Der Band ist die Fortsetzung des ausgezeichneten Werkes 'Bachelor nach Plan'.
Struktur
- Einführung und Arbeit mit dem Buch
- Bologna-Prozess und seine Probleme, Studienabschlüsse
- Studieren im Ausland
- Auswahl des passenden Masterstudiengangs
- Bewerbung um einen Studienplatz
- Studienfinanzierung
- Stichwortverzeichnis
Der Band hat ein angenehmes Layout. Aufgrund des Umfanges des Buches hätte der Schriftgrad größer sein können. Wichtiges ist blau unterlegt. Stichwörter sind fett gedruckt. Informative Grafiken und Tabellen ergänzen den Text. Der Band ist sehr verständlich und anregend geschrieben, so dass man ihn immer wieder gerne zur Hand nimmt. Es gibt Zusammenfassungen ('Master nach Plan', Beispiele), die zusätzlich blau geschrieben und fett gedruckt sind. Positiv hervorzuheben sind die Marginalien mit Internetadressen. Der Band ist sehr verständlich und anregend geschrieben, so dass man ihn immer wieder gerne zur Hand nimmt.
Positiv hervorzuheben ist die Anleitung, wie man mit dem Buch am besten arbeitet, die kritische Beurteilung des Bologna-Prozesses und der Umrechnungsschlüssel für die Notenskalen.
Den Band sollte man sich daher spätestens im Bachelorstudium beschaffen.
Wertmindernd ist jedoch das völlig unzutreffende österreichfeindliche Unterkapitel S. 37ff. Erstens sind die Österreicher nicht aus Deutschenfeindlichkeit über die deutschen Studierenden verärgert, sondern die Schuld trifft das deutsche Wissenschaftsministerium und die Kultusministerien. Da diese nicht für ausreichend Studienplätze im eigenen Land sorgen, gehen viele der nicht angenommenen Studierenden nach Österreich aus den im Buch genannten Gründen. Die Studiengebühren in Österreich wurden außerdem nicht generell abgeschafft, wobei viele gut verdienende Ausländer oft besser gestellt sind als die meisten (Bildungs-)InländerInnen, für die die Universitäten primär geschaffen worden sind. Deutschland verhält sich wesentlich weniger großzügig. Während ein deutscher Student in Österreich nicht mehr zahlt als ein Österreicher, verrechnet die Fernuniversität Hagen, die ein Abkommen mit Österreich hat, den meisten österreichischen Studierenden 'Österreicherzuschläge', um sie vom Studium in Hagen abzuschrecken. Außerdem wurden in Hagen von Österreichern bevorzugte Studiengänge wie Pädagogik oder Geschichte abgeschafft und für Österreicher meist unbrauchbare Studiengänge ersetzt. Restriktionen in Österreich wurden primär wegen der Numerus-clausus-Flüchtlinge eingeführt und treffen nicht nur (Bildungs-)InländerInnen, sondern auch die meisten AusländerInnen anderer Länder. Manche Studiengänge nehmen mehr AusländerInnen (Veterinärmedizin und Medizin vor allem Deutsche, Musikuniversitäten vor allem JapanerInnen, in einem Wiener Doktoratsstudiengang sind nur 12 % Österreicherinnen, dafür aber etwa die Hälfte aus der BRD zugelassen). Es gibt auch viele Deutsche, die den Unmut jener ÖsterreicherInnen und BildungsinländerInnen (zumeist GastarbeiterInnen aus Drittstaaten, die in Österreich geboren sind bzw. zumindest den größten Teil ihrer Schulbildung hier erworben haben) verstehen, die den Mittelpunkt ihrer Lebensinteressen in Österreich haben und eine österreichische Hochschulberechtigung haben und die nun trotz hervorragender Eignung Probleme mit Knock-out-Prüfungen und Zugangsbeschränkungen vor allem in deutschen NC-Fächern haben, die das Wissenschaftsministerium sonst nicht eingeführt hätte. 'Zugangsmanegements' und 'Studienplatzbewirtschaftungen' gehen in Österreich immer zu Lasten der (Bildungs-)InländerInnen. Der Vergleich mit Großbritannien ist vollkommen falsch, da es sich um Universitäten handelt, zu denen aufgrund der horrenden Studiengebühren nur Privilegierten der Zugang möglich ist. Außerdem werden wesentlich gravierendere Restriktionen in anderen Ländern nicht thematisiert, es wird nur Österreich, das sich in Wirklichkeit gegenüber deutschen Studierenden äußerst großzügig verhält, dermaßen angegriffen.
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Heute (10.6.11.) erreichte mich die Stellungnahme von Herrn Horndasch, dass er sich für den missverständlichen Passus entschuldigt und daher ihn daher in der dritten Auflage aus dem Buch entfernt.
Ich setze daher die Bewertunng von vier auf fünf Punkte hinauf.