Nach Band 3 hatte ich mich auf die Fortsetzung wirklich gefreut und mich auch von der recht schlechten Amazon-Nutzer-Bewertung nicht abschrecken lassen. Das hätte ich aber besser mal getan. Das Buch ist leider übel zusammengestückelt, die Charaktere bleiben weitestgehend blass, gravierende Logikfehler häufen sich, eine wirkliche Hauptfigur oder etwas in der Art, sucht man vergebends.
Die vermeintlichen Story-Träger Sanders und Anderson wirken blasser und farbloser als selbst der kleinste Nebencharakter in ME2, die anderen Figuren, die in Band 3 teilweise noch gut eingeführt wurden, handeln zum Teil vollkommen "out of character", das Räsel um die Reaper bleibt ein Rätsel, und am Ende... Naja, es scheint, als habe es die Vorgabe gegeben, dass Charakter X und Y auf jeden Fall das Buch überleben müssen, weil sie in ME3 (wieder) aufkreuzen.
Fazit: Das Potenzial von ME wurde in diesem Band vollkommen verschenkt, weder handwerklich noch inhaltlich war der Autor auch nur annähernd auf dem Level seines Vorgängers. Warum ich das Buch trotzdem fertig gelesen habe? Einzig und allein aus dem Antrieb heraus, dass am Ende ja doch noch irgendwas Spannendes kommen muss, igrnedwas spektakuläres. Kam nur leider nichts. Eher Lächerliches. Ich sag nur "Zahnbürste"... Au, Backe.