Wie der Titel des Buches schon sagt, es geht um Mary Wollstonecraft Shelley und ihr Leben vor Percy Shelley, mit Percy Shelley und nach Percey Shelley, ein Leben, bestehend aus Geldmangel, sozialer Ausgrenzung, dem Tod dreier Kinder im Kleinkindalter, früher und tragischer Witwenschaft, Krankheiten und Depression. Dazwischen die Werke. Nicht nur "Frankenstein", auch ihre anderen Werke werden ausführlich geschildert.
Informativ ist das Buch, ohne Frage. Stilistisch ist es weniger brillant: der Autor verfügt über einen ironiefreien und leidenschaftslos trockenen Stil ohne sprachliche Highlights, der auf Dauer ermüdend wirkt und wenig Interesse für die Sache selbst wecken kann.
Inhaltlich sind manche Ansichten Pechmanns nicht die meinen: angesichts der ausführlichen Beschreibungen der mehr oder weniger verworrenen Handlungen der Romane Mary Shelleys beschleicht mich eins ums andere Mal der Verdacht, es habe sich dabei tatsächlich um voluminöses, unlesbares und vollkommen zu Recht vergessenes 19. Jahrhundert mit den typischen Topoi des 19. Jahrhunderts (vertauschte Kinder, verschollene Erben....) gehandelt. Lust, die Romane zu lesen, wecken die Inhaltsangaben nicht.
Das permanente Bedürfnis des Autors zu erwähnen, man möge Mary Shelley doch nicht auf den "Frankenstein" reduzieren, passt im übrigen absolut nicht zu der Notwendigkeit, genau hierauf alle paar Seiten wieder zurückzukommen. Etwas widersprüchlich ist das schon...