britische Außenminister und -- wer hätte es gedacht --, unsere Freunde vom CIA tragende Rollen spielen.
Für Pia, die mehr weiß als sie ahnt, stellt sich am Ende nur noch die Frage: Wer dreht Mutter den Saft ab, bevor die Welt in die Luft fliegt? Für feine Charakterzeichnungen bleibt wenig Raum in dieser düsteren Agenda 2020. Dennoch ein Zukunftspanorama, das auf bedrückende Weise unserer Wirklichkeit schon jetzt verdammt nahekommt. --Ravi Unger
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Faszinierendes Szenario - Schwächen mit der Spannung,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Mastercode (Taschenbuch)
Eine Portion A. Huxley, ein bisschen G. Orwell, ein Schuss R. Bradbury und eine Priese Terminator. Das sind die Zutaten, aus denen Scott McBain das Szenario für seinen Mastercode entstehen lässt. Die brisante Mischung wäre sicher auch gelungen, würde sich McBain nicht (vor allem in der ersten Buchhälfte) allzu oft in Details seines Szenarios verlieren und viele Aspekte mehrfach wiederholen. Das drückt deutlich die Spannung, die erst in der zweiten Hälft so richtig aufkommt. Auch hier wird das Buch nicht zum Spannungshit, aber das Szenario, dass sich ein wenig wie eine Vorgeschichte zu Huxleys Brave New World oder Orwells 1984 ließt, hat doch unbestreitbar eine gewisse Faszination. Fazit: Gutes, aber leider nicht ausgereiztes Szenario - ein leicht zu lesendes Buch für ein paar entspannte Nachmittagsstunden in der Sonne.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
George Orwell's 1984 stand Pate,
Von
Rezension bezieht sich auf: Der Mastercode (Taschenbuch)
Scott McBain hat mit seinem Thriller: "Der Mastercode" ein Buch geschrieben, welches erkennbar zwei Vorbilder hat: George Orwell und sein Werk: 1984 standen ebenso Pate wie Margaret Atwoods: "Der Report der Magd.""Mother" - ein globales Computernetz - beherrscht die Welt. Niemand ist mehr unbeobachtet, un-registriert, ohne Privatsphäre. Es gibt geschützte Zonen, in die nur die Gut-Situierten hineindürfen. Nur wer Gehälter zwischen A1 und A6 verdient, lebt - einigermaßen - gut, wobei - auch in scheinbaren Demokratien - totale Kontrolle angesagt ist. Nur eine winzige Gruppe wird noch nicht von den GlobalComs, den führenden transnationalen Unternehmen, kontrolliert: die Staats- und Regierungschefs, die mit Schrecken zusehen müssen, in welche Welt sie ihre Völker führten. Doch die Global Coms und insbesondere der "Rat der Mother", das Gremium, welches das globale Computernetz bewachsen soll, will die totale Kontrolle. Daher hecken der CIA-Chef und stellvertretende Chef des "Rates der Mother" und der britische Außenminister, der seinen Regierungschef beerben will, ein teuflisches Komplott aus, um die Weltherrschaft vollkommen zu erlangen. Ausgerechnet die amerikanische Präsidentin und der britische Premierminister stellen sich - zusammen mit dem Vorsitzenden des "Rates der Mother" und einer Finnin, gegen diese Bestrebungen. Wer kennt den "Mastercode" zur Vernichtung des Systems? Der Thriller ist durchaus spannend geschrieben. Ich las ihn in einem Zug bis zur letzten Seite. Dennoch arbeitet er deutlich mit Klischees. Die Charaktere sind eindeutig dualistisch: abgrundtief gut oder böse. Dass ausgerechnet die Nutznießer des Systems, die US-Präsidentin und der britische Premier, ihre Menschlichkeit entdecken und sich gegen das System stellen, erscheint unwahrscheinlich. Die Handlung wirkt stellenweise arg konstruiert. Die Botschaft selber - die Gefahr vor einem totalen Überwachungsstaat - wird allzu penetrant wiederholt und jedes Kapitel mit Zitaten, meist über den Mißbrauch von Macht, eingeleitet. Diese Penetranz und die Simplizität von Handlung und Charakteren stört zunehmend. Insofern gebe ich ein zwiespältiges Urteil ab: Wer einfach spannende Unterhaltung lesen möchte - etwa im Urlaub, der ist mit dieser Lektüre gut bedient - spannend ist das Buch in jedem Fall. Wer aber - und dies scheint der Anspruch McBains zu sein, anspruchsvolle, nachdenkliche Lektüre im Stil von Orwell oder Atwood erwartet, dürfte enttäuscht sein. Das Urteil hängt also von der Erwartungshaltung des Lesers ab. Wegen der Spannung und des an sich interessanten Themas 3 Punkte. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Futuristische Parabel zum Antagonismus von Macht und Moral,
