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Massenpsychologie und Ich-Analyse
 
 
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Massenpsychologie und Ich-Analyse [Gebundene Ausgabe]

Sigmund Freud
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 92 Seiten
  • Verlag: Nikol Verlag (Februar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3868200568
  • ISBN-13: 978-3868200560
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 13,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 36.533 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Sigmund Freud
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Freud unternimmt in dieser 1921 erschienenen Studie den Versuch, die Individualpsychologie zur Erklärung von Phänomenen bei Massenansammlungen heranzuziehen. Angeregt wurde er dabei durch Gustave LeBon's Buch "Psychologie der Massen" von 1895, einem Meilenstein in dieser Richtung. Warum sich Menschen in der Masse oft ganz anders und primitiver, wie Herdentiere benehmen, versucht Freud über seine frühere Beschäftigung mit Suggestion und Hypnose, wie auch über den Libidobegriff zu erklären. Der Einzelne in der Masse setze sich das Objekt des Massenführers zum Ich-Ideal, die Einzelnen untereinander hingegen würden sich durch Identifizierung verbunden fühlen, beide Vorgänge seien Tätigkeiten der Libido.

Über den Autor

Sigmund Freud wurde 1856 in Freiberg (Mähren) geboren. Nach dem Studium der Medizin wandte er sich während eines Studienaufenthalts in Paris, unter dem Einfluss J.-M. Charcots, der Psychopathologie zu. Anschließend beschäftigte er sich in der Privatpraxis mit Hysterie und anderen Neurosenformen. Er begründete die Psychoanalyse und entwickelte sie fort als eigene Behandlungs- und Forschungsmethode sowie als allgemeine, auch die Phänomene des normalen Seelenlebens umfassende Psychologie. 1938 emigrierte Freud nach London, wo er 1939 starb.

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14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von kpoac TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Jeder, sieht man ihn einzeln, ist leidlich klug und verständig,
Sind sie in corpore, gleich wird ein Dummkopf daraus."
(Friedrich Schiller)

Sigmund Freud (1856-1939) verfasst mit diesem Werk aus dem Jahre 1921 seine Überlegungen zur Massen-, Sozial-, und Individualpsychologie und deren Interdependenzen. Klar stellt er in der Einleitung, dass gerade die Individualität eine aus der Familie und damit aus sozialen Gruppen geprägte ist. Dass die Fülle der Einzelprobleme einen zu hohen Aufwand an die Beobachtung stellt und damit sich entsprechend auf die Massenpsychologie wirkt, stellt er heraus mit der Folgerung, nur einige Probleme behandeln zu können. Ein Fuchs, dieser Freud, nimmt er doch so die Strenge aus der Analyse seiner Schrift. Und dann verweist er auf Gustave Le Bon (1841-1931) , dem Begründer der Massenpsychologie, und auf dessen besonderes Werk: "Die Psychologie der Massen". Auch hier kann Freud nicht anders, als dem Autor zu unterstellen, nichts Neues zu sagen und doch verweist und zitiert er nur aus dessen Werk. Nicht unerheblich, wenn man das zweite Kapitel hier betrachtet, denn auch Freud spürt die Bedeutung Le Bons gegenüber der Psychologie. Insbesondere entdeckt Freud seinen Gefallen an Le Bons Darstellung der Massenseele. Feststellen kann auch er nur, dass die ursprüngliche Heterogenität jedes Einzelnen verschmilzt in die Homogenität der Masse bei gleichzeitigem Verlust aller individuellen Errungenschaften. Sich bisher der Hypnose dringend verpflichtet zu fühlen, kann Freud auch hier nur konstatieren, das der Le Bonsche Effekt der Masse auf den Einzelnen hypnotisch wirkt, er mitgerissen wird von dem archaischen Verhalten einer Masse fernab jeder Vernunft. Für ihn erscheint es so, als wenn der Einzelne in der Masse "unter Bedingungen [gerät], die ihm gestatten, die Verdrängungen seiner unbewußten Triebregungen abzuwerfen". Freud sieht damit in der Masse das heraustretende Böse der Menschenseele eines Jeden konsolidiert und homogenisiert im Kern der Massenseele. Gewissen und Verantwortung schwinden in der Massenbewegung, soziale Angst als Bildnerin des Gewissens zerbricht in der Flut der dummen Masse. Massen bewegen sich jenseits der Wahrheit, sie fordern Illusionen, auf die sie nicht verzichten können, so Freud, und in Anlehnung an Le Bon: Reales und Irreales bleiben ohne Unterschied.

