Das Mediensystem in Detuschland befindet sich in einem raschen Wandel: Egal ob Internet oder Pay-TV die mediale Flut scheint das ganze Land zu überrollen - für den Nutzer bringt das oberflächlich eine größere Vielfalt. Hermann Meyn blickt in seinem Klassiker, der nun bereits seit über 30 Jahren regelmäßig erscheint, erneut unter die Oberfläche und beleuchtet die politische Funktion der Massenmedien in Deutschland. Eingebettet wird die Thematik in einen Übeblick über die Entwicklung der Presse von den Änfängen des Jahrhunderts bis heute. Ebenso ausführlich beschäftigt sich Meyn mit der Entstehung von Hörfunk, Fernsehen und schließlich dem privaten Rundfunk. Zusätzlich findet sich ein kurzer Abriss über das Berufbild des Journalismus' und die Wirkungen von Massenmedien. ngesichts des begrenzten Umfangs kann Meyn viele Dinge nur anreißen und zahlreiche Passagen bleiben oberflächlich - der große Vorteil dieses Buchs bleibt aber der gelungene, problemorientierte Aufbau: In strittigen Fragen stellt der Autor, der selbst lange als Journalist tätig war, die Pro- und Contra-Seiten gegenüber und macht komplexe Probleme durch Beispiele transparent. Das übersichtliche Layout und ein gut gestaltetes Register lassen das Buch zu einem guten Nachschlagewerk werden, um zumindest knappe Antworten zu Problemen rund um das Feld der Massenmedien zu finden. Besonders hilfreich ist eine übersichtliche Zeittafel, die 1450 mit der Erfindung des Buchdrucks beginnt und mit der Entscheidung der europäischen Komission zur digitalen Allianz von Kirch und Bertelsmann 1998 endet. Dazwischen sind die wichtigsten technischen, politischen und medialen Entwicklungen übersichtlich aufgelistet. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)