Zunächst einmal sollte man "Mary Mary" gelesen haben, denn dieser Roman schließt, wenn auch nach einem großen Zeitsprung, unmittelbar an die erste Story an, und LeserIn tut sich leichter, wenn er/sie die Vorgeschichte schon kennt.
Es ist nämlich nicht immer einfach, die zeitlichen Sprünge der Autorin nachzuvollziehen, manchmal mitten in einem Kapitel oder gar Satz: Aha, jetzt ist wieder jüngste oder auch frühere Vergangenheit angesagt.
Für mich hielt sich die Spannung leider in Grenzen, die ganze Geschichte hätte etwas gerafft gehört. Als für den Leser schon klar war, was passierte, tappte der pensionierte Kommissar immer noch im Dunkeln, und die endlosen Wiederholungen der damaligen Geschehnisse hatten dann schon ihre Längen.
Gut herausgearbeitet, wie immer bei Mary Parsons, die Charaktere, auch die Beschreibungen der Schauplätze sind sehr anschaulich, daher möchte ich trotz der späestens nach der Hälfte etwas abhanden gekommenen Spannung immer noch 5 Sterne geben.