Auch wenn Freud leicht bemängelt, Le Bon habe den Gedanken des Prestiges, des Nimbus und den Gedanken des Führers zu wenig im "richtigen Einklang mit der so glänzend vorgetragenen Schilderung der Massenseele gebracht", spürt der Leser leicht, welch hohe Achtung Freud Le Bon entgegenbringt. Auch wenn er nur zwei wichtige Ansichten, nämlich die der "kollektiven Hemmung der intellektuellen Leistung" und die der "Steigerung der Affektivität der Masse" bei Le Bon ausmacht, kann er nicht darauf verzichten zu erwähnen, diese an anderer Stelle bereits gelesen zu haben. Mit dieser kleinen Bosheit will er nur zeigen, welch großartiger weiterer Gedanken die Psychologie, namentlich Freud selbst, fähig ist. Denn in der Folklore zu spüren, dass die Masse Gutes bewegt, ist zwar kontrovers zu Le Bons Text, aber in abstractum nichts, was die Idee erweitert. Freud findet beredt bei McDougall Anschluß, der wie Le Bon nichts Gutes der Masse an sich zuordnen kann, wiewohl Freud sich anschließt an McDougall was die Prinzipien angeht, die Seele der Masse auf ein höheres Niveau zu bringen.

Individuum und Masse werden in ihrer seelischen Verfassung abgewogen und als notwendige Voraussetzung zur Lösung von Aufgaben gesehen. Da, wo Intelligenz eine Rolle spielt, verzichtet auch Freud auf den Masseneffekt, weil letzter immer noch erkannt wird als losgelöst von der Seele des Individuums.

Suggestion wie Hypnose sind Möglichkeiten zur Veränderung bzw. Beeinflussung des Individuums. Wenn der Mensch in der Masse untergeht und sein Ich aufgibt, gerät er in den gleichen Zustand, als wenn es eine Hypnose wäre. Die Hypnose mit Therapeut und Klient verführt selbst zu dem Gedanken, dass jene zwei ausreichend sind, von einer Masse zu sprechen. Damit ergibt sich für den Begriff der Masse nicht eine Zahl als Maßstab einer Beschreibung, sondern nur der Zustand und sein Wirken auf den Einzelnen. Doch neben der Suggestion, der Hypnose, ist das Wirken eines Führers bei Le Bon von Bedeutung. Freud jedoch weiß, dass sich die Präsenz eines Führers in der Wirkung zeigt und die kann sehr wohl libidinös sein. Zur Aufklärung der Massenpsychologie über Le Bon hinaus wird Freud nun den Begriff der Libido einführen, um den Gedanken der Massenaffekte mit dem Begriff der "Liebe" zu verbinden, im Prinzip aber mit dem Aspekt der Gefühlsbindungen innerhalb der Massenseele. Hätt ich die Liebe nicht, wär ich tönend Erz, so seine Anverwandlung aus dem Korintherbrief.

Ausreifen und detaillieren wird Freud alle seine Gedanken zur Massenpsychologie in den Beispielen des Heers und der Kirche. Flüchtige oder dauernde Massen als Voraussetzung entnimmt er der Schrift Le Bons. Weiter führt er die Antworten als eine Illusion, die als Idee oder als Jenseits eine Euphorie entfacht, die massentauglich unter zweierlei Gefühlsbindungen beherrscht ist. Jedoch kann man nicht nur bei der Freude bleiben, auch die Panik der Masse ist von Bedeutung. Der aus der griechischen Mythologie gereifte Begriff verspricht nicht mehr, als ein Herdentrieb, ein spontanes Auseinanderbrechen einer Bewegung in Folge eines Zerbrechens der Masse in eine Bewegung ohne Führer und durch Angst geleitet.

Narzißtische Eigenliebe, die Frage von libidinösen Bindungen innerhalb der Masse und ihre Folgen, die Frage der Identifikation mit den Zielen der Masse, die Gegenüberstellung von Hypnose und Verliebtheit bezeugen Freuds Bild von der Ich-Analyse. Nicht selten verweist er auf seine sonstigen Werke, z.B. "Jenseits des Lustprinzips". Er verfolgt neben der Frage zur Massenpsychologie zunächst die Integration des Selbst in die Masse, dann die Umkehrung, nämlich inwieweit in der Masse ein Objekt als Referenz für das eigene Ich auftreten kann und dieses zuletzt durch die Objektivierung als Ideal-Ich entwickelt wird. Gilt dieses für viele, identifizieren sich alle mit jedem, es gilt: Masse und Individuen sind eins.

"Jeder Einzelne ist ein Bestandteil von vielen Massen, durch Identifizierung vielseitig gebunden und hat sein Ich-Ideal nach den verschiedensten Vorbildern aufgebaut." Wenn dem so ist, so beschreibt Freud die eine Stufe im Ich, dann lebt der Mensch in der Ambivalenz von Ich-Ideal und Massenführer. Ich und Ideal-Ich mögen nicht weit gesondert sein in einer narzißtischen Selbstgefälligkeit, so Freud, und so ist es deren Vermögen, sich ohne Korrektur in der Person eines Führers zu spiegeln, sich der Masse in der Suggestion anzuschließen und durch das unvermeintliche Muß der Identifikation mitgerissen zu werden.

