Durch die positiven Rezensionen neugierig geworden, bestellte ich mir "Maskenspiel". Doch das Buch hat mich nicht begeistert. Sprachlich äußerst banal, lässt es kein Klischee aus, um die Unilandschaft zu skizzieren. Akademiker sind grundsätzlich fade, unattraktiv und zerfressen von Ehrgeiz, verbringen ihren Arbeitstag in muffigen, dunklen Räumen und sind andererseits den Fragen einer kleinen, aber dreisten Privatdetektivin nicht gewachsen. Das passt doch überhaupt nicht! Und dass vor 4 Jahren an der Bamberger Uni niemand mit einem USB-Stick umgehen konnte, halte ich für einen müden Scherz. Das Ganze wirkt, als wollte die Autorin, in der Tat "boshaft und bissig", mit ihrem eigenen Arbeitsplatz abrechnen. Und ganz nebenbei: eine Stadt wird nicht dadurch anschaulich gemacht, dass sich ständig die Straßennamen wiederholen (Irgendwann hat der Leser kapiert, wo die Detektivin arbeitet und wo sie wohnt), oder dass Kneipen, Geschäfte etc. beim Namen genannt werden. Als bekäme Frau Schmöe dort Prozente.