aber leider auch unbekanntesten Musiker, zumindest in Deutschland. Mit seinem neuen Werk Master of Disaster ist dem Songwriter wieder ein brilliantes, abwechslungsreiches, nie langweiliges Album gelungen, das von Rock und Blues-Songs mit E-Gitarren und Blues-Songs, die mehr im Acousticgitarren-Stil mit Country- und Ragtimeeinflüssen gehalten sind, und von einfühlsamen, langsameren Balladen geprägt ist. Die Mischung macht's. Bei John Hiatt steht immer der Song, nicht das instrumentale Können im Vordergrund. John Hiatt setzt auf tolle Melodien, die er in einfachen, aber mit einfallsreichen Ideen ausgestattenten Arrangements präsentiert. Hiatt singt sich mit seiner sehr individuellen Stimme gekonnt locker durch die Songs und singt so gefühlvoll und akzentuiert ohne zu Übertreiben. Er zeigt, dass er einer der besten seines Faches ist sowohl gesanglich wie instrumental. Begleitet wird Hiatt von tollen Musikern, die mit gekonntem, gezielt eingesetzten Instrumentalspiel den Song unterstützen. Der Sound der Platte ist überwältigend. Auf dieses Cd ist nicht ein Song, der gegenüber den anderen abfällt, das ganze Album bildet eine Einheit. Herausheben möchte ich die bluesige Ballade Ain't ever goin'back, eine Wahnsinnsmelodie, bei der vor allem Hiatt's Gesang einen zum Weinen bringt, und den groovigen Bluesrock-Song Find you at last. Unter dem Motto ALL KILLER NO FILLER, wie man es von John Hiatt's Alben eigentlich ja auch gewohnt ist, liefert er elf Songs bester Rockmusik in alter Bluestradition.