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Masserberg: Roman
 
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Masserberg: Roman [Gebundene Ausgabe]

Else Buschheuer
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
  • Verlag: Diana Verlag (1. Februar 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3828400493
  • ISBN-13: 978-3828400498
  • Größe und/oder Gewicht: 21,1 x 13,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 507.281 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Das Krankenhaus am Rande der DDR -- Else Buschheuer schreibt einen leichten und komischen Roman, der besser ist als alle Ärztesoaps

Krankenhäuser sind geschlossene Anstalten, denen die Veränderungen des freien Lebens nichts anhaben können. Stoisch und gleichmütig wird auf den Stationen der immer gleiche Alltag gelebt. Nichts dringt von diesem Mikrokosmos in die Außenwelt. Jede Rolle ist hier jedoch wie im richtigen Leben besetzt.

Nachdem das Fernsehen die Wichtigkeit von Krankenhäusern als soziale Brennpunkte entdeckt hat und eine Ärztesoap nach der anderen produziert wird, legt nun die ostdeutsche Pro7-Wetterfrau und Tagesspiegel-Kolumnistin Else Buschheuer ihren ersten Krankenhausroman vor. Im Mittelpunkt steht Mel, die eigentlich Melanie Tauber heißt und an einer heimtückischen Augenkrankheit leidet. Diese Krankheit endet oft mit dem Erblinden der Patienten und auch Mel droht dieses Schicksal. Doch solange sie noch sehen kann, lässt sie sich nicht unterkriegen und hält ihre größtenteils steinalten Zimmergenossinnen und das gesamte Krankenhaus ganz schön auf Trab.

Die Männer liegen Mel allesamt zu Füßen, da sie, zwar ab und an von einem Verband beeinträchtigt, eine wahre Schönheit ist. So ist es nur eine Frage der Zeit, bis Mel sich endlich unter allen Bewerbern einen Mann ausgesucht hat. Warum es jedoch ausgerechnet Sanchez, der kubanische Stationsarzt, der ohne Charme und mit gelben Nikotinfingern nun tatsächlich keine Augenweide ist, sein muss, kann Mel selbst nicht sagen. Wahrscheinlich weil Sanchez, seinerseits seit Jahren mit der korpulenten Tinka liiert, sich am Anfang nicht so recht traute und diese anfängliche Zurückhaltung Mels Ehrgeiz nur noch mehr angespornt hatte.

Dass diese Liebesgeschichte in Masserberg stattfindet, einem kleinen Dorf in Thüringen, und dass Mel, nachdem sie ihren Sanchez sicher hat, gerne mit ihm aus der DDR ausreisen möchte, während er selber aber Informant der Staatssicherheit ist -- das alles spielt für diesen leichten und sehr unterhaltsamen Krankenhausroman keine große Rolle. Er beweist vielmehr, dass auch die DDR ihre sympathisch abseitigen Individuen kannte. Wirklich schade, dass sie sich offenbar in Krankenhäusern versteckt hielten. --Jana Hensel

Pressestimmen

"Else Buschheuer hält die Lupe auf einen Mikrokosmos und wir werden hineingesogen in diesen Sommer im Orwell-Jahr 1984 in der DDR. Sie schärft die Beobachtungsgabe und öffnet das Herz für kleine, scheinbar belanglose Gesten, die doch so viel erzählen über den Menschen dahinter. Dieses Buch ist keine leichte Szenekost, sondern ein großer Schritt in Richtung moderner Klassiker."
Sissi Perlinger