In der Folge des großartigen Le Bon Textes ist Freud mit seinem Werk 26 Jahre später aufgewacht, um aus dem Aspekt der Hypnose, der Libido und der Identifikation Masse und Individuum zu scheiden und doch in ihrer Übereinstimmung zu beleuchten. Nichts als wechselseitige Beeinflussung kann man empfinden und doch erscheint alle Erkenntnis hier als vorläufig oder zumindest nur als hypothetische Wahrheit. Dennoch, ein analytischer Lesespass.
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein wichtiges Buch. 6. Januar 2011
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Masse könnte man definieren als Zusammenschluss einer Anzahl von Menschen, die aus einem besonderen Anlass und für eine bestimmte Zeit durch eine Absenkung der Bewusstseinslage oder Bewusstseinsklarheit ihrer Mitglieder, durch Übereinstimmung in Gefühlen und Handlungsimplulsen und durch eine besondere Disposition zu Affektausbrüchen aller Art gekennzeichnet ist.

Nach Freud bildet sich das Massengefühl zunächst in der mehrzahligen Kinderstube aus dem Verhältnis der Kinder zu ihren Eltern als Folge auf den anfänglichen Neid, mit dem das ältere Kind das jüngere aufnimmt. Offensichtlich möchte das ältere Kind das nächste eifersüchtig verdrängen, von den Eltern fernhalten, es aller Anrechte berauben, doch aufgrund der Gegebenheit, dass auch dieses Kind wie alle folgenden in gleicher Weise von den Eltern geliebt wird und infolge der Unmöglichkeit, auf der feindselige Einstellung ohne negative Konsequenzen zu beharren, wird es zur Identifizierung mit den anderen Kindern gezwungen. So bildet sich lt. Freud in der Kinderschar ein Massen- bzw. Gemeinschaftgefühl heraus.

Massenpsychologie ist die Bezeichnung für Kollektivpsychologie nach analytischen und psychoanalytischen Gesichtspunkten in Unterscheidung zur Psychologie der Massen im Rahmen der Soziologie. Für Freud entsteht die Masse durch libidinöse Bindung. So kennt er sogar die Masse zu zweit, das Verhältnis zwischen Hypnotiseur und Medium. Wesentliches Element ist nach Freud für die Massenbildung die Identifikation mit dem Führer.

Unter Identifikation versteht man psychoanalytisch betrachtet die unbewusste Gleichsetzung der eigenen Person mit der anderen Person, so dass diese zu einem unbewussten Vorbild für das Denken, Handeln und sonstige Verhaltensweisen wird.

Über den Führer erfolgt die Identifizierung des Individuums mit den übrigen Massenmitgliedern. Der Führer wird für die Masse zum Ich-Ideal.

Unter dem Ich-Ideal versteht man nach Freud durch die Instanz des Über-Ich unbewusst geprägten Ideale.

Freud führt dazu aus,"er braucht nur die typischen Eigenschaften dieser Individuen in besonders scharfer und reiner Ausprägung zu besitzen und den Eindruck größter Kraft und libidinöser Freiheit zu machen, so kommt ihm das Bedürfnis nach einem starken Oberhaupt entgegen, bekleidet ihn mit der Übermacht, auf die er sonst vielleicht keinen Anspruch hätte. Die anderen, deren Ich-Ideal sich in seiner Person sonst nicht ohne Korrektur verkörpert hätten, werden dann suggestiv, d.h. ohne Identifizierung mitgerissen."

Allzu sehr dem Gedanken verhaftet, dass die Libido eine letzlich sexuelle Kraft für alle Triebe und Antriebe sei, hat Freud Religion und Weltanschauung als treibende Kraft für Massenbewegungen für eine Illusion gehalten, die keine Zukunft hätte. So hat er tragischer Weise die politische Entwicklung in Europa zur Katastrophe hin missverstanden und nicht erkannt.

Empfehlenswert.
1
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ein tolles Buch was schnell gelesen ist, etwas 100 Seiten.
Es ist sehr "kompliziert" geschrieben und somit nur schwer zu verstehen, trotzdem kann man einiges mitnehmen.
Leider wird manchmal etwas vom eigentlichen Thema abgewichen, z.B. das schwul sein etwas mit einer Art Mutterkomplex zu tun hat.
Was das mit Massenpsychologie zu tun hat kann ich euch nicht sagen :D
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