Von timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 100 REZENSENT) (HALL OF FAME REZENSENT)
Rezension bezieht sich auf: Der Mastercode (Taschenbuch)
Bei "Der Mastercode", der unter seinem englischen Originaltitel "Final Solution" bisher noch nicht erschienen ist, handelt es sich bereits um den dritten Thriller des Autors Scott McBain. Während jedoch bei "Die Geheimloge" (2003) und "Der Judasfluch" (2004) die jeweilige Vorgeschichte in der Vergangenheit liegt und die Gegenwart Schauplatz der Romanhandlung ist, ereignet sich in "Der Mastercode" das Geschehen in der nahen Zukunft, wobei die vorausgegangenen Ereignisse bis in die Gegenwart (2005) zurückreichen. Wie in den beiden ersten Romanen bildet der Antagonismus zwischen "Macht und Moral" erneut Kulisse und Fluidum. In gewohnter Weise sind den (diesmal 64) Kapiteln, sowie Pro- und Epilog, historische Zitate zum Thema vorangestellt, deren Zusammenstellung nicht nur Fleiß, sondern auch fundierte Sachkenntnis offenbaren...... .....im Jahr 2020 wird fast die ganze Erde von einem Computernetz namens "Mother" beherrscht, das sich aus einer vor dem Bankrott geretteten Telekomminkationsgesellschaft entwickelt hat. Das globale EDV-System fusionierte mit dem Internet zum "Supranet" und wird nach der Einführung der Weltwährung "Global" von den "GlobalCom", wie z. B. "AstralCorp", "BodyWorld", "PlanetGambler", "TotalHousing", "UniversalDrug" usw. beherrscht, die für ihren Profit alles und jeden vermarkten. Fast alle Politiker stehen im Sold dieser weltweiten Megakonzerne. Fünfundneunzig Prozent der Weltbevölkerung sind in 9 Stufen, sogenannte "Kreditratings" eingeteilt. Alles und jeder wird nach ISBN genormt und vermarktet, z. B. Sprache und Hautfarbe. Während die "GlobalCom" das sogenannte "Gute" am und die Vorteile des Systeme preisen, kommt es überall auf der Welt einerseits zu Demonstrationen und Unruhen, andererseits fordern Geheimdienstler, Militärs und Politiker Zwangsregistrierung, Kriegsrecht und weitere diktatorische Vollmachten, um dieser "terroristischen Aktivitäten" Herr zu werden. In Wahrheit wollen sie jedoch auch die letzten Reste der Demokratie abschaffen und ihre Machtgier in einer totalen Konsumdiktatur verwirklichen. Lediglich drei Personen, die aufgrund ihrer ethischen Verpflichtung und Aufrichtigkeit nicht durch Macht korrumpiert wurden, sind im Besitz des "Mastercodes" zur Verhinderung des kapitalistischen Totalitarismus, durch den sämtliche Grund- und Freiheitsrechte außer Kraft gesetzt würden......... Scott McBain ist mit "Der Mastercode" ein erschreckender Thriller gelungen, in dem sich alle erdenklichen Horrorvisionen der Globalisierung gepaart mit Totalitarismus realisiert haben. Was vordergründig mit den positiven Zwecken Wohlstand, Bekämpfung von Kriminalität und Terrorismus und Freiheit gerechtfertigt wird, ist in Wirklichkeit eine auf Täuschung und Gewalt aufgebaute, menschenverachtende und zynische Versklavung des Großteils der Menschheit zugunsten einiger Weniger. Die futuristische Variante von "Macht und Machtmissbrauch" lässt nicht nur an historische Beispiele von "Täuschung und Verführung" erinnern, sie ist zudem auch eine Warnung vor totalitären Systemen in Gegenwart und Zukunft einerseits, und den persönlichen Verlockungen durch die Macht und ihre Hybris andererseits. Da es aufgrund der Spannung zudem recht schwer ist, diesen "Pageturner" wieder aus der Hand zu legen, gibt es für (m. E.) McBain's bestes Werk 5 Amazonsterne! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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