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Großartig! Schrecklich! 26. Juni 2001
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Das Auge schmerzt, der Leser windet sich. Wir befinden uns in Masserberg in der DDR. Mel ist sehr krank, sehr traurig und sehr provozierend. Schrill ist diese junge Frau mit langen grünen Fingernägeln, hautengen Klamotten, schillend geschminktem Auge (das zweite Auge ist verbunden), dick gepudert die Haut. Mel wird mit Spritzen und Kortison behandelt, kämpft gegen die Erblindung, gegen den Schmerz, gegen die Angst, die Resignation der uralten Patientinnen, die sie umgebn, und die Gleichgültigkeit der Ärze, die in ihr nur einen Fall sehen. Sie ist ordinär und obszön, kalt und abgebrüht, von verstörender Offenheit. Dieses Buch schont niemanden, gebeutelt eilt man durch die Seiten, unfähig, aufzuhören, sich dem Schmerz und der Wicht des Textes zu stellen. Mel öffnet der Leserin, dem Lser den Blick in eine Trostloswelt, aufgehellt nur durch Auflehnung, Wut und hemmungslose Jugend, die den Alten zeigt, was sie nie waren, aber gerne gewesen wären. Und plötzlich die Liebe. Masserberg kann auch schön sein und Heimat. Der Text wird drängend und verliert seine absolute Aggressivität. Dieses Buch ist großartig, schrecklich und glaubwürdig zugleich, und sehr, sehr anrührend.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Begeistert 16. Juni 2001
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Die Freundschaft, die in diesem Buch als Nebenschauplatz dient, scheint mir eher Ergebenheit zu sein, trotzdem hat mich das Buch so gefesselt, dass ich es immer weiter lesen musste. So soll es bei einem guten Buch auch sein. Und dieses Buch ist ein gutes Buch, auch wenn einem als ehemaliger Ossi manchmal die Luft wegbleibt, weil einige alte Wunden wieder aufgerissen werden. Diese Beklemmung hielt jedoch nie lange an. Schließlich wäre es kein Buschheuer-Roman, würde nicht eine gerüttelte Portion köstlichen Humors gepaart mit herrlich bösen Hieben verpackt in allerfeinster deutscher Sprache enthalten sein. Die Hauptfigur Mel ist mir in ihrer Widersprüchlichkeit sehr sympathisch. Gelackte, aalglatte, angepasste und heuchlerische Zeitgenossen gibt es m.E. in der realen Welt leider mehr als genug. An Hamlet oder den Zauberberg habe ich übrigens beim Lesen nie gedacht, obwohl ich beides kenne.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Wer so wie ich mit den allerallerbesten Erwartungen aus "Ruf mich an!" an dieses Buch herangegangen ist, der wird mindestens ebenso enttäuscht sein wie ich. Es ist ganz einfach ein Roman, eine Lebensgeschichte die in dunklen Farben erzählt wird.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Weltfremd
Wie bereits gesagt, mit Ruf!Mich!An! ist es nicht zu vergleichen- leider... Wer selbst schon einmal sehr krank oder lange im Krankenhaus war wird hier enttäuscht, die... Lesen Sie weiter...
Am 6. Juni 2004 veröffentlicht
Überraschung
wer die Autorin kennt, weiss ihre spitze Zunge zu schätzen und wird trotzdem überascht sein wie feinfühlig sie dieses Thema angeht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Oktober 2002 von "mamenu"
Zum Heulen schön!!!
Über den Inhalt dieses Buches ist eigentlich schon alles gesagt.Ich denke,dass durch dieses Buch besonders die "Ossis" angesprochen werden,die sich noch an die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 30. Juli 2001 von Martina Birkhahn
Enttäuschend...
Man nehme den "Zauberberg" ein bisschen "Hamlet" und schreibt über Personen, die einen langjährigen Klinikaufenthalt hinter sich haben. Lesen Sie weiter...
Am 15. Mai 2001 veröffentlicht
ein highlight der deutschsprachigen literatur
der titel, der abgründiger nicht sein kann, im schutzumschlag ein arztroman und auf dem rücken ein zitat von sissy perlinger. Lesen Sie weiter...
Am 27. März 2001 veröffentlicht
Faszinierende Geschichte, faszinierende Hauptperson
Mit wenigen Worten schafft es die Autorin, die ziemlich verrückte Welt einer Augenklinik in der DDR vor dem Mauerfall zu beschreiben. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. März 2001 von Ralph Zaffrahn
Gelungene Überraschung...
Ich war eine von denen, die nur sehnsüchtig auf Frau Buschheuers 2.Buch wartete, weil ich hoffte und eigentlich davon überzeugt war, dass es eine Fortsetzung von... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. März 2001 von queenjess20@yahoo.de
Neugierig auf Nr. 3
MASSERBERG ist ein atmosphärisch sehr dichter Roman,zeitweise auch ein sehr düsterer. Else Buschheuer gelingt es, "Kino im Kopf" zu erzeugen - für mich... Lesen Sie weiter...
Am 7. März 2001 veröffentlicht
Von Liebe und lebenslanger Freundschaft
Dieser Versuch einer Lobrede bezieht sich im wesentlichen auf die scheinbar nebensächlichen Schauplätze des Geschehens. Lesen Sie weiter...
Am 24. Februar 2001 veröffentlicht
Tankgirl auf Liegekur
Wer "Masserberg" nur wegen "Ruf! Mich! An!" kauft, wird eine Überraschung erleben. "Masserberg" ist ein gänzlich anderes Buch. Lesen Sie weiter...
Am 16. Februar 2001 veröffentlicht
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